Warum es Bitcoin angeblich schwer in Nigeria hat

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

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Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Nigeria Map Flag Shape

Quelle: © niroworld - Fotolia.com

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Geldtransferdienstleister sind sehr anfällig für eine Disruption durch neue Technologien. Für viele ist es an der Zeit, dass Bitcoin und andere digitale Währungen bestehende Geldtransferdienstleister ersetzen. Money Gram, einer der größten Geldtransferdienstleister neben Western Union, bestätigte allerdings erst kürzlich, dass es in Nigeria an seinem Geschäftsmodell festhalten möchte.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Auch wenn, verständlicherweise, der nigerianischen Zentralbank und den Geldtransferdienstleistern Bitcoin-Dienstleistungen ein Dorn im Auge sind gibt es keinen Grund besorgt zu sein. Die Gründe, die für eine Nutzungserweiterung von digitalen Währungen in Afrika sprechen sind deutlich stärker als die innovationsfeindlichen Eigeninteressen oben genannter Akteure.

Das Geschäftsmodell der Geldtransferdienstleister, wie Money Gram und Western Union, ist vollkommen veraltet und durch seine enormen Gebühren sehr verbraucherunfreundlich. Dennoch sind viele Menschen in den Entwicklungsländern auf ihren Service angewiesen, da sie über kein eigenes Bankkonto verfügen und folglich gezwungen sind die Dienste in Anspruch zu nehmen und Wuchergebühren zu bezahlen.

Durch Bitcoin und Co. bedarf es hingegen keines Bankkontos mehr, sodass den Menschen auch ohne Vermittler bzw. Treuhändler, wie eben Geldtransferdienstleistern, das Überweisungsgeschäft offen steht. Mithilfe digitaler Währungen bekommen über 2 Milliarden Menschen auf der Welt, die bislang über kein Bankkonto verfügen, Zugang zu Finanzdienstleistungen. Es ist daher nur eine Frage der Zeit bis das Geschäftsmodell der Geldtransferdienstleister dem Druck digitaler und dezentraler Finanzdienstleistungen nicht mehr standhalten kann.

Insbesondere in Nigeria ist das Problem einer fehlenden Lizensierung seitens der Notenbank zu vernachlässigen. Ungefähr 80 % aller Menschen in Nigeria arbeiten im so genannten informellen Sektor (Schwarzmarkt). Hier gibt es weder eine staatliche Regulierung, noch eine staatliche Besteuerung. Es ist daher nur logisch auch auf eine nicht-staatliche Währung, also digitale Währung, zurückzugreifen.

BTC-Echo

Englische Originalversion von JP Buntix via NewsBtc


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