UN-Papier: Nordkorea stiehlt Bitcoin & Co. zur Umgehung von Wirtschaftssanktionen

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Nordkorea nutzt Bitcoin & Co., um die Wirtschaftssanktionen gegen das Land zu umgehen. Dies geht aus dem Papier eines Expertengremiums des Weltsicherheitsrats hervor. Das Papier bestätigt bereits existente Vermutungen.

Das Krypto-Narrativ des grenzenlosen Geldes kommt nicht nur den Unterdrückten, sondern mitunter auch den Unterdrückern zugute. So lässt sich ein Bericht interpretieren, nach dem Nordkorea Kryptowährungen systematisch genutzt hat, um Sanktionen aus dem Ausland zu umgehen. Dies teilt ein Expertengremium des Weltsicherheitsrats mit und bestätigt damit die Vermutung zweier Analysten aus den USA.

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Dabei setzt die Regierung in Pjöngjang systematisch auf Cyberangriffe gegen Bitcoin-Börsen: Devisen und Krypto-Assets im Gesamtwert von etwa 670 Millionen US-Dollar sollen nordkoreanische Hacker bereits erbeutet haben.

Wie die Nachrichtenseite Nikkei berichtet, fordern die Autoren des Papiers die UN-Mitgliedstaaten – zu denen übrigens auch Nordkorea gehört – auf, Maßnahmen gegen Cyberattacken umzusetzen. So sollen die Staaten „einen soliden Informationsaustausch über Cyberangriffe aus der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea implementieren“.

Bitcoin gegen Sanktionen

Die Hacking-Angriffe gegen Exchanges nutzt Pjöngjang um Wirtschaftssanktionen gegen das Land zu umgehen. Denn im Zuge vermehrter atomarer Tests auf der koreanischen Halbinsel beschloss der UN-Sicherheitsrat ein ganzes Bündel an Sanktionen gegen Nordkorea. Digitale Währungen seien indes ein geeignetes Mittel diese zu umgehen, heißt es in dem Bericht:

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Kryptowährungen stellen Nordkorea mehr Möglichkeiten zur Umgehung von Sanktionen zu Verfügung, da sie schwieriger zu verfolgen sind und gewaschen werden können. Zudem sind sie unabhängig von staatlichen Vorschriften.

Zwischen Januar 2017 und September 2018 sollen Hacker demnach Krypto-Assets im Gesamtwert von etwa 571 Millionen von asiatischen Krypto-Exchanges entwendet haben. Wie BTC-ECHO berichtete, spielt dabei allen voran die von Pjöngjang gestützte Hacker-Gruppe Lazarus eine entscheidende Rolle.

Die Gruppe ist dafür bekannt, im Zuge ihrer Cyberattacken gegen die Bitcoin-Börsen einigen Aufwand zu betreiben. So gelang es der Gruppe 2018 beinahe, eine ganze Reihe von asiatischen Exchanges zu infiltrieren, indem sie in einem mühsamen Verfahren ein funktionstüchtiges Trading Tool streuten. Zur Verschleierung der Aktivitäten gründeten die Hacker eigens eine Art Tarnfirma namens Celas LLC. Der Coup scheiterte allerdings in letzter Instanz an der Sicherheitsinfrastruktur der Krypto-Börsen.

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