Finanzaufsicht, Vereinigte Arabische Emirate: Finanzaufsicht warnt vor ICOs

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/download/confirm/387005914?size=medium_jpg

Vereinigte Arabische Emirate: Finanzaufsicht warnt vor ICOs

Die Finanzaufsicht SEC der Vereinigten Arabischen Emirate warnt vor den Risiken neuer Kryptowährungen, sogenannten Initial Coin Offerings (ICOs). In einem Rundschreiben verweist die Behörde dabei auf die Risiken von Fundraising-Verkäufen, wie ICO oder Token Presales. Zwar wird damit der kritische Ton im Land lauter – wirtschaftspolitische Eingriffe und Regulierungen lassen trotz aller Kritik am Golf bisher dennoch auf sich warten.

Die Risiken sieht die Behörde in erster Linie darin begründet, dass investitionswilligen Bürgern nicht klar sein könnte, worin sie ihr Geld anlegen. So wären ICOs oftmals gänzlich unreguliert und deshalb eine Betrugsgefahr.

Zudem wären große Preisschwankungen zu erwarten, sobald die jeweiligen Währungen auf Sekundär- und Massenmärkten erhältlich sind. Dies liegt jedoch in der Natur der Sache. Denn bei sogenannten ICO Presales wird normalerweise zunächst zu viel geringeren Preisen verkauft als beim Massenverkauf. Oftmals dient der Presale als Startrampe und Fundament für weitere Infrastruktur vor dem Sprung ins Massengeschäft.

Besonders Investitionen in ausländische ICOs  werden im Rundbrief als Problem dargestellt, da Investoren auch hier auf Klarheit über die konkreten regulatorischen Gegebenheiten fehlen würde. In diesem Zuge betont die Finanzaufsicht, sie würde ICOs im Gegenzug weder regulieren noch überwachen.


Finanzaufsicht, Vereinigte Arabische Emirate: Finanzaufsicht warnt vor ICOs
[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

So heißt es in dem Schreiben:

„ICOs können von ausländischen Quellen herausgegeben werden und unterliegen deshalb Gesetzen und Regularien, die sich nur schwer zu verifizieren lassen. Die Rückverfolgung und Erstattung im Falle eines ICO-Kollapses könnte sich als extrem schwierig herausstellen.“

Damit will die SCA unmissverständlich deutlich machen: Wer sich verspekuliert, bleibt auf seinen Verlusten sitzen.

Zentralbank in kritisch-abwartender Haltung

Wie Golf-Medien berichten, laufen zwar seit Dezember vergangenen Jahres Bestrebungen der Zentralbanken Saudi-Arabiens und seines kleinen Bruders, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kryptowährungen für den Binnenhandel nutzbar zu machen. Dennoch sieht man im Land das internationale Finanzgeschäft rund um Kryptowährungen zumeist kritisch.

So betonte etwa der Leiter der staatlichen Investitionsaufsicht,  Mubarak Rashed Al Mansouri, noch im Oktober, es mangele an Aufsicht des Bitcoins. Er warnte, Kryptowährungen könnten Geldwäsche und Terror-Finanzierung dienen. So haben Krypto-Unternehmen im Land einen schweren Stand und kaum Chance Fuß zu fassen. Die Zentralbank erteilt ihnen keine Lizenzen. Noch bestehen im Golfstaat keinerlei unmittelbaren regulatorischen Eingriffe. Dass diese jedoch bereits auf dem Weg seien, ließ Al Mansouri letzten Februar erahnen.

UAE – Reich dank Öl

Die Wirtschaft der Vereinigten Arabischen Emirate ist nach Saudi-Arabien nicht nur die zweitstärkste der Golfregion, sondern damit der gesamten arabischen Welt. Arabische Investoren spielen als zahlungskräftige Geldgeber nicht nur in den heimischen Industriehubs eine wichtige Rolle– sondern auch auf den internationalen Finanzmärkten. Quelle ihres Wohlstands ist der wichtigste Bodenschatz der Region: Öl. Inwiefern ihr Geld bisher in Kryptowährungen steckt, ist reine Mutmaßung. Etabliert sich etwa der Bitcoin allerdings weiter im konventionellen Finanzwesen, dürfte das auch für die Herren aus Dubai und Abu-Dhabi von höchstem Interesse sein. Und der Schritt zu neuen Kryptowährungen und ICOs wäre nicht weit.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Finanzaufsicht, Vereinigte Arabische Emirate: Finanzaufsicht warnt vor ICOs

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Finanzaufsicht, Vereinigte Arabische Emirate: Finanzaufsicht warnt vor ICOs
JPMorgan: Blockchain-Netzwerk IIN soll Japan im Kampf gegen Geldwäsche helfen
Blockchain

Japan hat ein Geldwäsche-Problem. Abhilfe könnte JPMorgans Interbank Information Network schaffen, das Banken weltweit vernetzt und die Verfolgung von Geldwäscheaktivitäten sowie die Zusammenarbeit mit Behörden erleichtert. Das Blockchain-Netzwerk soll daher ab kommendem Jahr von japanischen Banken genutzt werden.

