US Homeland Security will Blockchain Untersuchung

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Die Forschungs – und Technologieabteilung der US-amerikanischen Behörde bekundet wachsendes Interesse an der Blockchain Technologie. Die Behörde wurde als Antwort auf die Anschläge vom 11. September gegründet.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Danny de Boer

Die erste Ankündigung einer solchen Art fand bereits im Dezember statt. Unlängst wurde auch im Juni eine Prämie von 600.000 US-$ an Blockchain-Unternehmen ausgeschrieben. Davon gehen nun 199.000 $ an das Blockchain Startup Factom, welches erforscht wie die Blockchain dabei helfen kann, die Kameras an den US-Grenzen zu unterstützen.

Department of Homeland Security (kurz: DHS) Data Privacy Manager Anil John betont, dass der Schwerpunkt der Behörde nicht nur auf dem Internet der Dinge (IoT) und der Datensicherheit liegt. Es wird auch ein mehr forschender Ansatz verfolgt, bei dem die Stärken und möglichen Schwächen der Blockchain Technologie entdeckt werden sollen.

John startete den Aufruf nach neuer Blockchain Technologie unter dem DHS Small Business Innovation Research (SBIR) Programm. Das allgemein wachsende Interesse an der Blockchain brachte die DHS dazu ebenfalls in die Technik zu investieren.


John erklärte CoinDesk:

“Für Anwendungsfälle der DHS finden wir mit solchen Projekten heraus, ob eine blockchain-basierte Infrastruktur Sicherheit und Privatsphäre vereinen kann. Es ist viel weit gefasster als IoT oder Identitäts-Verwaltung.”

Zusätzlich zu Factom, haben andere Projekte wie Solarity Solutions, Respect Network und Digital Bazaar ebenfalls Finanzierungen erhalten, um Konzepte zur DHS Hypothese zu untersuchen. Als solche ist Johns Teil der Behörde nicht die einzige die eine solche Forschung unterstützt.

Das Silicon Valley Office ist ebenfalls Teil des Departements und hat ein innovatives Programm entwickelt, um den Kontakt zu Startups zu suchen, die sich mit den Herausforderungen des Heimatschutzes auseinandersetzen.

Melissa Ho ist Managing Director der Abteilung. Sie sagte, dass ihre Gruppe, im Gegensatz zu dem Datensicherheits-Program, stärkeren Fokus auf Authentifizierung legt. Dieser Weg führte zu einer Partnerschaft mit Factom.

“Wir dachten, das wäre ein ganz neuer Ansatz.”, sagte Ho. “Aber als wir sahen, dass das Unternehmen bereits bestehende Kunden hat, dachte wir hier wäre ergäbe sich eine gute Möglichkeit für uns.”

Laut Ho gäbe es aber auch noch andere Bereiche, die nicht im Zusammenhang mit der Blockchain stehen. So gäbe es auch Investment-Projekte um Hundestaffeln mit Wearables (Anm. d. Redaktion: Begriff für Tragbare Technik, wie SmartWatches oder Datenbrillen) auszustatten und Teile des Reisebeschränkungssystems der DHS in ein Open-Source Projekt zu wandeln. Die Beispiele die sie anführte, dienten der Anschauung, wie die Behörde mit dem privaten Sektor zusammenarbeitet, um weitere Untersuchungen anzustellen.

Geräte-Identität

Auch wenn Ho und John das Interesse an der Technologie und seiner Möglichkeiten ausgesprochen haben, so betonen beide, dass dies zunächst eine frühe Phase der Untersuchung der DHS sein wird.

Als Ergebnis möchten sie, dass die DHS klein mit der Blockchain anfängt und zunächst Hypothesen testet. Es soll untersucht werden, welche von den öffentlichen Ideen der Blockchain sich bewahrheiten.

Im Falle von Factom, so sagte John, könnte die Blockchain eine Rolle darin spielen Geräten eine “Identität” zuzuweisen. So soll dies dabei helfen die Überwachung der Behörden auszuweiten, da solche Geräte im Zuge der IoT in Zukunft immer mehr verbunden sein werden.

“Factom ist mehr von den Geräten abhängig die auch existieren, aber wie erschaffen wir ein Bild einer Identität für diese Geräte?” Die Blockchain könnte ein Katalysator sein und uns helfen Veränderungen zu dokumentieren”, sagte er.

Andere Projekte, so sagte er, werden ähnlich gehandhabt. Die Agentur baut auf seine eineinhab-jährige Untersuchung mit Interessenvertretern der Industrie.

“Wir haben herausgefunden, dass wir zunächst einige grundlegende Sachen herausfinden müssen, um unser Ziel zu erreichen. Wir haben diese Dinge identifiziert und ein Ausschreiben für Vorschläge arrangiert”, sagte er.

Offene Technologie

Eine weitere diskutierte Frage war, ob die DHS einen bestimmten Wert in geschlossene, permissioned Blockchains oder in offenen, public Blockchains sieht. Die Behörde schien bisher ein größeres Interesse an Experimenten mit der erstgenannten Blockchain zu haben.

Es sei insbesondere aus Sicht der DHS, so John, “irrelevant” welche Art der Bockchain genutzt würde. So sei jeder Blockchain Typ für gewisse Anwendungen zielführend.

Als Beispiel für public Blockchains führte John ein Szenario an, bei dem das DHS theoretisch ein Open-Access System für die Referenzen von Ersthelfern oder Ärzten in Notfällen einführen könnte.

In diesem Falle, so John, würde die DHS die Information nicht behalten, aber es wäre vorteilhaft diese Information in einem “dezentralen Ledger auf Staats und lokaler Ebene” zu führen.

John sagte:

“Wir sind an beidem interessiert, aber um das Ziel zu erreichen, müssen wir herausfinden ob die Sicherheits- und Datenschutz-Aspekte erfüllt werden.”

Nächste Schritte

Dennoch seien die Aktivitäten der Behörde nicht auf die Investition beschränkt.

Beispielsweise erähnte John, dass die DHS mit der Web Standardisierungsgruppe W3C zusammenarbeitet. So stehe es im Raum, die Blockchain für Online-Zahlungen zu optimieren.

John betonte, dass die Agentur “vorsichtig” in ihrem Interesse für die Technik bleibt. Die Behörde will die Technologie auf “rationalem” Wege untersuchen. Hauptziel bleibt die Untersuchung ob die fundamentalen Bausteine, wie Datensicherheit, gewährleistet werden können.

Laut John will die DHS, neben diesen Projekten, auch der breiteren Blockchain Community gegenüber treten:

“Wir sind gespannt von der Community zu hören und Einsicht in den Stand der Dinge zu bekommen und Einsicht in den Stand was möglich ist.”

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Pete Rizzo via coindesk.com


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