Unnatürlicher Kursanstieg bei Bithumb: Die Kimchi-Provision

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: Display of Stock market quotes in korea via Shutterstock

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Auf der südkoreanischen Krypto-Exchange Bithumb ist es nach dem Hack verstärkt zu Preisunregelmäßigkeiten gekommen. So waren die Kurse einiger Kryptowährungen teilweise extrem und unverhältnismäßig angestiegen, in einigen Fällen gar um ein Vielfaches des generellen Marktpreises. Dabei hatte die südkoreanische Regierung zuletzt alles versucht, um abweichende Preise an koreanischen Börsen zu verhindern.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tobias Schmidt

Trader auf Bithumb sahen zuletzt extreme Entwicklungen, was die Kurse anging. So wurden einige Kryptowährungen auf der südkoreanischen Exchange zu viel höheren Preisen gehandelt, als es außerhalb von der koreanischen Halbinsel der Fall war. Am deutlichsten wurde dies am Beispiel der Kryptowährung Ethos. Phasenweise wurde der Token für das Sechsfache seines durchschnittlich gehandelten Wertes angeboten. Während Ethos am vergangenen Wochenende auf Binance für knapp über einem US-Dollar getradet wurde, stand der Kurs auf Bithumb bei 6,5 US-Dollar.

Die Kimchi-Provision

Seit geraumer Zeit gibt es den Terminus Kinchi-Provision (englisch Kimchi Premium), um die besondere preisliche Lage an den südkoreanischen Exchanges zu beschreiben. Damit ist die Lücke zwischen den Kursen auf Südkoreas Exchanges und den Kursen bei Coinmarketcap gemeint, die gelegentlich auftritt.

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Besonders prominent wurde der Preisunterschied von beinahe 30 % während der Bitcoin-Explosion im Dezember. Während das Allzeithoch des Bitcoins bei Coinmarketcap bei knapp über 20.000 US-Dollar liegt, wurde der Bitcoin bei Bithumb phasenweise für mehr als 25.000 US-Dollar gehandelt. Als Gründe für die Kimchi-Provision wird die überproportionale Nachfrage nach Kryptowährungen am südkoreanischen Markt ausgemacht.

Im Laufe des Jahres hatte die Regierung Südkoreas in Zusammenarbeit mit der Financial Services Commission (FSC) daran gearbeitet, die entstandene Lücke wieder zu schließen. Tatsächlich verschwand die Kinchi-Prämie nach und nach von den koreanischen Exchanges, bis die Kurse nahezu dem globalen Durchschnitt entsprachen.

Der Bithumb-Hack bringt die Preisspanne wieder auf die Bildfläche

Ende Juni jedoch wurde die ehemals größte südkoreanische Krypto-Börse jedoch Opfer eines Hackerangriffs. Insgesamt konnten die Angreifer damals Kryptowährungen im Wert von etwa 30 Millionen US-Dollar erbeuten. Wenig später kündete man zwar an, die Nutzer entschädigen zu wollen, dennoch entstand für die Exchange selbst ein nicht unerheblicher wirtschaftlicher Schaden.

Als Reaktion darauf hatte Bithumb vorübergehend Ein- und Auszahlungen stoppen lassen. So konnten lediglich Nutzer mit Einlagen auf Bithumb ihre Trades weiter fortsetzen. Die Einschränkung führte dazu, dass kein frisches Kapital mehr in den Bithumb-Markt fließen konnte und sich die Kurse weitestgehend abgekoppelt vom globalen Markt entwickeln konnten. Bei einem Überschuss an Käufern bei gleichzeitigem Zusammenschrumpfen des Angebots kommen schlussendlich Kursauswüchse wie diese zustande.

Ob dieser Effekt letztendlich von den Betreibern Bithumbs so beabsichtigst war, kann nicht abschließend geklärt werden. Ein Sperren von Ein- und Auszahlungen gibt der Exchange jedenfalls Instrumente in die Hand. Der koreanischen Regierung kann dies währenddessen nicht gefallen – ihre Bemühungen, die Wogen zu glätten, wurden zunichte gemacht.

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