Warum ICOs nicht nur ein Blockchain-Thema sind

Max Kops

von Max Kops

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Max Kops

Quelle: Hands kneading raw dough on table flat lay. Top view on baker workplace, working with pastry, free space on flowered table. Culinary, cooking, bakery concept / shutterstock.com

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Tokensales und ICOs sind ein Phänomen, das vor allem für Blockchain-Projekte als Finanzierungsmethode Anwendung findet. Dennoch können ICOs als weitaus mehr als eine reine Blockchain-Technologie verstanden werden.

Der Use Case von ICOs ist auf den ersten Blick leicht zu verstehen. Es werden Token ausgegeben, die Investoren zu Beginn oder vor dem Projektstart erwerben können – meist in der Hoffnung, dass diese in der Zukunft einen höheren Wert besitzen. Naturgegeben sind ICOs im Rahmen von Blockchain-Projekten entstanden, weil die Schaffung von digitalen Währungen und ihren Token diese Finanzierungsmöglichkeit geradezu begünstigt. Die Token können zur Nutzung des Projekts eingesetzt werden. Ist das Projekt erfolgreich und bietet den Nutzern einen echten Mehrwert, steigt die Nachfrage und folglich auch der Preis der Token.


Die oben beschriebene Art von Token sind sogenannte Utility Token, also jene, die tatsächlich im Rahmen des Projekts oder Services eingesetzt werden. Auf der anderen Seite gibt es die Security Token, also jene, die eine Gewinnbeteiligung sicherstellen sollen.

Schaut man sich den Markt an ICOs an, fällt auf, dass oft ein Blockchain-Bezug in den Projekten hergestellt wird. Nicht immer ist dieser aber sinnvoll. Eine Blockchain-Technologie einzusetzen, mag für manche Projekte eine Lösung zu sein, die aber (außer den generischen) keine wirklichen Vorteile gegenüber relationalen Datenbanken bietet. Daher stellt sich die Frage, ob ein Blockchain-Bezug wirklich notwendig ist, um einen erfolgreichen ICO durchzuführen.

Einer der Gründe, warum in manchen Projekten zwanghaft versucht wird, Blockchain-Technologien zu nutzen, mag der derzeitige Hype um das Buzzword Blockchain sein. Zudem werden ICOs nach wie vor als eine Finanzierungsmethode für Blockchain-Projekte verstanden – eine Meinung, die ich nicht teilen kann. Denn letztlich ist ein ICO eine Finanzierungsmethode mithilfe der Blockchain, die aber universell für jede Art von Projekten genutzt werden kann.

ICOs vereinfachen den Crowdfunding-Prozess im Allgemeinen, sodass auch Unternehmen mit traditionellen Geschäftsmodellen sie nutzen können. Statt eine Unternehmensanleihe auszugeben oder eine Crowdfunding-Kampagne zu starten, kann ein Security Token, das entsprechende Rechte verbrieft, eingesetzt werden. ICOs sollten als eine universelle Finanzierungsmethode verstanden werden und nicht länger als auf die Blockchain-Sphäre beschränkte.

Dennoch: Damit man Token Sales als Finanzierungsmethode im realen Leben einsetzen kann, muss ein regulatorischer Rahmen geschaffen werden. So sehr dies von vielen Investoren gefürchtet wird, ist dies eine Notwendigkeit, um zu garantieren, dass die in Fiatwährungen erwirtschafteten Gewinne über das Token (evtl. wieder als Fiatwährung) ausgeschüttet werden können. Bei Utility Token entfällt die Notwendigkeit, weil der Wert sich inhärent bildet. Bei ICOs, die Security Token ausgeben und Gewinnanteile verbriefen möchten, ist jedoch eine einheitliche Brücke von der Real- zur Tokenwelt notwendig.

Spannend bleibt, ob in einigen Jahren auch Bäcker und Handwerker eigene ICOs veranstalten.

BTC-ECHO

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