USA: Banken unterbinden Kauf von Kryptowährungen

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

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Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Wie der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, gaben mehrere große US-Banken bekannt, dass sie spätestens ab dem heutigen Sonntag wegen möglicher Kursverluste keinen Ankauf mehr von Kryptowährungen mit ihren Kreditkarten erlauben. Kunden dieser Banken müssen für derartige Transaktionen eine der angebotenen Debit-Karten nutzen, bei der der Kaufpreis unmittelbar vom Bankkonto abgebucht wird.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Kunden der US-amerikanischen Investmentbanken JPMorgan Chase & Co., der Citigroup Inc. und der Bank of America Corp. können ab heute keine Kryptowährungen mehr mit ihren Kreditkarten erwerben. Die Unternehmen wollen nach eigenen Angaben kein „herabfallendes Messer mehr finanzieren“, wie es hieß. Die Bank of America unterbindet den Kauf bereits seit letztem Freitag. Die Sprecherin der Citigroup, Jennifer Bombardier, wurde zitiert, man werde nun die hauseigenen Leitlinien überprüfen, weil sich der Krypto-Markt so rasant entwickelt hat.

Die neue Sperre gilt gleichermaßen für Kreditkarten von Privat- als auch von Firmenkunden. Mit den sogenannten Debit-Karten können aber weiterhin Kryptowährungen gekauft werden, denn dabei wird der Betrag sofort vom Konto abgebucht. Für die Bank als auch den Kreditkartenbetreiber entsteht somit vom Kauf bis zur Abrechnung aufgrund möglicher Kursschwankungen kein Risiko. Die Kreditkartenunternehmen haben die Befürchtung, sie könnten aufgrund der großen Kursverluste diverser Coins auf ihren Kosten sitzen bleiben.

Für die Eigentümer der Kreditkarten dient die Sperre auch ihrer eigenen Sicherheit, denn dadurch können auch Cyberkriminelle mit geklauten Kreditkarten keine Kryptowährungen mehr erwerben. Zudem wurden die Banken von den Behörden unlängst dazu aufgefordert, alle Transaktionen ihrer Kunden sichtbar zu machen. Im Fall des Ankaufs von Kryptowährungen können die Behörden der Spur des Geldes aber nicht mehr effektiv folgen.


David Nelms, der CEO des US-Finanzdienstleisters Discover, sagte Bloomberg schon Ende Januar in einem Interview, es gebe gute Gründe für eine solche Kreditkarten-Sperre. Sein Unternehmen habe zudem kein Interesse am Krypto-Markt und wolle diesen auch nicht unterstützen. Ob sich diese Einstellung künftig ändern wird, hänge aber von den Bedürfnissen der Mehrheit seiner Kunden ab, so Nelms. Bleibt also abzuwarten, ob diesbezüglich noch ein Richtungswechsel stattfinden wird.

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