Unsere Eindrücke von der Blockchain Expo in Berlin

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Quelle: https://www.blockchain-expo.com

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Anfang Juni fand mit der Blockchain Expo in Berlin eine Konferenz über die Blockchain-Technologie statt. BTC-ECHO war natürlich vor Ort, um Euch von interessanten Ausstellern und Vorträgen zu berichten.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Die Blockchain Expo fand zusammen mit einer Messe zum Thema künstliche Intelligenz und Internet of Things statt. Auf einer großen Ausstellerfläche haben ca. 50 Unternehmen Stände aufgebaut, sodass man mit Vertretern von Deloitte und PwC ebenso ins Gespräch kommen konnte wie mit auf bestimmte Blockchain-basierte Use Cases spezifizierte Firmen wie Aeternity oder Bitwala. Der erste Vortragsort wurde als Blockchain Technologies bezeichnet, letzterer als Blockchain for Industry. Entsprechend konnte man bei Blockchain Technologies neben Vorträgen von Investoren eine Menge junger Startups mit neuen Use-Cases hören, während es in Blockchain for Industry eher um generelle Anwendungsmöglichkeiten und Blockchain-basierte Plattformen ging.

Interledger – die Brücke zwischen Blockchains

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Stefan Thomas, der CTO von Ripple, hat über Interledger gesprochen. Bei Interledger handelt es sich um ein Projekt, das letztlich ein gemeinsamer Nenner zwischen verschiedenen Registern – sowohl dezentralen Blockchains als auch zentralen – darstellen soll. Er stellte dar, dass es zur Zeit viel Handlungsbedarf bezüglich besserer, schnellerer oder auf die heutige Zeit besser angepasster Implementationen klassischer Anwendungen bedarf. Eine Implementierung in Form einer Blockchain allein wird seiner Meinung nach das Problem nicht lösen, da so nur ein weiterer Layer eingeführt wird. Wenn nicht alle Prozesse auf diesen umstellen, wird so nur ein weiteres Kompatibilitätshindernis eingeführt.

Um diese zu umgehen oder zumindest auf einen Standard zu heben wird der Begriff Interledger genutzt. Die Anlehnung an den Begriff Internet kommt nicht zufällig, orientiert sich das Projekt doch an dem Ursprung des Begriffes: Internet kommt von Internetwork und wollte ein ähnliches Problem lösen und ein Netzwerk zwischen verschiedenen Computersystemen schaffen.

Um diese Parallele konkreter werden zu lassen, stellte er die Internet-Architektur der Interledger-Architektur gegenüber. In beiden Fällen kann diese bestehend aus vier Layern dargestellt werden, wobei sich die beiden höchsten Layer (Application und Transport) in beiden Konzepten wiederfinden. Die tieferen Layer werden für das Internet Internetwork und Network genannt und beinhalten Protokolle wie das IP-Protokoll respektive WIFI oder ETHERNET-Protokoll. Für das Interledger spricht man von den Layern Interledger und Ledger. Diese sind durch das ILP-Protokoll (ebenfalls in Anlehnung an das IP-Protokoll) und die verschiedenen Ledger (Blockchains, Banken oder mobile Bezahlmethoden) charakterisiert.

Kurz gefasst: Beim Interledger soll es sich um eine gemeinsame Schnittstelle handeln, auf der Apllication- und Transport-Layer ohne weitere Anpassungen zugreifen können.

Das Gesagte ist nicht nur graue Theorie: Im Ripple-Netzwerk wird ähnliches über die Gateways schon realisiert. Konkret hat das Internledger-Protokoll bei der Überführung eines großteils der bestehenden XRP-Tokens in einen Ethereum-gesicherten Smart Contract am 16. Mai schon Anwendung gefunden.

Lisk – Anwendungen auf eigenen Sidechains

Als Auftakt zum Vortrag stellte Max Kordek, CEO von Lisk, dar, dass das Marktkapital vom S&P500, dem Börsenindex der 500 größten börsennotierten amerikanischen Unternehmen aktuell bei 20 Billionen US-Dollar liegt. Selbst das aktuelle Marktkapital der Kryptowährungen von 100 Milliarden US-Dollar passt hier noch 200 Male hinein! Wir haben also noch ordentlich Luft nach oben.

Um die Blockchain-Adaption voranzutreiben, wurde eine gewisse Diskrepanz benannt: im gegenwärtigen Web wird der meiste Wert durch den Application Layer und nicht durch das dem zugrunde liegende Protokoll geschaffen. Im Kontrast dazu findet im Augenblick eine hohe Bewertung verschiedener Protokolle statt, jedoch finden sich auf diesen wenige bzw. eher dünne Anwendungen.

Als potenziell wichtige Anwendungen hat Max neben dem Internet of Things den Verkauf digitaler Güter genannt. Bei diesem Anwendungsfall gibt es das Problem, dass das digitale Rechtemanagement (zu engl. DRM für Digital Rights Management) nicht viel gegen Piraterie ausrichten kann, sodass digitale Güter beliebig kopierbar sind.

Hier kann natürlich die Blockchain helfen, indem digitale Güter auf der Blockchain gespeichert werden. So könnte ein wirklicher Handel und ein wirklicher Ownership entstehen, da die digitale Ware nicht beliebig kopierbar wäre.

Solche dezentralen Applikationen zu schreiben, ist letztlich die Idee hinter Lisk: Mit Lisk soll ein Framework zur Entwicklung von  Blockchain-Anwendungen auf der Basis von JavaScript geschrieben werden. Max schloss deshalb den Vortrag mit einer kurzen Geschichte von Lisk sowie einem Ausblick in die Zukunft von Lisk ab. In diesem Zusammenhang stellte er auch den Unterschied zwischen Ethereum und Lisk dar und zeigte auf, dass in Ethereum der finanzielle und der anwendungsspezifische Token auf einer Blockchain sind, während bei Lisk letztere auf Sidechains liegen.

Blockchain Expo Europe – bis zum nächsten Jahr!

Natürlich gab es weitere sehr interessante Veranstaltungen: Sven Läpple von Astratum ließ uns an seinen Eindrücken der Consensus und dem Token Summit teilhaben; Paul Kammerer stellte dar, was die Blockchain für die Commerzbank bedeutet und interessante neue Projekte wie CoinDash (Altcoin-Trading meets Social Network) oder ClearKarma (Supply Chain Management für die Küche) wurden vorgestellt. 

Die Mischung zwischen allgemeinen Vorträgen, die auch Blockchain-Neulinge angesprochen haben und dezidierten Fachvorträgen hat sich gut in der Waage gehalten. Entsprechend können wir die Veranstaltung weiterempfehlen und freuen uns auf nächstes Jahr.

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