Venezuela drängt Nachbarstaaten, den Petro zu akzeptieren

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/porlamar-venezuela-september-17th-2016-venezuelan-510532726?src=p9neFoMjx_9XWpVGZbNeDg-1-11

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Der Präsident von Venezuela Nicolás Maduro hat den Mitgliedern des Handelspaktes ALBA-TCP vorgeschlagen, die von ihm geplante Kryptowährung Petro zu akzeptieren. Dies diene der „mutigen“ und „kreativen“ Integration des 21. Jahrhunderts, versuchte Maduro die Regierungen der zehn anderen Nationen von seinem Vorhaben zu überzeugen. Das venezulanische Parlament kündigte derweil an, den Petro zu verbieten, weil dieser nicht verfassungskonform sei.

Vergangenen Freitag wurde eine außerordentliche Sitzung des Politischen Rates der „Bolivarianischen Allianz für die Völker Amerikas“ (ALBA-TCP) in Caracas abgehalten. Dies ist sowohl ein wirtschaftliches als auch politisches Bündnis bestehend aus insgesamt elf Staaten Lateinamerikas und der Karibik. Das von Hugo Chávez gegründete Bündnis soll einen Gegenpol zur von der USA geplanten Freihandelszone ALCA darstellen. Zum Abschluss der außerordentlichen Sitzung schlug Maduro den „Bruderregierungen“ die Integration seines geplanten Krypto-Coins Petro vor. Maduro glaubt, seine Währung würde alle bisherigen ablösen, mit denen bereits gehandelt wird. Der Staatschef prophezeite die Einführung innerhalb der nächsten Tage.


Der Präsident erhält allerdings heftigen Gegenwind aus dem Parlament, welches von der Opposition kontrolliert wird. Dieses hat den Petro vorab für illegal erklärt, weil damit ein Bruch der Verfassung einhergehen soll. Die neue Kryptowährung soll nach Ansicht des Parlaments zustimmungspflichtig sein, weil es sich um eine Form der Schuldenaufnahme handelt. Jeder Petro-Coin soll jeweils mit einem Barrel Erdöl aus den Reserven Venezuelas hinterlegt werden. Die Opposition schäumte öffentlich wegen des Ausverkaufs der fossilen Brennstoffe des Landes. Der Petro öffne zudem Tür und Tor für Korruption, wurden Oppositionspolitiker in der Presse zitiert. Die hinterlegten Sicherheiten seien ehedem hinfällig, sofern der jetzige Staatschef die nächste Wahl verlieren sollte. Auch wenn Maduro mithilfe der Kryptowährung die US-Sanktionen erfolgreich umgehen kann, dürfte das Verbot bei den Anlegern die Attraktivität des neuen Coins beträchtlich senken. Durch die Ausgabe des Petro hofft Maduro 5,9 Milliarden US-Dollar einzunehmen, um die heimische Wirtschaft zu modernisieren.

Seit Maduros Niederlage bei den Parlamentswahlen besteht eine regelrechte Patt-Situation, wodurch das Land gelähmt wird. Der venezulanische Präsident hat schon wiederholt die Anordnungen der parlamentarischen Mehrheit ignoriert, weil er vom Verfassungsgericht geschützt wird, welches immer wieder die erlassenen Gesetze des Parlaments blockiert. Von daher ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar, ob der Krypto-Petro in den kommenden Tagen kommen wird. Fest steht: Wenn Maduros Partei die nächsten Wahlen gewinnen will, muss etwas passieren. Das Land leidet an einer galoppierenden Inflation nebst einem sich schnell ausbreitenden Nahrungs- und Medikamentenmangel. Ob der Petro wie gehofft die Nation aus der tiefen Krise führen kann bleibt abzuwarten. Maduro twitterte zwar, die Sitzung der ALBA-TCP-Staaten habe zwischen den Nationen die “Freundschaft und Zusammenarbeit” gestärkt. Wie man vergangenen Freitag auf seinen Vorschlag reagiert hat, darauf ging er hingegen nicht ein.

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