USA: Dutzende ICOs nach Anruf der Börsenaufsicht abgesagt

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Börsenaufsicht

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Die US-amerikanische Börsenaufsicht entledigt sich derzeit telefonisch aller ICOs, die sie für unseriös hält. Der SEC-Vorsitzende Jay Clayton erklärte, Betrüger seien derzeit damit beschäftigt, sowohl den Markt für Kryptowährungen als auch die Blockchain-Technologie für ihre Zwecke einzuspannen. Die verwendeten Methoden seien jedoch so alt wie der Finanzmarkt selbst, so Clayton.

Die in Washington D.C. beheimatete US Securities and Exchange Commission (SEC) hat für ihre Zwecke offenbar das Telefon als Mittel der Wahl entdeckt. Die Börsenaufsichtsbehörde ist u. a. landesweit für die Kontrolle des Wertpapierhandels zuständig. Wie Robert Cohen von der SEC am Freitag auf einer Konferenz berichtete, werden derzeit systematisch alle US-Bürger angerufen, die für ein juristisch problematisches Initial Coin Offering (ICO) verantwortlich sind. Die Angerufenen werden darüber in Kenntnis gesetzt, dass es beim geplanten Crowdfunding zu Regelverstößen kommt und sie nachbessern müssen. Das Vorgehen hat laut Cohen dazu geführt, dass man die Kapitalaufnahme direkt nach dem Anruf in rund einem Dutzend Fällen abgesagt hat. Viele Geschäftsleute bevorzugen ICOs, weil sie im Vergleich zur Finanzierung durch Venture-Kapitalfirmen, Banken oder Börsenplätzen weniger strikt reguliert sind. Wie wir gestern berichtet haben, führte das dazu, dass beim Initial Coin Offering 2017 weit mehr als die Hälfte aller Investoren leer ausgegangen sind.

ICO-Promoter wie Börsenhaie auf Steroid ?


Ein ehemaliger Mitarbeiter der SEC, Dan Gallagher, sagte, das Verhalten mancher Geschäftsleute erinnere ihn an Scorseses Film „The Wolf of Wall Street“. In diesem Fall hätten sich die Börsenwölfe aber sogar mit Steroiden geimpft. In dem Zusammenhang mag es wenig verwunderlich sein, dass sogar der Hochstapler und Lebemann Jordan Belfort, der als Vorlage des Films dient, letzten Herbst vor ICO-Investments gewarnt hat. Was diesbezüglich passiere, sei schlimmer, als was er jemals getan habe, glaubt Belfort. Selbst wenn nur 10 % der ICO-Promoter betrügen wollen, so sei dies schon ein „Desaster“. Belfort, der im Film von Leonardo DiCaprio gespielt wird, vergleicht das Vorgehen der Betrüger mit seinen eigenen „Pump-and-dump“-Methoden aus den 80er-Jahren: erst bei den Anlegern die große Gier wecken, um sich später mit dem ganzen Kapital aus dem Staub zu machen.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass trotz der großen Verlockungen die allermeisten Geschäftsleute seriöse Ziele beim ICO verfolgen. Banken sind mitunter sehr zurückhaltend bei der Finanzierung, wenn sie einem Geschäftsmodell nicht vertrauen. Venture-Kapitalfirmen und Börsen stellen mitunter hohe Anforderungen an die Start-ups. Für manche ist es sogar die einzige Möglichkeit, das nötige Startkapital für ihr neues Unternehmen zu erhalten. Trotz aller Warnungen wurden letztes Jahr schätzungsweise 3,7 Milliarden US-Dollar auf diese Weise gesammelt. Kein Wunder also, wenn der eine oder andere “ICO-Belfort” bei solch verheißungsvollen Statistiken weich wird. Was man als Anleger zum eigenen Schutz beachten sollte, haben wir hier beschrieben.

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