Finanzaufsicht, Vereinigte Arabische Emirate: Finanzaufsicht warnt vor ICOs
Ukraine: Neuer Gesetzentwurf reguliert Krypto-Assets
Regulierung

Die Abgeordneten des ukrainischen Parlaments, der Werchowna Rada, verabschiedeten in zweiter Sitzung einen Gesetzentwurf zur Regulierung des Krypto-Markts bei gleicher Umsetzung der FATF-Standards zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung. Der Entwurf enthält eine Gesetzesänderung zur Regulierung von Krypto-Assets und den Zuständigkeiten der Behörden. Eine Verabschiedung des Gesetzes in dritter Sitzung gilt als wahrscheinlich.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Finanzaufsicht, Vereinigte Arabische Emirate: Finanzaufsicht warnt vor ICOs
Plus Token gehört zu den Top 10 der reichsten Ethereum-Adressen
Blockchain

Der mutmaßliche Plus Token Scam nennt inzwischen eine der 10 reichsten Ethereum-Adressen sein eigen. Letzte Informationen geben Hinweise auf die Verschleierungstaktik des ehemaligen Initial Coin Offerings (ICO).

Finanzaufsicht, Vereinigte Arabische Emirate: Finanzaufsicht warnt vor ICOs
Bitcoin & Co.: US-Börsenaufsicht verklagt ICO-Betreiber
Sicherheit

Die Securities and Exchange Commission (SEC), hat am 11. Dezember gegen einen Betreiber eines Initial Coin Offering (ICO) Klage eingereicht. Sein Unternehmen soll Investoren betrogen und dabei 42 Millionen US-Dollar eingesammelt haben.

Finanzaufsicht, Vereinigte Arabische Emirate: Finanzaufsicht warnt vor ICOs
Wetten auf der Blockchain: Für jeden und auf alles – Ein Interview mit den Gründern von DigiOptions
Interview

Die Blockchain-Technologie kann nicht nur genutzt werden, um einen dezentralen Handel von Bitcoin & Co. zu ermöglichen. Mit DigiOptions sollen zukünftig neue Wettmärkte erschlossen werden, die weit über den Handel mit Kryptowährungen hinausgehen. Was bis vor ein paar Jahren an zu vielen technischen und regulatorischen Hürden gescheitert ist, kann nun auf der Ethereum Blockchain verwirklicht werden. Wie die digitalen Optionen funktionieren, warum auch das Wetter getradet werden kann und wie man es schafft, für genügend Liquidität in einem Wettmarkt zu sorgen, haben uns die Gründer von DigiOptions Holger und Ulf Bartel im Interview verraten.

Finanzaufsicht, Vereinigte Arabische Emirate: Finanzaufsicht warnt vor ICOs
Nike patentiert Schuh-Token auf Ethereum Blockchain
Blockchain

Nike Sneaker in limitierter Sonderauflage werden in China bereits wie Aktien gehandelt und mit Preisaufschlag weiterverkauft. Damit tatsächlich nur die Originalmodelle im Sekundärmarkt gehandelt werden, hat Nike jetzt einen Schuh-Token patentiert, der Besitzrechte über die Blockchain verifiziert.

Angesagt

BitClub Network soll 722 Millionen US-Dollar ergaunert haben
Bitcoin

Das weite Feld der Krypto-Investments ist nicht frei von schwarzen Schafen. Den jüngsten Beleg hierfür liefert ein Fall aus den USA. Die Betreiber des BitClub Network gaben an, mit ihrer Plattform Investitionen für Bitcoin Mining Pools zu sammeln. Die US-Staatsanwaltschaft beurteilt das Geschäftsmodell indessen ein wenig anders. Sie erhob Anklage wegen Betrugs.

Stable Coin mit IWF-Orientierung: Nobelpreisträger macht Libra Konkurrenz
Altcoins

Der geplante Facebook Coin Libra bekommt Konkurrenz. Das Saga-Projekt unter Nobelpreisträger Myron Scholes soll sich am Sonderzeihungsrecht des internationalen Währungsfonds orientieren.

Bitcoin-Dominanz braucht Impulse – Gesamtmarktbetrachtung
Kursanalyse

Auch diese Woche tendiert die Bitcoin-Dominanz trotz einer fallenden Marktkapitalisierung weiter seitlich. Spekulationen um große Bewegungen bei Bitcoin (BTC) sorgen für Nervosität bei den Anlegern. Viele Altcoins müssen wie Bitcoin ebenfalls Kursabschläge hinnehmen.

Tezos-Kurs: Höhenflug beim „Ethereum-Killer“
Altcoins

Der Tezos-Kurs konnte sich innerhalb der letzten Woche durch starke Aufwärtstendenzen vom restlichen Krypto-Markt absetzen. Während der Bitcoin-Kurs etwa in den vergangenen sieben Tagen zarte Verluste von 0,69 Prozent verkraften musste, legte der Tezos-Kurs um satte 16 Prozent zu.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: