Waves schlägt hohe Wellen und unterstützt nun auch Smart Contracts

Quelle: shutterstock, PR

Waves schlägt hohe Wellen und unterstützt nun auch Smart Contracts

Am 10. September gab das Team hinter Waves bekannt, dass sie Smart Contracts im Main Net implementiert haben. Der Waves-Kurs stieg daraufhin um 30 Prozent. Bis zum endgültigen Start von Smart Contracts auf dem Netzwerk werden jedoch noch ungefähr zwei Wochen vergehen. 

Seit Längerem können Waves-Nutzer auf der Blockchain eigene Token herausgeben, die Interessierte auf einer eingebauten, dezentralisierten Börse handeln können. Wie auch die Leasing-Funktion, mit der man auf einfache Weise am Proof-of-Stake-Konsens teilnehmen kann, sind all diese Funktionen über eine intuitiv bedienbare grafische Bedienoberfläche auch für Nicht-Techies zugänglich. Vor nun über einem Jahr hat BTC-ECHO detailreich beschrieben, wie man einen eigenen Token auf Waves emittieren bzw. verkaufen kann. Auch die anderen Funktionen versprechen eine gute Zugänglichkeit.

Nun hat Waves bekanntgegeben, dass der Plan, Smart Contracts in das bestehende System einzubinden, in die finale Phase übergegangen ist. Vom Timing her könnte es kaum besser passen: Wird aktuell doch auf Ethereum von allen Seiten eingedroschen und die Eignung der Kryptowährung für Smart Contracts in Frage gestellt. Indes kann sich Waves als alternative Plattform für Smart Contracts positionieren. Der Waves-Kurs hat entsprechend geantwortet: Seit der Ankündigung ist der Kurs um 30 Prozent gestiegen. Zwar erfuhr der Kurs seitdem eine leichte Konsolidierung, rangiert jedoch weiterhin 20 Prozent über dem Ursprungskurs.

Smart Accounts: Sichere Prozesse statt Turing-Vollständigkeit

Anders als im Fall von Ethereum liegt ein besonderes Augenmerk auf Einfachheit. Ihre Vision von Smart Contracts beschreibt das Waves-Team mit „Smart Accounts“. Diese kann man sich als Vorlagen für Smart Contracts vorstellen, die schnell für verschiedene Anwendungsgebiete einsetzbar sind. Etwas technischer ausgedrückt handelt es sich dabei um Turing-unvollständige Smart Contracts. Nutzer können einfache Skripte schreiben, doch haben die Entwickler Dinge wie eigene Funktionen, Schleifen oder Rekursionen bewusst nicht implementiert, um diese als mögliche Fehlerquellen und Angriffsmöglichkeiten auszuschließen.

Mithilfe der Smart Accounts sollen verschiedene Dinge realisierbar sein: Neben Multi-Signature-Wallets, sprich von mehreren Accounts geführten Wallets, sollen Interessierte auch Atomic Swaps oder Oracles aufsetzen können. Token-Herausgeber können eine bestimmte Zeit festlegen, in denen Käufer diese Token nicht veräußern können – was Pump-and-Dump-Schemata in der Frühzeit eines Projekts entgegenwirken kann. Schließlich sollen Nutzer durch Whitelist-Voting in der Lage sein, schnell verschiedene Formen von Wahlprozessen auf Waves umsetzen zu können.

Mit diesen fünf Kernfunktionen ist auch ohne Turing-Vollständigkeit ein Großteil der interessanten Smart Contracts abbildbar: Multi-Signature-Wallets erlauben sowohl eine Zwei-Faktor-Authentifizierung als auch die Eröffnung eines dezentralen Fonds. Mithilfe von Oracles und Whitelist-Voting lassen sich schnell Prediction Markets implementieren. Durch Einfrieren von Token hat man bei Verkäufen etwas mehr Sicherheit über den Kurs der Token. Dinge, die aktuell nicht auf der Waves Blockchain umsetzbar sind, können durch Atomic Swaps auf anderen Blockchains realisiert werden.

Das Ganze soll über eine benutzerfreundliche grafische Bedienoberfläche aufsetzbar sein. Der Ansatz passt zu der bisher verfolgten Strategie einer hohen Usability. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Gebühren für diese Smart Accounts komplett vorhersehbar gestaltet sein sollen. Ein Waves-Pendant zu einem Gas-, Ram- oder Bandbreitenmarkt ist also nicht zu erwarten.

Bis Smart Contracts dauert es noch zwei Wochen

Bevor man jedoch jetzt sofort entsprechende Smart Contracts ausprobieren will: Nicht umsonst wurde von der finalen Phase gesprochen. Bis zur endgültigen Freischaltung müssen noch mindestens zwei Wochen vergehen, in denen eine Abstimmung hinsichtlich der neuen Funktionen stattfindet. 80 Prozent der erzeugten Blöcke müssen innerhalb der Wahlperiode, die 10.000 Blockzyklen oder ungefähr eine Woche dauert, der Neuerung zustimmen. Erst wenn dies der Fall ist, kann man das neue Feature aktivieren, was dann wiederum weitere 10.000 Blockzyklen dauert. Wer sich bis dahin über die technischen Details hinter Waves Smart Contracts etwas genauer informieren möchte, dem sei die Lektüre des White Papers ans Herz gelegt.

