University of Calgary scheitert mit Bitcoin Lösegeldzahlung

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Die University of Calgary ist eins der aktuellsten Opfer von Ransomware-Angriffen. Die Schule zahlte 20.000 kanadische-$ (knapp 14.000 €) in Bitcoin um sich von dieser Schadsoftware zu befreien. Obwohl die Lösegeldsumme gezahlt wurde, sind nicht alle Systeme wieder online, da die bereitgestellten Schlüssel nicht alle Systeme automatisch entschlüsseln.

Es braute sich Ärger am 28. Mai an der University of Calgary zusammen, als die Studenten angewiesen wurden sich nicht mit ihren Computern zu verbinden oder andere Geräte des Schulnetzwerks zu nutzen. Gerade einmal 23 Stunden später musste die Schule mit Bedauern zugeben Opfer einer Ransomware-Attacke geworden zu sein und so war die Produktivität innerhalb des Netzwerks für 10 Tage eingeschränkt.

Die Nachwirkungen für die University of Calgary


Obwohl die Strafverfolgungsbehörden dazu geraten haben das Lösegeld nicht zu zahlen, blieb der Universität kaum eine andere Möglichkeit offen. Die Schule ist für seine weltklasse Forschung bekannt und speichert seine wertvollen Dokumente im Netzwerk. Den Studenten und Wissenschaftlern zu sagen, dass ihr Lebenswerk durch eine Infektion durch Schadsoftware unerreichbar geworden ist sollte niemals eine Option gewesen sein.

Letztendlich entschied sich die University of Calgary zu der Zahlung von 20.000 KA-$ Lösegeld, was aber nicht das Ende ihrer Probleme bedeutete. Einige Tage hat es gebraucht alle Systeme zu entschlüsseln, ein Fortschritt war nur langsam zu verzeichnen. Obwohl die Hacker die Schlüssel zur Entschlüsselung bereitgestellt haben ist dies ein mühsamer und akribischer Prozess.

Ein Ransomware Entschlüsselungs-Schlüssel stellt nicht automatisch alle verschlüsselten Daten wieder her. Außerdem gibt es keine Garantie dafür dass alle Daten wiederhergestellt werden können, dennoch hat die University of Calgary bisher keine Datenverluste bekanntgegeben. Sicherheitsexperten behandeln diesen Prozess auf dem Campus mit größter Sorgfalt und Vorsicht.

Ein Lösegeld für Ransomware ist keine Lösung

Was noch viel beunruhigender war, ist dass es bisher unklar ist welche Art von Ransomware genutzt wurde. Die University of Calgary hat dazu bisher keine Details angegeben, andersherum gab es auch noch keine Erklärung dazu, wie sie es geschafft haben einen Teil des Netzwerks offline zu nehmen. Tatsächlich wurde der Angriff erst diesen Montag eingegrenzt, sodass Studenten und Fakultätsmitglieder wieder auf den E-Mail-Server zugreifen konnten.

Das Lösegeld zu einer Ransomware-Attacke zu bezahlen sollte immer als letzter Schritt angesehen werden. Es gibt keinerlei Garantie, dass die bereitgestellten Schlüssel zur Entschlüsselung den vollen Systemzugang wiederherstellen, oder das alle Daten in ihren Ursprungszustand versetzt werden. Zusätzlich zeigt der Vorfall der University of Calgary welche Probleme nach der Bezahlung eines solchen Lösegelds auftauchen. Die Daten und Systeme wiederherzustellen wird wertvolle Zeit in Anspruch nehmen. Es bleibt bisher unklar, ob die Schule regelmäßige Backups ihrer Netzwerkdaten macht.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von JP Buntinx via newsbtc.com

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