Venezuela: Nächster Schritt Krypto-Bank

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Quelle: oil production in Venezuela (3d-illustration) via Shutterstock

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Venezuela machte in diesem Jahr bereits mit der Einführung einer eigenen nationalen Kryptowährung auf sich aufmerksam. Doch das Land ist bereit, in Sachen Krypto noch einen Schritt weiterzugehen. So plant die Regierung bereits den Aufbau einer eigenen digitalen Krypto-Bank für das Land.

Am 20. Februar startete der Pre-Sale der ersten staatlich herausgegebenen Kryptowährung. Mit dem Petro verfolgte die venezolanische Regierung vor allem das Ziel, sich stärker unabhängig vom globalen Finanzsystem zu positionieren, das noch immer von US-Dollar dominiert wird. Die Währung soll deshalb in Anlehnung an den inzwischen abgeschafften Goldstandard an die nationalen Ölreserven des Landes geknüpft sein. Eine weitere Motivation der Regierung dürfte eine Reaktion auf die galoppierende Inflation und die Entwertung des Bolivar, der eigentlichen Landeswährung, sein.


Glaubt man offiziellen Angaben, dann ist der Petro in seinen ersten Monaten ein voller Erfolg. Am ersten Tag des Pre-Sales konnte die venezolanische Regierung mit dem Verkauf des Petro 735 Millionen US-Dollar einnehmen. Dabei soll der ICO des Petro insgesamt mehr als 5 Milliarden US-Dollar in die Staatskassen gespült haben – siehe Video:

Eine eigene Krypto-Bank für den Petro

Nun zeigt sich Venezuela gewillt, die Krypto-Manie noch einen Schritt weiterzutragen. So berichtet Telesur von den Plänen der Regierung, nun auch eine nationale Krypto-Bank auf die Beine zu stellen. Wie Präsident Maduro in der vergangenen Woche bekannt gab, will er dafür 20 Millionen Petro bereitstellen. Das entspricht einer Grundausstattung von etwa 1,2 Milliarden US-Dollar, um Initiativen im Kryptobereich zu unterstützen. Die Bank soll sich an die Jugendlichen und Studenten des Landes richten.

Mit der Bank soll die Nutzung des Petro weiter vorangetrieben und im Land etabliert werden. Die tatsächliche Verwendung des Petro läuft nämlich eher schleppend an. Vergeblich versuchte Maduro bereits, den Petro bei den Nachbarländern Venezuelas durchzudrücken. Aber auch die USA zeigen sich bisher wenig kooperativ gegenüber dem Neuankömmling in der Kryptowelt. Präsident Trump hat den US-Bürgern bereits jeglichen Umgang mit der venezolanischen Kryptowährung verboten. Es bleibt abzuwarten, ob die Gründung der Krypto-Bank dem Petro zu mehr Erfolgen verhilft.

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