Wer kauft Bitcoin inmitten der griechischen Finanzkrise?

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © stockWERK, Fotolia

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Viele Medien berichten darüber, dass aufgrund der griechischen Finanzkrise viele Menschen versuchen ihr Geld durch ein Investment in Bitcoin zu sichern. Es wird behauptet viele Griechen sehen Bitcoin als letzten Zufluchtsort um sich vor der die stark geschädigten ökonomische Infrastruktur zu retten.

Viele dieser Behauptungen sind das Resultat unterschiedlicher Zufälle. Erstens: Bitcoin hat im letzten Monat um 10%, in der letzten Woche um 3,5% und in den letzten 24 Stunden um 5% an Wert gewonnen. Auf der anderen Seite hat sich die griechische Regierung ein Referendum am 5. Juli 2015 entschieden und gleichzeitig Kapitalverkehrskontrollen in Kraft gesetzt, die das Schließen sämtlicher Banken in dieser Woche mit sich zogen.

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Zwischen diesen Umständen gibt es eine einfache Verbindung. Die Griechen werden förmlich dazu gezwungen ihr hart verdientes Geld in ein Regierungsgebäude einschließen zu lassen und können in den schweren Zeiten nirgendwo hin. Vermutlich überleben die meisten von ihnen mit den Geldern die sie noch abheben konnten, bevor die Banken ihre Türen verriegelt haben, denn derzeit kann jeder Grieche maximal 60 Euro pro Tag abheben – vermutlich zu wenig für einen durchschnittlichen Bürger mit Verantwortung für seine Familie. Bitcoin scheint mit seinen dezentralisierten Eigenschaften derzeit der perfekt Kompagnon zu sein.

Kennen die meisten Griechen überhaupt Bitcoin?

CNN Money berichtete darüber, da viele Griechen in der Tat versuchen ihr Geld in Bitcoin zu investieren und damit in Sicherheit bringen wollen. Viele Griechen haben in dieser Zeit ihre ersten Berührungspunkte mit Bitcoin-Handelsplattformen und kommen auf den Geschmack der digitalen Währungen. Der CNN Money Artikel berichtet zudem darüber, dass viele Bitcoin-Börsen einen enormen Anstieg griechischer Nutzer verbuchen. Die chinesische Bitcoin-Börse LakeBTC meldete einen Anstieg von 40% und Bitcoin.de sogar einen Anstieg von 79%.

Diese Beobachtungen können jedoch nicht das Gesamtbild der derzeitigen Marktlage und des stark angestiegenen Bitcoin-Kurs stützen, da das Euro/Bitcoin Handelsvolumen gerade einmal 6% des gesamten Bitcoin-Volumen ausmacht. LocalBitcoins.com berichtet sogar davon, dass der Volumenanstieg aus Russland, Indien, Schweden und Südafrika stammt.

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Ein anderer Bericht sagt, dass Griechenland als eine vergleichsweise kleine Wirtschaft den Bitcoin-Kurs nicht dermaßen in die Höhe treiben kann.  Es gibt also keinen eindeutigen Beweis dafür, dass der derzeitige Preisanstieg im direkten Zusammenhang mit der griechischen Finanzkrise steht.

Spekulanten und DayTrader verdienen sich eine goldene Nase

Bitcoin ist ein hochspekulativer Markt, ganz klar. Seit der Geburtsstunde wird der Bitcoin-Markt von der Gier getrieben. Der jüngste Preisanstieg ist also vermutlich nichts anderes als ein perfektes Timing und das Zusammenspiel der griechischen Finanzkrise und den damit verbundenen psychologischen Faktoren. Die derzeitigen Kursschwankungen kommen den DayTrader sehr gelegen, aber ob sich der Anstieg weiter fortsetzen wird, nachdem der Hype beendet ist, bleibt weiter fraglich.

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BTC-Echo

Englische Originalfassung von Gola Yashu via newsbtc


Image Source: Fotolia
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