Was tun, wenn die Bitcoin-Transaktion festhängt?

Was tun, wenn die Bitcoin-Transaktion festhängt?

Die steigende Popularität des Bitcoin führt nicht nur zu einem Hochschießen des Preises am Krypto-Markt, sondern erschwert auch das Durchführen einer Bitcoin-Transaktion spürbar. Dadurch, dass immer mehr Überweisungen in Bitcoin getätigt werden, dauern einzelne Transaktionen länger und/oder kosten mehr Geld. Was kann man dagegen tun?

Indem die Zahl der Bitcoin-Transaktionen zunimmt, dauert es entsprechend länger, bis eine einzelne Transaktion verarbeitet und in der Blockchain vermerkt werden kann. So ist es angesichts der limitierten Blockgröße inzwischen beinahe unmöglich, mit einer Transaktion direkt den nächsten Block zu treffen, auch die Blöcke 2 und 3 werden immer schwieriger zu erreichen. Dieser Umstand zieht dementsprechende Wartezeiten.

Zumindest teilweise gemindert werden kann diese Zeit mit dem Entrichten einer zusätzlichen Transaktionsgebühr (Replace-by-Fee), die über die standardisierten Zuschlag hinausgeht. Da Miner die Transaktionen zuerst bearbeiten, deren Durchführung ihnen den größten Anreiz bieten, hat eine Transaktion, für die eine Extragebühr gezahlt wird, eine größere Chance, in einem frühen Block verarbeitet zu werden. Transaktionen, für die keine oder eine sehr geringe Transaktionsgebühr entrichtet werden, können daher mehrere Stunden, im schlimmsten Fall gar Tage dauern.

Beim Einstreuen einer Transaktionsgebühr gibt es jedoch verschiedene Umstände zu beachten. So hängen Art und Höhe der Gebühr vom Umfang und der Relevanz der getätigten Transaktion ab. Zudem sind die Möglichkeiten, eine Gebühr für die schnelle Entwicklung zu zahlen, von dem genutzten Wallet-Anbieter ab und unterscheidet sich von Wallet zu Wallet. Wenn die Verbuchung einer Zahlung zwingend im nächsten Block geleistet werden muss, ist eine entsprechend hohe Transaktionsgebühr vonnöten. Einige Wallets unterstützen dynamische Gebühren, und bestimmen automatisch die Höhe der benötigten Gebühr für einen kalkulierten Durchführungszeitraum.

Falls eine bereits getätigte Transaktion nicht im gewünschten Zeitfenster sein Ziel erreicht, gibt es – insofern dies von einem Großteil der Miner unterstützt wird – zudem die Möglichkeit, diese nachträglich zu beschleunigen und die Wartezeit zu verkürzen. Dieser Vorgang nennt sich Opt-In Replace-by-Fee. Damit wird die getätigte Transaktion ein zweites Mal durchgeführt – mit einer höheren Gebühr als die Erste. Da die neue Transaktion von den Minern vor der alten bearbeitet wird, verfällt die zuerst ohne Zusatzgebühr entrichtete Transaktion automatisch, da diese vom Bitcoin-Netzwerk als Double-Spending abgewiesen wird.

Festzuhalten bleibt in jedem Fall, dass eine Transaktion im Preis steigt, je schneller diese durchgeführt werden muss. Falls es zeitlich nicht allzu dringend ist, sollte demnach darüber nachgedacht werden, von dem Bestehen auf eine zeitnahe Durchführung einer Zahlung abzusehen. Angesichts der aktuellen Kursentwicklung des Bitcoin sollte man darüber hinaus generell darüber nachdenken, nicht allzu viele seiner Transaktionen in Bitcoin zu tätigen – sie könnten sich im Nachhinein als sehr viel teurer als zunächst angenommen herausstellen.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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