UN-Papier: Nordkorea stiehlt Bitcoin & Co. zur Umgehung von Wirtschaftssanktionen

Quelle: Shutterstock

UN-Papier: Nordkorea stiehlt Bitcoin & Co. zur Umgehung von Wirtschaftssanktionen

Nordkorea nutzt Bitcoin & Co., um die Wirtschaftssanktionen gegen das Land zu umgehen. Dies geht aus dem Papier eines Expertengremiums des Weltsicherheitsrats hervor. Das Papier bestätigt bereits existente Vermutungen.

Das Krypto-Narrativ des grenzenlosen Geldes kommt nicht nur den Unterdrückten, sondern mitunter auch den Unterdrückern zugute. So lässt sich ein Bericht interpretieren, nach dem Nordkorea Kryptowährungen systematisch genutzt hat, um Sanktionen aus dem Ausland zu umgehen. Dies teilt ein Expertengremium des Weltsicherheitsrats mit und bestätigt damit die Vermutung zweier Analysten aus den USA.

Dabei setzt die Regierung in Pjöngjang systematisch auf Cyberangriffe gegen Bitcoin-Börsen: Devisen und Krypto-Assets im Gesamtwert von etwa 670 Millionen US-Dollar sollen nordkoreanische Hacker bereits erbeutet haben.

Wie die Nachrichtenseite Nikkei berichtet, fordern die Autoren des Papiers die UN-Mitgliedstaaten – zu denen übrigens auch Nordkorea gehört – auf, Maßnahmen gegen Cyberattacken umzusetzen. So sollen die Staaten „einen soliden Informationsaustausch über Cyberangriffe aus der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea implementieren“.

Bitcoin gegen Sanktionen

Die Hacking-Angriffe gegen Exchanges nutzt Pjöngjang um Wirtschaftssanktionen gegen das Land zu umgehen. Denn im Zuge vermehrter atomarer Tests auf der koreanischen Halbinsel beschloss der UN-Sicherheitsrat ein ganzes Bündel an Sanktionen gegen Nordkorea. Digitale Währungen seien indes ein geeignetes Mittel diese zu umgehen, heißt es in dem Bericht:

Kryptowährungen stellen Nordkorea mehr Möglichkeiten zur Umgehung von Sanktionen zu Verfügung, da sie schwieriger zu verfolgen sind und gewaschen werden können. Zudem sind sie unabhängig von staatlichen Vorschriften.

Zwischen Januar 2017 und September 2018 sollen Hacker demnach Krypto-Assets im Gesamtwert von etwa 571 Millionen von asiatischen Krypto-Exchanges entwendet haben. Wie BTC-ECHO berichtete, spielt dabei allen voran die von Pjöngjang gestützte Hacker-Gruppe Lazarus eine entscheidende Rolle.

Die Gruppe ist dafür bekannt, im Zuge ihrer Cyberattacken gegen die Bitcoin-Börsen einigen Aufwand zu betreiben. So gelang es der Gruppe 2018 beinahe, eine ganze Reihe von asiatischen Exchanges zu infiltrieren, indem sie in einem mühsamen Verfahren ein funktionstüchtiges Trading Tool streuten. Zur Verschleierung der Aktivitäten gründeten die Hacker eigens eine Art Tarnfirma namens Celas LLC. Der Coup scheiterte allerdings in letzter Instanz an der Sicherheitsinfrastruktur der Krypto-Börsen.

Mehr zum Thema:

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Singapur führt Lizenzen für Krypto-Dienstleister ein
Singapur führt Lizenzen für Krypto-Dienstleister ein
Regulierung

In Singapur tritt eine neue Gesetzgebung in Kraft, laut der Zahlungsdienstleister künftig eine Lizenz beantragen müssen. Die neue Regelung betrifft auch im Inselstaat ansässige Krypto-Unternehmen.

Kommando zurück: Libra verzichtet auf Währungskorb
Kommando zurück: Libra verzichtet auf Währungskorb
Regulierung

Insider deuten einen Strategiewechsel bei Libra an: Offenbar gibt es nun konkrete Überlegungen, mehrere Varianten des geplanten Facebook Coins einzuführen. Bislang war der Plan, Libra durch einen Währungskorb zu decken. Nun verfolgen die Urheber einen weniger globalen Ansatz.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Paris Saint-Germain führt Fan Token ein
Paris Saint-Germain führt Fan Token ein
Blockchain

Der französische Erstligist Paris Saint-Germain (PSG) ist der jüngste Spitzenverein, der auf die Blockchain-Technologie setzt. Die am 28. Januar verkündete Zusammenarbeit mit dem Blockchain-Unternehmen Socios ermöglicht es PSG-Fans, mittels sogenannter Fan Token an Abstimmungen teilzunehmen.

Ölgigant Saudi Aramco schließt sich Blockchain-Plattform VAKT an
Ölgigant Saudi Aramco schließt sich Blockchain-Plattform VAKT an
Unternehmen

Saudi-Arabiens staatlicher Ölkonzern Saudi Aramco schließt sich der blockchainbasierten Handelsplattform VAKT an. Die größte Erdölgesellschaft der Welt investiert fünf Millionen US-Dollar in das Unternehmen und wird seinen Handel künftig über die Plattform abwickeln.

Bitcoin mit neuem Jahreshoch, bullishe Tendenz setzt sich fort
Bitcoin mit neuem Jahreshoch, bullishe Tendenz setzt sich fort
Kursanalyse

Der Gesamtmarkt nimmt wieder Fahrt auf. Die bullishe Bewegung bei Bitcoin sorgt gleichsam für eine Stabilisierung der Bitcoin-Dominanz.

Englisches Cricket-Team setzt gesamten Ticketverkauf auf Blockchain
Englisches Cricket-Team setzt gesamten Ticketverkauf auf Blockchain
Krypto

Die Blockchain-Technologie steht im Allgemeinen für Fälschungssicherheit und Vertrauen. Auch eine von Englands beliebtesten Sportarten könnte bald schon von diesen Vorzügen Gebrauch machen.

Angesagt

Bitcoin-Kurs mit Aufwind, IOTA explodiert – Rallye am Krypto-Markt
Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs (BTC) hat die 9.000-US-Dollar-Marke erfolgreich hinter sich gelassen. Während der Krypto-Markt insgesamt gut performt, lässt IOTA alle hinter sich. Mit 16 Prozent Plus legt der Token für das Internet der Dinge eine der besten Performances der Top 30 hin.

Singapur führt Lizenzen für Krypto-Dienstleister ein
Regulierung

In Singapur tritt eine neue Gesetzgebung in Kraft, laut der Zahlungsdienstleister künftig eine Lizenz beantragen müssen. Die neue Regelung betrifft auch im Inselstaat ansässige Krypto-Unternehmen.

Asien bekommt seinen ersten Bitcoin-Indexfonds
Invest

Stack hat den ersten Bitcoin-Indexfonds im asiatischen Raum eingerichtet. Der Indexfonds ermöglicht Investoren die Integration von Bitcoin in ihr Anlageportfolio und stößt auf eine steigende Nachfrage an klassischen Finanzprodukten im Anlagebereich digitaler Assets.

Tron: Ex-Angestellte verklagen Justin Sun
Szene

Zwei Ex-Angestellte reichen ein 70-seitiges Gerichtsdokument beim kalifornischen Gericht ein. Die Vorwürfe? Belästigung, Sabotage, Drohung, Diskriminierung und willkürliche Kündigungen – um nur einige wenige zu nennen. Dies geht aus dem veröffentlichten Bericht hervor.