Warum kanadische Unternehmen Bitcoin Unlimited ablehnen

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: © taa22 - Fotolia.com

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Die führenden kanadischen Bitcoin-Unternehmen, Dienstleister und Node-Betreiber sind zu einem einheitlichen Schluss gekommen: Bitcoin Unlimited wird abgelehnt.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Danny de Boer

Der Großteil des kanadischen Bitcoin-Markts glaubt, dass Bitcoin Unlimited als kontroverser Fork nicht ausgeführt werden sollte. Größere Firmen wie Honey Badger, Bitcoin PoS und “Opendime”-Hersteller Coinkite, sowie Bitcoin Broker Yuri Yerofeyev haben festgestellt, dass Bitcoin Unlimited gegen fast jedes Kriterium geht, dass für einen gesunden und günstigen Hard Fork gegeben sein muss.

Ähnlich wie in einem Statement von Armory Lead-Entwickler Andrew Chow, besser bekannt als “Goatpig”, erklärte der Dachverband Canadian Bitcoin Embassy, dass Bitcoin Unlimited von der Industrie für die folgenden sechs Gründe abgelehnt würde:

  1. Nicht vorhersehbare Aktivierung des Hard Forks und damit Unterbrechung des geregelten Betriebs der Unternehmen
  2. Fernabschaltung von Nodes, die zu einem Einfrieren der darin enthaltenen Coins führen
  3. Replay-Angriffe (Wiederholungsangriffe) die zu einem Verlust von Coins führen
  4. Umstrukturierung auf die originale Chain kann zum verlust von Coins führen
  5. Unvorhersehbarer Zuwachs von Netzwerkressourcen und damit einhergehender Zuwachs von Betriebskosten
  6. Spontane Netzwerk-Splits durch unterschiedliche Vorzüge in der Blockgröße im Netzwerk

Bitcoin Unlimited ist keine funktionierende Lösung

Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen haben kanadische unternehmen betont, dass sie keinen Hard Fork für Bitcoin Unlimited anstreben bzw. durchführen werden. Diese Haltung wird weiter eingenommen, selbst nach Androhung einer 51-Prozent Attacke durch Miner, um den Fork der Bitcoin Unlimited Software durchzusetzen.


Um Bitcoin als Marke zu schützen veröffentlichte Francis Pouliot, CEO von Satoshi Portal und Direkot der Bitcoin Embassy, ein Statement. In diesem Statement sprach im Auftrag der oben genannten kanadischen Unternehmen. Bitcoin Unlimited (BTU) soll demnach keinen Weg in Produkte oder Dienstleistungen finden, die Börsen werden sogar von einer Listung von BTU als alternative Kryptowährung absehen.

Die kanadischen Untenehmen nehmen eine andere Haltung gegen BTU ein. Selbst in dem Fall das Bitcoin Unlimited geforked wird und auf den Markt kommt, werden sie den Handel für BTU nicht freigeben und ihn nicht als Altcoin listen.

Die meisten Bitcoin-Börsen auf der Welt, darunter Bitfinex, Bitstamp und BTCC, haben kalr gemacht, dass im Falle einer Abspaltung von BTU den Nutzern ihre BTUs zugeschrieben werden. Mit diesen kann man dann handeln, wohl aber nur als Altcoin, womit dies dann eine Währung wäre die getrennt vom BTC-Netzwerk gesehen wird.

Die kanadischen Unternehmen hingegen sehen Bitcoin Unlimited nicht mehr als Teil des Bitcoin-Netzwerks an. Die Gründe liegen bei den Prinzipien der Software, sowie ihrem Entwickler-Team, dass im Konflikt mit Bitcoin steht.

Zusätzlich dazu riefen Pouliot und die kanadischen Bitcoin-Märkte dazu auf, eine klare Haltung für den Fall eines Forks anzunehmen. Den Bitcoin-Nutzern soll versichert sein, dass die digitale Währung stärker als je zuvor aus dieser Krise wachsen wird.

Pouliot sagte:

“Wir glauben, dass Bitcoin aus dieser kontroversen und schwierigen Phase stärker denn je hervorgehen wird. Es bleibt weiterhin unsere Aufgabe die Adoption des Bitcoin zu vereinfachen, den Bitcoin-Nutzern Werte zu vermitteln und knstruktiv am Bitcoin-Ökosystem teilzunehmen. Wir ermutigen Nodes auf der ganzen Welt einen klaren Stand einzunehmen und ihre Rolle im weltweiten Bitcoin-Konsens wahrzunehmen.”

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Joseph Young via Cointelegraph


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