Whistleblowing – Unterschiede bei digitalen Währungen & Banken

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Businessman showing one finger, making silence gesture

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Banken und die allgemeine Finanzindustrie haben strenge Regeln gegenüber Whistleblowing. Falls eine nicht autorisierte Person die Schwachstellen und/oder zwielichtigen Aktivitäten einer Bank an die Öffentlichkeit tragen will, bedient man sich seitens der Bank nicht selten mit juristischen Schritten, um dies zu verhindern.
Wie das bei Banken funktioniert

Wie das bei Banken funktioniert

Zurzeit findet ein Untersuchungsverfahren gegen den CEO von Barclays, Jes Staley, seitens der Finanzbehörden Financial Conduct Authority (FCA) aus Großbritannien statt. Dieser soll versucht haben die Identität eines Mitarbeiters zu offenbaren, welcher zuvor Bedenken gegenüber Barclays Methoden und eines ehemaligen Führungsmitglieds, Tim Main, geäußert haben soll.


Nachdem ein Brief an die Mitarbeiter von Barclays verschickt wurde, wies Staley Torels Oering, Sicherheitschef bei Barlays, an die Identität des  Autors festzustellen. Es sollte festgestellt werden, ob man ihn aufgrund dessen vor Gericht ziehen könnte.

Die Quelle erklärte BBC, dass Oerting vorher bereits bei Europol als Exekutivbeamter gearbeitet haben soll. Nachdem er von Staley zur Aufklärung eingesetzt wurde, scheint es mehr als wahrscheinlich, dass Oerting sich Hilfe bei befreundeten Strafvollzugsbeamten bei Europol geholt hat.

Laut Analysten, wie Anna Birtwistle von CM Murray, liegt es in der Natur der Banken, dass man grundsätzlich offen mit Vorfällen in der Bank umgeht. Ein solches System führt dazu, dass Banken als Unternehmen reifen und bessere Strategien zur Betrugsbekämpfung einsetzen können. Im Falle von Staley sah das aber ganz anders aus. Letztendlich sah sich Staley einer Strafe von 1 Mio. US-Dollar durch den Vorstand gegenüber.

Birtwistle sagte:

“Eine offene Haltung gegenüber der Aufklärung solcher Vorkommnisse am Arbeitsplatz zu halten erfordert, dass von der Management-Ebene Vorsicht waltet. Zwar mag es verständlich sein, dass Barclays Staley aufgrund seiner Vergangenheit unterstützt hat, doch die Reaktion auf Staleys jüngste Taten sendet eine gemischte Nachricht an die Mitarbeiter und die Finanzcommunity, was die Bereitschaft zum Whistleblowing angeht.”

Closed Community vs. Open Source Community

Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum haben eine ganz entgegengesetzte Philosophie. Die meisten Aktionen werden transparent durchgeführt und die Entwicklungen werden von einer Open Source Community angetrieben.

Selbst Unternehmen, Börsen und Wallet-Plattformen stellen ihre Software auf Open Source -Entwicklung um, damit die möglichen Bugs und technischen Schwierigkeiten der Software ausgebessert werden. Open Source-Entwicklung ermöglicht es, dass die Nutzer ihrem Netzwerk wirklich trauen können.

Whistleblowing ist ein wichtiges Element für die Krypto- und Blockchain-Entwicklung. Beispielsweise als der Bitcoin Core Entwickler Greg Maxwell Schwachstellen im Bitcoin Consensus-Protokoll offengelegt hat. Oder der verdeckte Einsatz von AsicBoosts, den ein Großteil der Open Source-Community erforscht hat.

Innerhalb der Blockchain-Netzwerke haben die Entwickler keine großen Probleme damit mögliche Schwachstellen des Netzwerks oder der Projekte anzusprechen. Das Augenmerk liegt hier auf die Wiederherstellung und Reparatur.

Tatsächlich spielte sich im Oktober 2016 eine merkwürdige Geschichte dazu in Südkorea ab. Das Bitcoin Startup Glas Hunt wurde gehackt und das Unternehmen verlor Tausende Dollar  in Bitcoin. Glass Hunt drückte tatsächlich hier seine Anerkennung gegenüber dem Hacker aus, dass er diese Schwachstelle offenbart hat.

Das Glass Hunt-Team äußerte sich mit zusätzlicher Belohnung in einem Statement:

“Der Hacker wird dieselbe Schwachstelle nicht nochmal ausnutzen können. Kurzgesagt, er hat eines unserer SQL Account-Passwörter geknackt und seitdem haben wir alle Passwörter auf “super-duper-mega” starke Passwörter umgestellt, an die wir uns selber wahrscheinlich nie erinnern können.”

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Joseph Young via cointelegraph

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