US-Verteidigungsministerium erwägt Atomwaffen mithilfe der Blockchain zu sichern

Quelle: © Romolo Tavani - Fotolia.com

US-Verteidigungsministerium erwägt Atomwaffen mithilfe der Blockchain zu sichern

Nachdem schon viele mögliche Anwendungsgebiete für die Blockchain identifiziert worden sind, hat auch das Militär seit einiger Zeit sein Interesse an der Technologie bekundet. Entsprechend ist das US-Verteilungsministerium an der transparenten und unveränderlichen Natur der Bitcoin-Blockchain interessiert, um manipulationssichere Computersysteme zu entwickeln. Folglich wird dabei auch der Gedanke aufgeworfen, dass das Atomwaffenarsenal der USA von neuen IT-Sicherheitsstandards profitieren könnte.

Wie aus mehreren Berichten hervorgeht unterstützt eine Abteilung aus dem US-Verteidigungsministerium, die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), die Erforschung der Blockchain-Technologie, um hochsensible Daten zu sichern. Auch andere Abteilungen der US-Regierung, wie z.B. das Department of Homeland Security (DHS), investieren in die Blockchain. Während das DHS an der Informationssicherung von grenzschutzrelevanten Daten interessiert ist, konzentriert sich das US-Verteidigungsministerium auf Projekte, die eine kryptografisch verschlüsselte Kommunikation und Integrität von Informationen ermöglichen.

Insbesondere im Bereich der Aufzeichnung und Registrierung, wo es wichtig ist jede Aktivität im Netzwerk nachverfolgen zu können, kann die Blockchain-Technologie sinnvoll eingesetzt werden.

So formuliert der Programm-Manager von DARPA, Timothy Booher:

“Jedes Mal wenn Waffen eingesetzt werden, ist die Datenintegrität von höchster Bedeutung… Folglich ist die Befehlsgewalt und Kontrolle über Nuklearwaffen, über Satelliten und auch ganz Allgemein über den Informationsfluss absolut entscheidend.”

Das gegenwärtige Projekt wird von Galois angeleitet. Es handelt sich dabei um eine IT-Sicherheitsfirma, die mithilfe der Blockchain von Guardtime (Um was für eine Blockchain es sich hierbei genau handelt, könnt ihr u.a. diesem Artikel entnehmen) versucht ein Verschlüsselungssystem für Verteidigungssysteme zu entwickeln – das US-Verteidigungsministerium unterstützt Galois mit 1,8 Millionen US-Dollar.

So äußert Booher:

“Sobald Galois es gelingt brauchbare Ergebnisse zu erzielen und wir in der Lage sind die Sicherheitseigenschaften der Technologie zu verstehen, wird es eine Reihe von Meetings zur Intensivierung des Dialogs geben.”

Das primäre Ziel des US-Verteilungsministeriums ist vorerst der Schutz vor Hackerangriffen. Sollte sich hier die Blockchain als zielführend erweisen, so kann über weitere Anwendungen im Bereich der militärischen Verteidigung nachgedacht werden.

Kommentar von Sven Wagenknecht, BTC-ECHO:

Es ist schließlich kein Geheimnis, dass militärische Konflikte immer stärker im virtuellen Raum ausgetragen werden, indem beispielsweise die gegnerische Netzwerkinfrastruktur angegriffen wird. Eine Teilimplementierung blockchainbasierender Netzwerklösungen an sicherheitsrelevanten IT-Schnittstellen könnte zukünftig für eine höhere Sicherheit im militärischen Bereich sorgen. Auch wenn praxisnahe Anwendungen mit Sicherheit noch etwas Zeit benötigen, so kann es nicht schaden sich bereits rechtzeitig mit der Blockchain-Technologie auseinanderzusetzen. Inwiefern es Bestrebungen seitens der Bundeswehr bzw. dem Bundesministerium für Verteidigung gibt, die Blockchain zu erforschen, ist nicht bekannt. Immerhin werden innerhalb der nächsten fünf Jahre 13.500 Soldaten für die neue Abteilung “Cyber- und Informationsraum” bei der Bundeswehr eingesetzt. Wer weiß, vielleicht werden hier auch zukünftig Blockchain-Projekte vorangetrieben.

BTC-ECHO

Englische Originalversion von Gautham via NewsBtc

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