Werden der Brexit und China den Bitcoin-Kurs weiter beeinflussen?

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © luzitanija - Fotolia.com

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In den vergangenen Wochen haben Ungewissheit und diverse makroökonomische Faktoren das Interesse vieler Investoren auf Bitcoin gelenkt, aber wird dieser Trend weiter anhalten?

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Da sowohl England als auch die gesamte Europäische Union wichtige Handelspartner Chinas sind, könnten wirtschaftliche Probleme in beiden Fällen die guten Geschäftsbeziehungen mit China beeinflussen.


Sam Rines, Ökonom und Portfolio-Manager bei Avalon Avalon Advisors LLCsagte in einem Interview mit CoinDesk, dass ein Abschwächen der Nachfrage nach chinesischen Gütern „ein enormes Risiko für die chinesische Wirtschaft darstellen“.

Der Binnenmarkt für chinesische Waren könnte auch darunter leiden, wenn England mit dem Brexit einen Dominoeffekt auslösen würde und sich weitere Länder für einen Austritt aus der EU entscheiden, so Usha Haley von der West Virginia Universität.

Zusätzlich zu den Schäden im Handel könnten Chinas ausländischen Direkt-Investments einen herben Schlag erleiden, so Haley. Haley betreut bereits seit einem Jahrzehnt chinesische Unternehmen und steht ihnen in Sachen ausländischer Investitionen beratend zur Seite.

Haley:

„Ökonomisch betrachtet und im Anblick des Brexits hat China einen starken Unterstützer in der europäischen Freihandelszone verloren. Investitionen in die UK werden für Chian jetzt weniger attraktiv. Sie gewährten dem Land Zutritt zur Freihandelszone. Vermutlich werden einige Investments jetzt auf „on hold“ gesetzt.“

Schuldensorgen

Marktbeobachter verweisen bereits seit geraumer Zeit auf das Anhäufen der Schulden Chinas. Auch Rines und Haley sprachen über die Risiken, die eine solche Entwicklung für das Land und auf globaler Ebene in sich birgt:

„Acht Jahre der expansiven Fiskalpolitik haben China in einen enormen Schuldenberg gedrängt. Chinas Verschuldungsquote liegt derzeit bei 225% (Debt/GDP). China besitzt Unternehmensanleihen mit Ausfallrisiko in Höhe von 2,4tn US-Dollar.“

Rines sagte zudem, „sollte der Brexit die europäische Wirtschaftslage verlangsamen, wird auch der Handel mit China ins Stocken geraten was im Umkehrschluss neue Schulden für China bedeuten würde.“

„Das wäre nicht nur ein Schock für Chian sondern für die ganze Welt,“ so Haley.

Chen Zhao, Co-Director bei Brandywine Global sagt die politischen Reaktionen waren“Schnell und entschlossen“.

Während einige Ökonomen vor den wachsenden Schuldlast Chinas warnen, sagt Zhao die Sorgen über Chinas Schulden und die damit verbundenen Risiken seien übertreiben und angeheizt.

Zhao sagt, dass Schulden in Entwicklungsländern in erster Line dadurch entstehen, weil Ersparnisse in Investments umgewandelt werden müssen. Da China eine sehr hohe Sparqote aufweist ist eine derartige Hebelwirkung laut Zhao unvermeidlich.

Potentialverschiebung

Während legitime Bemühungen zur Lösung der Situation zu einer grundlegenden Veränderung der Politik führen können, könnte der Brexit eine grundlegende Abkehr von der Globalisierung, die wir bereits seit 30 Jahren leben, führen.

Sollte es zu einem solchen Wandel kommen, hätte das einen großen Einfluss auf China, was bis dato enorm von der Globalisierung profitieren konnte.

Weitere Gegenwinde in der großen Volkswirtschaft gepaart mit wachsender Unsicherheit und einem Abdriften von der Globalisierung könnten beim Bitcoin-Kurs also auch zukünftig für starke Rückenwinde sorgen.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Charles Bovaird via CoinDesk

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