Warum die Blockchain den Transport in der Fischerei optimieren kann

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

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Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Quelle: Autumn harvest of carps from fishpond to christmas markets in Czech republic via Shutterstock.com

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Ein nicht unerheblicher Teil aller Fische und Meeresfrüchte wird in der Fischerei nicht korrekt etikettiert. Entsprechend nahe liegend ist hier der Gedanke, Identifizierung und Zuordnung mit Hilfe von Blockchain-Lösungen zu optimieren.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Nach Schätzungen wurden in den letzten 10 Jahren 30 % aller global transportierten Fische nicht korrekt gekennzeichnet. Besonders Barsch, Zackenbarsch und Schnapper wurden in der Vergangenheit oft falsch etikettiert – bis zu 80 %.

Schließlich gibt es, vor allem in Deutschland, klare Richtlinien, welcher Fisch vermarktet werden darf. So darf in Deutschland z.B. von der Familie der Schnapper nur “Roter Schnapper” vertrieben werden. Auch für beteiligte Unternehmen ist die falsche Kennzeichnung ein Problem, da sie sicherstellen müssen, dass jeder Fisch den sie an den Endkunden liefern formell korrekt und hygienisch einwandfrei ist.

Gegenwärtig basieren die Kontrollmechanismen überwiegend auf Papierformularen, die zwischen unzähligen internationalen Akteuren ausgetauscht werden. Überblick über Ursprung und Qualität zu behalten ist hier nicht immer einfach.

Wie soll die Blockchain konkret helfen?


Im Grunde ist die Logik die Gleiche, wie bei allen anderen Logistik-Projekten mit Hilfe einer Blockchain. Es geht darum, ein übergeordnetes System in einer Cloud zu schaffen, das alle relevanten Transportprozesse bzw. Umschläge aufzeichnet. Am Ende soll jeder einsehen können, wer an dem Transport der Fische beteiligt war.

Wie aus anderen Logistik-Projekten bekannt, könnte die Blockchain auch sinnvoll mit Daten von Sensoren verknüpft werden. So hat beispielsweise IBM in China die Kühltemperatur von Schweinehälften mittels Sensoren und der Blockchain getracked. Das Einhalten der Kühlkette ist bei Fisch und Fleisch ein enormer Risikofaktor beim Transport. Verlässliche Daten, die für jeden einsehbar wären, würden Rechtssicherheit, Transparenz und damit den Verbraucherschutz erhöhen.

Neben der Lebensmittelsicherheit geht es aber vor allem um die wirtschaftliche Effizienz im Fischhandel. Durch ein dezentrales und teils automatisiertes Management der vielen Frachtcontainer könnte die Komplexität im Transportgeschäft deutlich reduziert werden.

BTC-ECHO


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