USA: Banken unterbinden Kauf von Kryptowährungen

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/buy-bitcoins-online-using-credit-debit-778989976?src=FCOUR1hJxz0tCrfJHCujBA-1-7

USA: Banken unterbinden Kauf von Kryptowährungen

Wie der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, gaben mehrere große US-Banken bekannt, dass sie spätestens ab dem heutigen Sonntag wegen möglicher Kursverluste keinen Ankauf mehr von Kryptowährungen mit ihren Kreditkarten erlauben. Kunden dieser Banken müssen für derartige Transaktionen eine der angebotenen Debit-Karten nutzen, bei der der Kaufpreis unmittelbar vom Bankkonto abgebucht wird.

Kunden der US-amerikanischen Investmentbanken JPMorgan Chase & Co., der Citigroup Inc. und der Bank of America Corp. können ab heute keine Kryptowährungen mehr mit ihren Kreditkarten erwerben. Die Unternehmen wollen nach eigenen Angaben kein „herabfallendes Messer mehr finanzieren“, wie es hieß. Die Bank of America unterbindet den Kauf bereits seit letztem Freitag. Die Sprecherin der Citigroup, Jennifer Bombardier, wurde zitiert, man werde nun die hauseigenen Leitlinien überprüfen, weil sich der Krypto-Markt so rasant entwickelt hat.

Die neue Sperre gilt gleichermaßen für Kreditkarten von Privat- als auch von Firmenkunden. Mit den sogenannten Debit-Karten können aber weiterhin Kryptowährungen gekauft werden, denn dabei wird der Betrag sofort vom Konto abgebucht. Für die Bank als auch den Kreditkartenbetreiber entsteht somit vom Kauf bis zur Abrechnung aufgrund möglicher Kursschwankungen kein Risiko. Die Kreditkartenunternehmen haben die Befürchtung, sie könnten aufgrund der großen Kursverluste diverser Coins auf ihren Kosten sitzen bleiben.

Für die Eigentümer der Kreditkarten dient die Sperre auch ihrer eigenen Sicherheit, denn dadurch können auch Cyberkriminelle mit geklauten Kreditkarten keine Kryptowährungen mehr erwerben. Zudem wurden die Banken von den Behörden unlängst dazu aufgefordert, alle Transaktionen ihrer Kunden sichtbar zu machen. Im Fall des Ankaufs von Kryptowährungen können die Behörden der Spur des Geldes aber nicht mehr effektiv folgen.

David Nelms, der CEO des US-Finanzdienstleisters Discover, sagte Bloomberg schon Ende Januar in einem Interview, es gebe gute Gründe für eine solche Kreditkarten-Sperre. Sein Unternehmen habe zudem kein Interesse am Krypto-Markt und wolle diesen auch nicht unterstützen. Ob sich diese Einstellung künftig ändern wird, hänge aber von den Bedürfnissen der Mehrheit seiner Kunden ab, so Nelms. Bleibt also abzuwarten, ob diesbezüglich noch ein Richtungswechsel stattfinden wird.

BTC-ECHO

JETZT NEU: DER BTC-NAVIGATOR

Das deutschsprachige Blockchain-Ökosystem an einem Platz vereint:

HANDELSPLÄTZEJOBSEVENTSUNTERNEHMENPRODUKTEAKZEPTANZSTELLENWEBSEITEN

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin Suisse beantragt Schweizer Banklizenz
Bitcoin Suisse beantragt Schweizer Banklizenz
Regulierung

Bitcoin Suisse hat eine Schweizer Banklizenz und eine Effektenhändlerlizenz bei der Schweizer Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA beantragt. Damit will das Unternehmen ihr Produktporfolio weiter ausbauen.

