Untersuchung gegen Ripple und XRP

Untersuchung gegen Ripple und XRP
Kryptokompass

Die US-amerikanische Anwaltskanzlei Rosen Law Firm ermittelt im Fall Ripple und XRP. Bei den Untersuchungen geht um die Frage, ob Ripple Labs in Verbindung mit dem Token gegen das Wertpapiergesetz des Bundesstaats Kalifornien verstoßen hat. Die Kanzlei bereitet gerade eine Sammelklage im Namen aller Investoren vor, die im Zuge des XRP-Handels Geld verloren haben.

Am 7. August gab die Anwaltskanzlei Rosen Law Firm in einer Pressemitteilung bekannt, Ermittlungen gegen das Unternehmen Ripple Labs aufzunehmen. Gegenstand dieser Ermittlungen ist die Ausgabe von XRP-Token durch das Unternehmen Ripple, die womöglich gegen das Wertpapiergesetz des Bundesstaats Kalifornien verstößt. Rosen Law Firm ist eine international agierende Anwaltskanzlei, die besonders durch die Verteidigung von Investoreninteressen bekannt ist.

Klagen gegen Ripple und XRP

Bereits im Juli berichteten wir von insgesamt drei Klagen gegen das Unternehmen Ripple Labs vor dem obersten Gericht des US-Bundesstaates Kalifornien. Immer ging es darum, dass das Unternehmen Ripple Labs in Form des Token XRP registrierte Wertpapiere verkaufe. Viele Investoren erkennen an der Art und Weise, wie die Token durch Ripple Labs ausgegeben werden, einen Verstoß gegen geltendes Recht.

Die Ansicht der Kläger ist, dass der Token ein Wertpapier darstellt, das durch Ripple Labs herausgegeben wird. Dieses sei jedoch nicht als Wertpapier registriert, die Ausgabe also illegal. Zudem hält Ripple Labs 55 Milliarden der existierenden 61 Milliarden XRP-Token in einem Escrow zurück. Das legt den Verdacht der Preismanipulation nahe.

Ripple wehrt sich – Garlinghouse und Johnson sind anderer Meinung

Die Chefs von Ripple sehen das naturgemäß anders. Ripple-CEO Brad Garlinghouse führt aus, dass der XRP-Token Open Source sei und auch unabhängig von dem Use Case, den Ripple ihn zuschreibt, existieren und funktionieren würde. Zudem erfüllt der Token weit mehr Funktionen als dies ein Wertpapier könne. Auch Chief Market Strategist Cory Johnson meldete sich und gibt an, Rippe sei ein Zahlungsdienstleister, der XRP lediglich zur Transaktionsabwicklung nutze. Die ewige Debatte geht nun also weiter.

Trotzdem bereitet die Kanzlei Rosen Law Firm eine Sammelklage im Namen der Investoren vor, die im Zuge des Handelns mit dem Token Geld Verluste eingefahren haben. Unzufriedene Investoren in den Token werden daher aufgefordert, sich mit der Kanzlei in Verbindung zu setzen. Man darf gespannt sein, wie es in der nächsten Episode des Streits um Ripple und XRP weitergeht.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ähnliche Artikel

BitConnect Asia: Hauptverdächtigter in Delhi festgenommen

Indischen Medien zufolge wurde Divyesh Darji, einer der Hintermänner von BitConnect Asia, am 18. August in Delhi verhaftet. Die Behörden vermuten, Darji habe den asiatischen Raum der betrügerischen Internet-Plattform bis zu seiner Festnahme geleitet. Bis klar war, dass es sich um ein Schneeballsystem handelt, war der BitConnect Coin einer der weltweit erfolgreichsten Token überhaupt. Einer […]

Bitcoin-ETF: Der Forderungskatalog der SEC

Der Bitcoin-Kurs hat sich sehr reaktionsfreudig gezeigt, als es um Ankündigungen eines börsengehandelten Bitcoin-Fonds (Exchange Traded Fund, ETF) ging. Die Erwartungen an einen solchen Bitcoin-ETF sind bei vielen Krypto-Investoren hoch – zu hoch, wie manche meinen. Nichtsdestotrotz erwarten viele die anstehenden Entscheidungen der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) über diverse Vorschläge für einen durch […]

Lambda: Bitmain investiert in Datenspeicherung

Der weltweit größte Hersteller für Krypto-Mining-Equipment Bitmain will offensichtlich seine Fühler noch weiter ausstrecken. Wie am 17. August bekannt wurde, investiert das Unternehmen nun in ein Start-up, das blockchainbasierte Lösungen für Datenspeicherung bietet. Das in Peking ansässige Krypto-Unternehmen Bitmain ist vor allem als Hersteller von Mining-Geräten und Betreiber der großen Mining-Pools ntpool.com, BTC.com und ConnectBTC.com […]

UPS will Blockchain-System für globalen Versand patentieren

Der Logistikriese United Parcel Service, besser bekannt als UPS, will im globalen Versandhandel künftig auf Blockchain-Systeme setzen. Einen entsprechenden Patentantrag hat die zuständige amerikanische Behörde US Patent and Trademark Office kürzlich veröffentlicht. Mithilfe von Blockchain und Smart Contracts will UPS nun nicht nur Verwaltungskosten sparen, sondern künftig verschollenen Sendungen auf die Schliche kommen. Derweil bewähren […]