Deep-Fake-Videos, US-Unternehmen bekämpft Deep-Fakes mit Blockchain

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US-Unternehmen bekämpft Deep-Fakes mit Blockchain

Die neuen Body-Cams des US-amerikanischen Polizeiapparats sollen mit neuen Techniken ausgerüstet sein, um die Echtheit von sensiblen Videos zu gewährleisten. Der Hersteller Axon Enterprise Inc hält sich bezüglich der Einzelheiten bedeckt. Der Schrei nach transparenten Standards wird lauter. Wie die Blockchain das Vertrauen stärken kann.

Die Diskreditierung von Konkurrenten ist ein altbewährtes Mittel, um selbst besser dazustehen. Ob dreistes Lügen, das Fälschen von Dokumenten oder neuerdings die Manipulation von Videos, wie zuletzt bei einem Slow-Motion-Video der US-Politikerin Nancy Pelosi. Durch verlangsamtes Abspielen der Aufnahme wirkt Pelosi benommen, ihre Glaubwürdigkeit wird dadurch untergraben. Dreht man diese Problematik um, lässt sich jedes nicht manipulierte Video ebenfalls anzweifeln. Die modernste Videotechnik verkompliziert die Situation zudem. So sind nicht nur Cheap-Fake-Videos wie eine simple Slow Motion möglich; auch Deep-Fake-Videos, in denen der Zeitstempel, der Datumsstempel oder gar Charaktere verändert werden, stellen eine wachsende Gefahr dar. Für dieses Problem verspricht das kalifornische Unternehmen Axon Enterprise Inc eine Lösung – auf einer Blockchain-Basis.

Polizisten tragen Axons Body-Cam

Axon Enterprise Inc ist Hersteller der Body-Cams, die Polizisten in den USA seit etwa fünf Jahren tragen. Immer wieder wurden die aufgezeichneten Videos vor Gericht in Frage gestellt. Besteht doch immer die Möglichkeit zur Manipulation, so der grundsätzliche Vorwurf. Die Legislative der USA forderte daher eine High-Tech-Lösung, damit künftig die Unterscheidung von echten und manipulierten Videos möglich sei. Auch Axon äußerte sich der Presseagentur Reuters gegenüber:

Axon ist sich über die Gefahr von „Deep Fakes“ im Klaren. Diese können ganz grundlegend der Integrität eines jeden Videos schaden, darunter auch den von Body-Cams aufgezeichneten.

Ein neues Modell

Eine Antwort auf diese Bedenken soll die neue „Body 3 Camera“ des US-Unternehmens sein. Das Gerät wird mit einer Data-Tracking-Lösung auf Blockchain-Basis ausgeliefert. Will man das Videomaterial abspielen, downloaden oder verändern, bedarf es eines Passworts. Weitere Techniken seien digitale Signaturen und ein neuartiges Speichersystem. Die Signaturen sollen die Echtheit des Herkunftsorts gewährleisten, ein dezentrales Speichersystem das Risiko der geheimen Manipulation reduzieren. Details zu den verwendeten Methoden hielt Axon mit Verweis auf den Schutz ihres geistigen Eigentums unter Verschluss.

Transparente Standards für mehr Vertrauen


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Andere Stimmen fordern hingegen einheitliche Standards, auf die sich jeder verlassen könne. Darunter die US-Senatoren Mark Warner und Marco Rubio, die „die Bedrohung durch Deep-Fake-Videos für real“ halten. Ein anderer Unternehmer, der die Echtheit von Smartphone-Videos sicherstellen will, meint dazu:

Jeder Beteiligte soll sich absolut sicher sein und unabhängig überprüfen können, ob [ein gegebenes Video] echt ist.

Dass die Blockchain das Potential hat, das Misstrauen in der Gesellschaft zu reduzieren, ist ein unausgesprochenes Kernversprechen der Technologie. Ganz gleich, ob die Anwendung Bitcoin heißt und das Unbehagen gegenüber der Geldpolitik adressiert oder die Glaubwürdigkeit von medizinischen Studien untermauern soll.

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