Warum der Angriff auf die DAO gut für Ethereum ist

Warum der Angriff auf die DAO gut für Ethereum ist

Matthew Spoke ist Mitbegründer und CEO des Blockchain Startup Nuco, sowie ehemaliger Projektleiter bei Deloitte Canada, wo er an Blockchain und dezentralen Ledger Initiativen gearbeitet hat. In diesem Gastkommentar erklärt Spoke, warum der Angriff auf die Ethereum-basierte Plattform „The DAO“ nachhaltig gesehen hilfreich und nützlich für das Ethereum Projekt sein wird.

Der letzte Freitag war eine Achterbahnfahrt für jeden der mit der Ethereum Welt arbeitet, oder darin investiert hat.

Verständlicherweise kam es nach dem Tag an dem die DAO angegriffen wurde zu viel Kritik, Skepsis und Bedenken über die Zukunft von Ethereum. Aber ist das wirklich ein Grund für ernste Bedenken? Natürlich ist es kein Wunder, dass die DAO mit ihren Millionen an verlorenen Ether in den Schlagzeilen landet. Es ist klar, dass diese hauptsächlich negativ sind.

Ich denke dieser Tag sollte ein wichtiges Anwendungsfall für die Anti-Fragilität (deutsch: Anti-Zerbrechlichkeit) der neuen digitalen Technologien sein. Diese Technologien werden zu mehr Sicherheit und Sorgfalt führen, je mehr sich Ethereum entwickelt.

Das Konzept der Antifragilität wurde durch den Autor Nassim Taleb populär gemacht. Was Antifragilität ist, lässt sich am besten durch ein Zitat seines Buches „Antifragilität“ erklären: „Das Robuste hält einen Schlag aus und bleibt so wie es ist; Das Antifragile wird aber besser“.

Das ist die einzige Art und Weise wie man Ethereum, Bitcoin und andere aufkommende Technologien in der Blockchain Welt erklären kann. Ein negatives Event, wie das worüber wir hier sprechen, wird hauptsächlich zu einem stärkeren Ökosystem und sicherer Technologie führen.

Am Freitag wurden bereits viele Vergleiche gezogen, wonach The DAO das „Mt Gox für Ethereum“ werden wird. Ich bin nicht ganz abgeneigt von diesem Vergleich. Sollten wir eine Sache aus dem Zerfall von Mt Gox gezogen haben, dann das nachfolgende Börsen mit mehr Vorsicht, größerer Sorgfalt und viel mehr Sicherheitsüberprüfungen erschaffen worden sind – alles gute Dinge.

Ich denke nicht, dass meine Vorhersage ein großes Gewicht trägt, aber ich trage sie trotzdem vor: Der DAO Angriff wird wahrscheinlich rückgängig gemacht, so wie Vitalik es vorgeschlagen hat; Besitze von DAO Tokens werden die Möglichkeit bekommen ihre ETH nach dem Vorgeschlagenen Hard Fork zurückzuholen; Die Investitionen in The DAO werden geleert; und zukünftige dezentrale autonome Organisationen werden ihre Lektionen daraus ziehen.

Ethereum wird bleiben, und seit letzte Woche ist es nur stärker geworden.

Disclaimer: Die Ansichten die in diesem Artikel vorgestellt worden sind, sind einzig und allein die Ansichten und die eigene Meinung des Autors Matthew Spoke. Diese Ansichten und Meinungen sind nicht jene von BTC-Echo und können nicht als solche angesehen werden.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Matthew Spoke via coindesk

Über Danny de Boer

Danny de BoerAls Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Bildquellen

  • purple flower growing on crack street, soft focus: © ipopba - Fotolia.com

Ähnliche Artikel

Ether zu verschenken! Kriminelle ergaunerten im letzten Jahr 10 Millionen US-Dollar

Das Sicherheitsunternehmen Kaspersky mit Firmensitz in Russland veröffentlichte einen Bericht, aus dem hervorgeht, das im Jahr 2017 Kriminelle über Social Engineering Schemes Kryptowährungen im Wert von Millionen ergaunern konnten. Vor allem Ether spielt hier eine tragende Rolle. Anzeige Den Schätzungen des Forschungsteams von Kaspersky zufolge, gelang es Cyberkriminellen im Jahr 2017 durch Social Engineering Schemes […]

Meinungs-ECHO KW 28: Vitalik grillt zentralisierte Exchanges

Hier findet ihr wöchentlich eine kleine Auswahl an Meinungen aus der Sphäre der Kryptowährungen, serviert in mundgerechten Häppchen. Vitalik Buterin, der 24-jährige Ethereum-Gründer und Einhorn-Alpaka-Enthusiast, hat vergangenes Wochenende zentralisierte Exchanges in die Hölle geschickt. Vor allem die hohen Listungsgebühren für neue Coins waren für den russisch-kanadischen Programmierer ein Grund, Binance & Co. auf des Teufels […]

Texanische Regulierungsbehörde schließt 5 Krypto-Firmen

Die texanische Regulierungsbehörde hat kürzlich im Rahmen einer „Notfall-Aktion“ Unterlassungsklagen verschickt, um gleich bei fünf Krypto-Firmen den Stecker zu ziehen. Die ortsansässigen Unternehmen haben es allesamt versäumt, den Handel mit Wertpapieren anzumelden.  Das Texas State Securities Board mit Sitz in Austin dient dem Schutz der einheimischen Investoren. Im Januar machte die Behörde letztmalig auf sich […]

Regulierungs-ECHO KW#28 – Licht und Schatten rund um den Globus

In der zurückliegenden Woche ist rund um den Globus mal wieder viel in Sachen Regulierung geschehen. In unserem Regulierungs-ECHO blicken wir zum Wochenausklang zurück und fassen zusammen, was wann wo und von wem gesagt, gedacht oder beschlossen wurde. Anzeige China: PBOC-Vizegouverneur weiterhin hart gegenüber ICOs China bleibt weiterhin bei seiner harten Haltung gegenüber Initial Coin […]