USA: Metropolitan Bank auf Kuschelkurs mit Kryptoanlegern

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Quelle: Golden Bitcoin laying on a pillow via shutterstock

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Bisher lautet das Credo der meisten Finanzinstitute noch: Blockchain ja bitte, Bitcoin nein danke. In den USA hält eine „kleine“ Bank dagegen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Die US-amerikanische Metropolitan Commercial Bank steht in der Bankenwelt ziemlich alleine da. Das Kreditinstitut hat nämlich keine Berührungsängste mit Kunden aus der Kryptobranche, wie aus einer Investorenpräsentation hervorgeht. Immerhin 3,4 Millionen US-Dollar konnte die Bank im ersten Quartal dieses Jahres nur durch ihre Kunden aus dem Kryptobereich einnehmen. Wem dieser Betrag als „Peanuts“ erscheint, sollte bedenken, dass die Metropolitan Commercial Bank eine verhältnismäßig kleine Bank ist. Mit einem Gesamtvolumen von 1,9 Milliarden US-Dollar verwaltet die Bank nur einen Bruchteil dessen, was beispielsweise Branchenriesen wie JPMorgan Chase (2017: > 2,5 Billionen US-Dollar) stemmen.

Nichtsdestotrotz konnte die Bank einen Zuwachs ihrer zinsunabhängigen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 300 Prozent steigern – auch dank des Klientels aus der Kryptobranche.

Zu diesem zählt neben der Kryptobörse Coinbase auch der Bitcoin-Finanzdienstleister BitPay. Beide benutzen die Bank unter anderem für die Abwicklung ihrer Geschäfte mit Bitcoin-Debitkarten, was jener schon den Spitznamen „Bitcoin Bank“ einbrachte. Der Beiname ist jedoch etwas irreführend, wickelt die Metropolitan Bank doch auch für ihre Kryptokunden lediglich Fiat-Geschäfte ab, ohne selbst direkte Berührungspunkte mit Kryptowährungen zu haben. Trotzdem gibt es bisher neben der Metropolitan Bank kaum ein anderes Kreditinstitut, das sich der Kryptoszene gegenüber so aufgeschlossen zeigt.


Das liegt auch an dem großen Wachstumspotenzial der Branche. Gerade der enorme Zuwachs der zinsunabhängigen Einkünfte – beispielsweise aus Überweisungs- und Kontoführungsgebühren – lässt so manche Konkurrenz vor Neid erblassen. Zum Vergleich: Dem 300-Prozent-Wachstum der Metropolitan Bank steht in diesem Bereich ein Branchendurchschnitt von lediglich 7,9 Prozent gegenüber.

Kryptogeschäfte bleiben auf USA beschränkt

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Das trifft besonders auf das Geschäft mit Kryptowährungen zu. Die Metropolitan Bank trotzt den Risiken bisher erfolgreich. Das liegt zum einen an der sorgfältigen Prüfung neuer Kunden aus der Kryptobranche; diese müssen den Compliance-Ansprüchen der Bank genügen. Zum anderen hat der offene Dialog mit den Regulierungsbehörden eine zentrale Bedeutung für das Risikomanagement der Bank. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Bank Kryptogeschäfte nur national abwickelt. Gerüchte vom Beginn des Jahres, diese Einschränkung sei aus einem internationalen Betrugsfall hervorgegangen, dementierte die Bank bereits im Januar.

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