Washington: Bitcoin soll in Marihuana-Shops verboten werden

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Ein neuer Gesetzesentwurf im Washington State Senat soll es verbieten, dass Bitcoin als Zahlungsmittel in lokalen Marihuana-Geschäften genutzt wird.

Bill SB 5264 wurde von den Senatoren Steve Conway und Ann Rivers ins Leben gerufen. Ziel sei die bessere staatliche Regulation der Marihuana-Produkte. Vor vier Jahren haben die Wähler in Washington beschlossen, das Marihuana legalisiert wird. Das war im November 2012.


Unter dem vorgeschlagenen Gesetz ist es illegal für die lokale Marihuana-Industrie Waren mit digitalen Währungen zu bezahlen bzw. von Kunden als Zahlungsmittel anzunehmen. Der Entwurf definiert auch den Begriff “virtuelle Währung”. Es geht im genauen Sinne um die “digitale Repräsentation eines Wertes als Mittel zum Austausch,  als Rechnungseinheit, oder Wertanlage”. Ausgeschlossen sei aber “die Software oder das Protokoll, die die Transaktion abschließt”.

Unternehmen die Marihuana anbauen oder Produkte daraus verkaufen sind in diese Vorschriften mit eingeschlossen.

Im Entwurf steht:

“Marihuana-Produzenten, -Verarbeiter, oder -Einzelhändler dürfen nicht mit virtuellen Währungen zahlen oder diese als Zahlungsmittel, für den Verkauf von Marihuana oder Marihuana-Produkten, akzeptieren.”

Washington gilt als früher Akzeptanzbereich für Bitcoin, gerade unter Marihuana Vertrieben: darunter die Kouchlock Productions aus Spokane. Das Unternehmen akzeptierte ab 2014 digitale Währungen und würde von dem neuen Gesetzesentwurf betroffen sein. (Das Unternehmen hat sich auf Anfrage bisher noch nicht geäußert)

Senator Ann Rivers begründete diesen Schritt mit der verbesserten Transparenz und dem Willen die staatliche Marihuana-Industrie “aus den Schatten zu holen”.

Rivers erklärte CoinDesk:

“Eines meiner Ziele des Cannabis Patient Protection Act, dass 2015 in Aktion trat, war die Eliminierung von Schwarz- und Graumärkten für Cannabis in unserem Bundesstaat. SB 5264 bezieht sich auf eine andere regulatorische Hürde. Nachdem wir so viel getan haben, um mit der Cannabis Industrie zusammen zu arbeiten und sie aus den Schatten zu holen, ist es für die Transparenz nicht förderlich eine unregulierte Währung für den Kauf von Cannabis zuzulassen.”

Auswirkungen auf Unternehmen

Sollte die Maßnahme durchgesetzt werden, so wird dies von den Verfechtern der Marihuana-Industrie als Schlag wahrgenommen werden. Denn die Industrie benutzt digitale Währungen aus einem bestimmten Grund: fehlende Bankzugänge.

Einfach gesagt wollen die meisten US-Banken keine Konten für Marihuana-Unternehmen eröffnen. Dies liegt am bundesweiten Verbot von Marihuana. Zwar haben viele US-Staaten in den letzten Jahren Abstimmungen zur medizinischen und freizeitlichen Verwendung von Marihuana durchgeführt, doch das bundesweite Verbot stellt die Banken außen vor.

Einige Berater haben aus diesem Grund für Bitcoin und andere digitale Währungen geworben, damit dieser Reibungspunkt umgangen werden kann und die Unternehmen ein funktionierendes Zahlungssystem besitzen.

Rob Fess, Marketingdirektor für die Marihuana Plattform Tradiv, erklärte CoinDesk, dass dieses Gesetz die effektive Blockade der Banken gegen diese Industrie verstärken wird.

Er glaubt aber dennoch, dass es rechtlichen Widerstand gegen diesen Vorschlag geben wird.

“Es klingt etwas überzogen eine bestimmte Industriesparte von der Nutzung eines gewissen Zahlungsmittels auszuschließen – Ich glaube die Rechtsanwälte werden hier ein Manöver abhalten”, sagte er CoinDesk.

Eine Kopie des Entwurfes kann hier gefunden werden.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Stan Higgins via coindesk

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