Japan entwickelt offenbar „Swift“ für Bitcoin & Co.
Japan entwickelt offenbar „Swift“ für Bitcoin & Co.
Regulierung

Die Regierung Japans plant laut Medienberichten, ein SWIFT-ähnliches Netzwerk für den Zahlungsverkehr mit Bitcoin, Ripple, Ethereum und Konsorten zu entwickeln. Das Zahlungsnetzwerk soll unter anderem dazu dienen, Geldwäsche durch Kryptowährungen zu vermeiden.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Die eigene DNA zu Geld machen: Start-up will Genmarkt mithilfe von DLT öffnen
Die eigene DNA zu Geld machen: Start-up will Genmarkt mithilfe von DLT öffnen
Blockchain

Das Start-up EDNA will mithilfe der Blockchain-Technologie mehr Menschen Zugang zum weltweiten Markt für DNA verschaffen. Gemeinsam mit dem Singapurer Finanzdienstleister WORBLI entwickelt das Unternehmen eine App, welche menschliches Erbgut sicher auf EOSIO-Blockchains registrieren und Nutzern gleichzeitig über Smart Contracts eine faire Aufwandsentschädigung zukommen lassen soll. Im Zuge intensiver Genforschung boomt der Handel mit menschlichen Genen derzeit. Für ihr Erbgut erhalten DNA-Spender jedoch oft nur einen Bruchteil des Marktwertes.

Bitcoin-Marktsentiment: Volatilität erreicht neue Höhen
Bitcoin-Marktsentiment: Volatilität erreicht neue Höhen
Bitcoin

Kraken veröffentlicht seine Marktanalyse für den Monat Juni. Demnach erreicht die Bitcoin-Volatilität wieder neue Höhen. Im selben Zug sei ein Fortsetzen des Kurstrends, der seit April dieses Jahres besteht, zu beobachten.

Gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht Entschädigungen für Kunden
Gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht Entschädigungen für Kunden
Sicherheit

Die gehackte Bitcoin-Börse BITPoints verspricht, ihre Kunden zu entschädigen. Das Ungewöhnliche daran: Die geprellten Kunden werden in Kryptowährungen ausgezahlt. Was ist von einer solchen Geschäftspraxis zu halten?

Bitcoin Suisse beantragt Schweizer Banklizenz
Bitcoin Suisse beantragt Schweizer Banklizenz
Regulierung

Bitcoin Suisse hat eine Schweizer Banklizenz und eine Effektenhändlerlizenz bei der Schweizer Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA beantragt. Damit will das Unternehmen ihr Produktporfolio weiter ausbauen.

Angesagt

Phēnix X1: Prototyp für Blockchain-Smartphone angekündigt
Mining

Mit Phēnix X1 gibt es offenbar einen ersten Prototypen für ein mining-fähiges Smartphone. Mit dem geplanten Modell soll es möglich sein, Kryptowährung zu schürfen. Außerdem wartet das Blockchain-Smartphone mit einer eigenen Krypto-Wallet auf.

Japan entwickelt offenbar „Swift“ für Bitcoin & Co.
Regulierung

Die Regierung Japans plant laut Medienberichten, ein SWIFT-ähnliches Netzwerk für den Zahlungsverkehr mit Bitcoin, Ripple, Ethereum und Konsorten zu entwickeln. Das Zahlungsnetzwerk soll unter anderem dazu dienen, Geldwäsche durch Kryptowährungen zu vermeiden.

„Bitcoin ist eine nicht aufzuhaltende Macht“ – Kongressdebatte stimmt bullish
Politik

Der Finanzausschuss des US-Kongresses tagte am gestrigen Mittwoch, dem 17. Juli, beinahe sechs Stunden. Auf der Tagesordnung standen Bitcoin, Libra & Co. Eines steht fest: Bitcoin ist auf der politischen Agenda angekommen.

Ernst & Young erhält 49 Mio. US-Dollar für Blockchain-Förderung
Blockchain

Ernst & Young, das global operierende Netzwerk selbstständiger Unternehmen, erhält einen 49 Millionen US-Dollar schweren Zuschuss für ihre „Intelligent Automation and Artificial Intelligence Services“. Diese Services sehen unter anderem Proof of Concepts für Künstliche-Intelligenz- und Blockchain-Lösungen vor. 

Du bist Anfänger und möchtest einfach in Bitcoin & Krypto investieren? Wir empfehlen eToro!

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: