Bitcoin: Warum Großbanken die Blockchain in 2015 falsch verstanden haben

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Der Bitcoin Evangelist, Software-Entwickler und Journalist Chris DeRose erklärt rückblickend auf das Jahr 2015 den aktuellen Stand des Blockchain-Anwendungen und freut sich bereits darauf was 2016 bringen wird.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

lärt rückblickend auf das Jahr 2015 den aktuellen Stand des Blockchain-Anwendungen und freut sich bereits darauf was 2016 bringen wird.

Um einen Überblick über den aktuellen Stand von privaten Blockchains zu erhalten, gibt es keine bessere Möglichkeit als das anhand der diesjährigen Blockchain-Panel Konferenz zu machen.

Vor einer Gruppe namhafter Finanzexperten, waren sich “Blockchain Experten” und die Zuhörer einig: Blockchain ist die Zukunft, auch wenn es so manchen an Wissen über den Grundgedanken hinter der Blockchain-Technologie fehlte.

Mit jedem neuen Jahr kommt ein neues Publikum zum Vorschein, was unsere alltäglichen Probleme mit der Blockchain lösen will. Wie auch in jedem Jahr wurde die langweilige “notarielle Beurkundung via Blockchain” zum großen Thema gemacht.

Wenn man sich die Marketingbroschüren privater Blockchain-Anbieter durchliest, bekommt man schnell den Eindruck sie hätten eine Technologie entdeckt, die komplexe Berechnungen in einer so kurzen Zeit erledigt, die das gesamte derzeitige Finanzsystem zum erliegen bringen würde.

Beglaubigungen waren noch nie ein Feature der Blockchain und wurden gar als einer der größten “Bugs” gesehen. Wenn man einen Bitcoin-Entwickler nach den größten Problemen der Blockchain fragt, so wird der vermutlich mit der “Fungibilität” als größte Schwäche antworten.

Auch wenn in vielen Headlines zu lesen ist, dass die Großbanken die Anwendungen der Blockchain-Technologie stützen und testen,  so scheint es das die Newcomer genau das tun was Newcomer meistens machen: Sie starten ihre eigene Blockchain und fangen an ihre eigenen Token zu verkaufen.

Einzigartigt bei den neuen Marktteilnehmern ist jedoch, dass die Token als “schlecht” und die Anteile an den kursierenden Blockchains als “gut” gesehen werden. Der Unterschied zwischen Token und Anteilen an der Blockchain bleibt wage, aber von den Nuancen mal abgesehen will jeder Unterstützung für sein Investment erhalten.

Die größten Gewinner in 2015 sind und bleiben diejenigen, die sich die größten Investitionssummen sichern konnten.

Blockchain Propaganda

Computerisierte Erledigungen, Beurkundungen und Prüfsummen sind eine ausgereifte Industrie die sich in ihrer Effizienz noch nie durch etwas anderes haben behindern lassen als durch Regulierung.  Diese Regulierungen sind in der Regel effizient und reduzieren die Risiken im Finanzsektor. Die Software in dem Sektor arbeitet so präzise wie es die regulatorischen Rahmenbedingungen erlauben. Manch einer mag gar denken, dass eine Überweisung auf traditionellem Wege so lange dauert, weil die Server nicht schneller arbeiten können.

Vom anfänglichen Hype bis zu den heutigen privaten Blockchins verkaufte man die Blockchain als “die Technologie hinter Bitcoin”. Viele der Newcomer in 2015 haben sich die Propaganda zu Herzen genommen und dabei den wichtigsten Teil jedoch außer Acht gelassen: Die Reduzierung von Risiken einer Transaktion zwischen nicht vertrauenswürdigen Teilnehmern.

Egal ob man Bitcoin für eine Modeerscheinung hält oder nicht, es scheint als wenn dieses fundamentale Segment von keinem der Newcomer 2015 hinterfragt wurde.

Zum Ende 2015 hin, so scheint es, beginnt sich die Argumentation allmählich zu lüften.

Bemerkenswerterweise beginnen gerade die etablierten Zahlungsnetzwerke den wahren Zweck hinter der Blockchain zu verstehen.

American Express führte erst kürzlich eine große Finanzierungsrunde mit dem innovative Regulierungs-Arbitrage Unternehmen Abra durch. Kurz darauf stellte Visa eine eigene (wohl überlegte) Bitcoin Proof of Concept Anwendung vor.

Was verspricht die Zukunft?

Was also können wir für die Blockchain im Jahr 2016 erwarten?

Nur wenige Sektoren sind so aktiv wie der Blockchain-Sektor und damit liegt der Erfolg bereits auf der Hand. Zu den erfolgreichen Unternehmen gehören bereits die älteren Startups BitPagos und Backpage.

Zu den Startups die augenscheinlich die Blockchain-Technologie am effizientesten umgesetzt haben gehören Nitrogen Sports, eine Plattform für Sportwetten Online-Spiele und die süchtig machende  Spiele-Plattform BitKong.

Anwendungen die erfolgreich die Blockchain-Technologie implementieren und nutzen werden erfolgreich sein. Nicht weil die Menschen die Blockchain nutzen wollen, sondern weil sie es müssen. Am Horizont warten noch viel mehr “Gamechanger-Anwendungen” die mit den heutigen Standards noch vielleicht sehr ambitioniert klingen mögen, aber Gamechanger sind die Startups die den FinTech Sektor ausmachen.

Sicherlich haben auch die privaten Blockchains eine Zukunft in 2016. Jedoch wird es hier schwierig werden einen Markt für Beglaubigungen zu finden, der noch nicht von Archieve.org oder Google Docs abgedeckt ist.

Private-Blockchains werden wichtig bleiben, jedoch nicht in dem Ausmaß wie es die Unternehmen in diesem Jahr versprochen haben. Vermutlich werden die Blockchains aber den Druck auf die Regulatoren erhöhen um die regulatorischen Hürden in der Branche zu entkräften.

Disclaimer: Die Ansichten in diesem Artikel spiegeln nicht zwingend die Ansichten von BTC-Echo wider und sollten nicht BTC-Echo zugeschrieben werden.

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Chris DeRose via CoinDesk
Image Source: Fotolia

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