USA: Kryptowährungen sollen bei Einreise kontrolliert werden

auf Geschäftsreise

Eine Gruppe von US-Abgeordneten fordert bei der Einreise neben Bargeld auch eine Deklaration von Kryptowährungsbeständen.

In der Regel gibt es bei Einreisen in andere Länder bestimmte Bargeldbeschränkungen. Es darf nur ein bestimmter Betrag eingeführt werden, ansonsten muss die Einfuhr separat deklariert werden. So könnte man auf die Idee kommen, Kryptowährungen als Transferobjekt zu nutzen, d.h. statt Bargeld einfach bspw. Bitcoins auf der eigenen Wallet mit in das Zielland zu nehmen und sie vor Ort zurück in Bargeld zu tauschen. Inwiefern diese Lücke in der Vergangenheit genutzt wurde, ist nicht bekannt – aber sie scheint relevant genug zu sein, um das Aufsehen der US-Behörden zu erwecken. Sie möchten nämlich genau diese Lücke schließen.

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Eine neue Gesetzesänderung, die bald inkraft treten soll, würde von Einreisenden verlangen, ihre Bestände von Kryptowährungen zu deklarieren. Wer mehr als 10.000 US-Dollar einführt, müsse diesen Prozess zwangsläufig durchlaufen.

Neue Regelung durchsetzbar?

Trotz dessen bleibt anzuzweifeln, inwiefern sich dieser Erlass durchsetzen lässt. Kriminelle, die es wirklich auf dunkle Geschäfte abgesehen haben, könnten die Kontrollen nach wie vor umgehen. Schließlich benötigt man nur den Private Key, den man sich theoretisch einfach merken könnte. Das würden die Behörden zumindest heute noch nicht so schnell erkennen können. Von einer wirklichen Geldwäsche-Prävention lässt sich daher eher weniger sprechen.

BTC-ECHO

Englischer Originalbeitrag via CoinDesk


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