Was sind ethische ICOs?

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Betrüger haben mit Scam-Projekten dem Begriff des ICOs einen üblen Nachgeschmack verliehen. Während Anleger fürchten, ihr Geld nicht wiederzusehen, kämpfen ehrliche ICO-Inhaber darum, nicht in die Scam-Schublade gesteckt zu werden. Der ICO-Hype scheint eindeutig vorbei. Doch ein in Großbritannien ansässiges Krypto-Unternehmen glaubt, dass ICOs noch immer eine hervorragende Geldeinnahmequelle darstellen können – wenn sie gewissen ethischen Grundsätzen entsprechen.

Wie BTC-ECHO bereits im Mai dieses Jahres berichtete, stecken hinter vielen ICOs Betrüger, die das schnelle Geld wittern. Nur acht Prozent aller ICOs sind erfolgreich und werden auf Krypto-Börsen gelistet. Erst kürzlich überraschte Civil, als das Blockchain-Projekt das Scheitern seiner Crowdfunding-Kampagne bekannt geben musste – es hatte die Softcap nicht erreichen können. Entsprechend musste das Unternehmen den Investoren ihr Geld zurückzahlen. Da diese „Geld-zurück-Garantie bei Misserfolg“ derzeit die einzige Absicherung für Anleger ist, gelten ICOs alles andere als sicher.

ICOs im neuen Licht


Wie Crypto Briefing am 19. Oktober berichtete, will die britische Holdinggesellschaft Investx ICOs nun eine andere Konnotation verleihen und mit dem eigenen Angebot neue, ethisch vertretbare Maßstäbe setzen. Der INX Token soll ermöglichen, Dividenden-Aktien privater Unternehmen zu kaufen. Im Fokus steht hierbei vor allem die Öffnung von KMU-Investitionen für eine breitere Palette an Investoren, darunter auch Privatanleger. Die britische Financial Conduct Authority (FCA) hat bereits ihre Zustimmung gegeben.

Der geplante Public Sale für ihren Utility Token INX soll dabei strikten Prinzipien folgen. Mit der Schaffung eines Reservefonds sowie einer nachhaltigen Token-Versorgung wolle das Unternehmen das Risiko für Investoren zu reduzieren. In diesem Zuge beriet David Atkinson, Direktor von Holochain (HOT), Investx bei der Entwicklung des ethischen ICO.

Was ist ein ethischer ICO?

Atkinson ist der festen Überzeugung, dass Public Sales das Vertrauen in den Markt wiederherstellen werden. Sein eigenes Unternehmen Holochain verspricht auf der Website ein „humaneres Internet“, der ICO wurde ethisch korrekt entwickelt. Auf diese Versprechen aufmerksam geworden, bat Peter Edgar, der CEO von Investx, Atkinson um Unterstützung bei der Entwicklung des INX ICOs.

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Atkinson meint, ein ICO sei ethisch, wenn der verkaufte Token einen tatsächlichen Nutzen hat, der auf einem echten Bedarf beruht. Dazu muss das White Paper den zukünftigen Zweck des Token enthalten und genau erklären, wie dieser den Inhabern zugute kommen würde. Dazu erläutert er:

„Es liegt an den Projekten, ihr Produkt klar darzustellen und zu zeigen, dass es eine Nachfrage nach dem, was sie bauen, gibt. Mit Investx zum Beispiel müssen sie in der Lage sein, zu zeigen, dass es private Käufer gibt, die mithilfe der Blockchain Dividenden-Aktien in privaten Unternehmen kaufen wollen.“

Da die INX Token nützlich sind, weil sie den Kauf von Aktien erleichtern, erkennt Atkinson sie als ethisch an. Der spezielle Nutzen liegt dabei an der Einsparung von Rechtskosten. Zudem werden die normalerweise mit dem Kauf von Dividenden-Aktien verbundenen Zeitverzögerungen umgangen.

Ein schlechtes Image lässt sich bekanntlich nur sehr schwer wieder abstreifen. Der Ansatz, den Holochain und Investx mit ihren ethischen ICOs verfolgen, verspricht allerdings auf lange Sicht das Potential zu haben, den Ruf dieser Krypto-Crowdfunding-Strategie verbessern zu können. Nach wie vor gilt die Devise, nicht blind in vielversprechende Projekte zu investieren, sondern vorab eine ausführliche Recherche anzustellen. Die Kriterien für ethische ICOs können dabei durchaus hilfreich sein.

BTC-ECHO


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