BTC-ECHO

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Abo inkl. GRATIS Bitcoin-T-Shirt

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Tezos: Eine Gefahr für Ethereum?
Tezos: Eine Gefahr für Ethereum?
Altcoins

Noch dominiert Etherum die Smart-Contract-Welt. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Tezos versucht, einiges besser zu machen als die Kopfgeburt Vitalik Buterins. Die größte Bank Südamerikas hat Tezos als Plattform für Security Token Offerings gegenüber Ethereum bereits den Vorzug gegeben. Tezos – eine Gefahr für Ethereum?

Coinbase: Händler können Zahlungen mit USDC akzeptieren
Coinbase: Händler können Zahlungen mit USDC akzeptieren
Altcoins

Die US-Exchange Coinbase nutzt das Ethereum Update „Constantinople”, um für ihre Kunden Transaktionen in Kryptowährungen bereitzustellen. Tausende Händler auf der ganzen Welt können dank des USD Stable Coin (USDC) ohne die Gefahr von Volatilität Zahlungen entgegennehmen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin und traditionelle Märkte: Im Gleichschritt mit Gold
Bitcoin und traditionelle Märkte: Im Gleichschritt mit Gold
Märkte

Bitcoins Performance steht aktuell über der von Gold. Die Volatilität ist wieder unter 4 Prozent gefallen. Diese positiven Entwicklungen werden von einer geringen Korrelation zu den übrigen Märkten begleitet.

Die Top Bitcoin- und Blockchain-News der Woche
Die Top Bitcoin- und Blockchain-News der Woche
Kolumne

Der Bitcoin-Kurs rutscht nervös zwischen verschiedenen Markern hin und her und alle fragen sich: Warum? Der BTC-ECHO-Newsflash. Alles, was du letzte Woche verpasst hast.

Bakkt: Start von Bitcoin-Futures für den 23. September angekündigt
Bakkt: Start von Bitcoin-Futures für den 23. September angekündigt
Invest

Lange hat die Krypto-Community auf diesen Termin gewartet. Nun hat Bakkt endlich den Start der Bitcoin-Futures bekannt gegeben. Am 23. September sollen tägliche und monatliche Futures auf der Plattform erhältlich sein. Zuvor gab es einen Testlauf der Terminkontrakte. Der Bitcoin-Kurs wird voraussichtlich profitieren.

Bitcoin-Börse Coinbase will größte Krypto-Verwahrstelle der Welt sein
Bitcoin-Börse Coinbase will größte Krypto-Verwahrstelle der Welt sein
Bitcoin

Die Bitcoin-Börse Coinbase hat sich die Verwahrlösung für institutionelle Kunden von Xapo für 55 Millionen US-Dollar gekauft. Nach eigenen Angaben ist Coinbase damit der weltgrößte Krypto-Verwahrer.

Angesagt

coindex-CEO Kai Kuljurgis: „Eine Diversifizierung macht trotz hoher Bitcoin-Dominanz Sinn“
Interview

Wir haben uns zum Interview mit Kai Kuljurgis, CEO von coindex getroffen, um mit ihm über die Lage am Krypto-Markt zu sprechen. Neben seiner Markteinschätzung geht es auch um die Frage, wie sich die Verschmelzung zwischen traditionellem Finanzsektor und Krypto-Sektor weiterentwickelt.

Die 5 großen Bitcoin-Erzählungen
Bitcoin

Satoshi Nakamotos Bitcoin Whitepaper legt auf neun Seiten das Fundament für ein digitales Asset, das nach zehn Jahren bereits ein Multimilliarden-Ökosystem geschaffen hat. Woher Bitcoin seinen Wert bezieht, ist eine Frage, auf der es eine Vielzahl an Antworten gibt. Diese Woche betrachten wir fünf Innovationen, die Satoshi möglich gemacht hat.

Ripple unterstützt Coil mit einer Milliarde XRP
Ripple

Ripple tätigte eine Großinvestition in das Krypto-Start-up Coil. Die Online-Content-Plattform erhielt eine Milliarde XRP, was etwa 260 Millionen US-Dollar entspricht. Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen mit XRP in großem Umfang Projekte unterstützt. Bei der Unterstützung von Coil geht es Ripple vor allem um die einfachere Monetarisierung digitaler Inhalte.

Binance: Mutmaßlicher Bitcoin-Börsen-Hacker droht mit neuem Leak
Krypto

Der mutmaßliche Hacker der Bitcoin-Börse Binance droht mit weiteren Veröffentlichungen. Dabei tun sich jedoch viele Fragezeichen auf.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Neue Ausgabe: Das Kryptokompass Magazin inkl. Bitcoin-T-Shirt GRATIS!