Usbekistan: Bitcoin Minern droht drastische Strompreiserhöhung

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Man sieht mehrere Mining-Geräte und helles rotes Licht

Quelle: Shutterstock

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Der zentralasiatische Staat Usbekistan kündigt drastische Steuererhöhungen als Instrument gegen exzessives Krypto-Mining an. Die Maßnahmen berufen sich auf erhöhten Stromverbrauch und sollen die Miner mit einer neuen Steuer belegen. Die Abgaben sollen um 300 Prozent wachsen. Damit schränkt die Regierung in Usbekistan extrem laxe Krypto-Gesetze ein. Beobachter befürchten einen negativen Effekt auf die Volkswirtschaft.

Die Regierung in Usbekistan sagt Bitcoin Minern den Kampf an. Dies geht aus einem Dokument hervor, welches das usbekische Energieministerium am 27. September veröffentlichte. In der Verordnung  kündigt das Ministerkabinett im Nachgang an eine Stellungnahme des Präsidenten vom 22. August eine neue Steuer an. Diese bezieht sich auf Personen, die einen besonders hohen Energieverbrauch (durch Mining) haben. Die neue Steuer wird den bisherigen Strompreis demnach verdreifachen. Die Maßnahmen sollen bereits am 12. Oktober überarbeitet und kommentiert werden. Nach ihrer Umsetzung sollen sie indes direkte Konsequenzen für die Betroffenen mit sich bringen.

So heißt es in der Verordnung 8512: „Die Verbraucher, […], die Aktivitäten mit Krypto-Anlagen, einschließlich des Mining durchführen, zahlen für Strom [das Dreifache] des etablierten Tarifs der entsprechenden Tarifgruppe.“ Die Überwachung der durchgeführten Maßnahmen obliegt dem Ministerkabinett Usbekistans sowie dem Energieminister Sultanov.

Usbekistan: Energieautarkes Paradies für Krypto-Fans?

Shavkat Mirziyoyev, Präsident von Usbekistan, publizierte im August ein Statement „mit beschleunigten Maßnahmen für die Erhöhung der Energieeffizienz in wirtschaftlichen Sektoren und der gesellschaftlichen Sphäre, Implementierung von Energiespartechnologien sowie Entwicklung erneuerbarer Energiequellen.“

Im September 2018 erließ Präsident Mirziyoyev außerdem einen Entwicklungsfonds auf Blockchain-Basis. Dieser Digitaltrust integrierte verschiedene staatliche Projekte, wie beispielsweise Maßnahmen zu Finanzierung von Bildung, Gesundheitsvorsorge und Kultur. Weiterhin sollte er als Anreiz für internationale Investoren dienen, in Usbekistans digitale Entwicklung zu investieren.

Zuvor begannen viele Bitcoin-Fans in Usbekistan mit dem Mining von Kryptowährungen. Trading und Mining waren zudem legalisiert und blieben unversteuert. Diese Privilegien blieben allerdings weitestgehend usbekischen Bürgern vorbehalten. Usbekistan ist aufgrund großer Öl- und Gasvorkommen nicht auf Energieimporte angewiesen. Entsprechend ist der Strom billig und das Mining profitabel. Der Strompreis beläuft sich auf etwa 3,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh).

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