Venezuela will OPEC den Petro aufdrängen

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Venezuela will die landeseigene Kryptowährung, den Petro, offenbar mit Nachdruck durchsetzen. In diesem Zusammenhang versucht die Regierung um Staatspräsident Nicolás Maduro, OPEC vom Petro zu überzeugen. So soll der Petro die Währung für den internationalen Rohölhandel werden.

Venezuela, der Petro und der Rohölhandel – ein Trauerspiel in unzähligen Akten. Die Wirtschaft des Landes ist am Ende. Bereits jetzt verzeichnet Deutschland doppelt so viele Asylbewerber aus dem südamerikanischen Land wie in 2017. Insgesamt sind es gar drei Millionen Venezolaner, die in anderen Ländern leben. Nach UN-Angaben seien es demnach täglich bis zu 6.000 Menschen, die das Land verlassen – bei einer Einwohnerzahl von ehemals 31 Millionen Menschen (Stand Juli 2017). Aufgrund des Devisenmangels könne das erdölreichste Land der Erde außerdem kaum noch für Lebensmittel, Medikamente oder Dinge des täglichen Bedarfs sorgen, wie Deutsche Welle berichtet. Kurz gesagt: Die Zustände sind katastrophal.

Petro soll das Land retten

Um das Ruder des in der Karibik untergehenden Schiffes herumzureißen, rief Präsident Nicolás Maduro eine landeseigene Kryptowährung ins Leben. Mit dem Petro, der angeblich von den Erdölreserven des Landes gedeckt sein soll, wollte (und will) er die Wirtschaft des Landes noch einmal retten. (Und dabei ganz nebenbei US-amerikanische Sanktionen umgehen).

OPEC soll die Kryptowährung akzeptieren

Während das Land im Norden Südamerikas dadurch aber eher ausblutet als gerettet zu werden, versucht Präsident Nicolás Maduro nun, den Petro unter das (internationale) Volk zu mischen. Lokalen Medienberichten zufolge verkündete der Vorsitzende der staatlichen Ölfirma, dass ab dem kommenden Jahr venezolanisches Öl ausschließlich mit dem Petro gehandelt werden könne. Laut des Ölministers Manuel Quevedo sei die Kryptowährung damit ein wichtiges Mittel, um das Land zu retten.

Dadurch schließt das Land an einen Plan an, den es bereits im Februar verfolgte. So will die Regierung der internationalen Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) den Petro aufzwingen. Im gleichen Zuge versuchte Venezuela Indien zudem – erfolglos – mit einem 30-prozentigen Rabatt auf das Rohöl davon zu überzeugen, dieses zu kaufen.

Ob die Kryptowährung tatsächlich von Erdölreserven gedeckt ist, ist nach wie vor umstritten. Bisher basierte der „Gegenwert“ lediglich auf Schätzungen des vorhandenen Erdölvorkommens.

BTC-ECHO


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