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Über Bitcoin-Nachrichten aus dem All und den Shitstorm gegen Coinbase – Das Meinungs-ECHO

Quelle: Shutterstock

Über Bitcoin-Nachrichten aus dem All und den Shitstorm gegen Coinbase – Das Meinungs-ECHO

Der Blockstream-Satellit versendet mystische Botschaften und die Neutrino-Akquise stürzt Coinbase in eine schwere PR-Krise. Währenddessen ist es für CZ – im Gegensatz zu den Gerichten – sonnenklar, dass XRP keine Security ist.

Heute fallen die Bullen sogar vom Himmel: Wie es eine Kursprophezeiung ins All geschafft hat, erfahrt ihr im Meinungs-ECHO KW10.

Bitcoin im Weltraum dank Blockstream

Der Bitcoin-Satellit ist selbst für Krypto-Verhältnisse faszinierend. Denn nicht nur kann man mit der Blockstream-Infrastruktur Bitcoin-Transaktionen in den Himmel schicken, es lassen sich auch anonyme Nachrichten versenden. Für ein geringes Satoshi-Entgelt ist man dabei und kann Empfänger mit mystischen Botschaften unterhalten. Die Nachricht, auf die Twitter-Nutzer @notgrubles aufmerksam wurde, liest sich wie folgt:

Ich bin zwar bereits seit 2016 dabei, seit 2017 habe ich aber Skin in the Game [heißt, seit 2017 ist der Nutzer in Bitcoin investiert, Anm d. Red.]. Das letzte Jahr war erstaunlich, ich habe viel gelernt, meine erste Lightning-Transaktion Anfang 2018 geschickt, und war überwältigt von den Möglichkeiten der schnellen, billigen Bitcoin-Micropayment-Möglichkeiten. Hier bin ich also, habe meinen Job aufgegeben.

Ich baue meine erste Raspberry Pi Lightning Node und sende Nachrichten über Satelliten. Mein Traum ist es, einen BTC zu akkumulieren, und ich denke, das wird mehr als genug für die Zukunft sein.

Der anonyme Bitcoin-Enthusiast will also Teil des 21-Millionen-Clubs werden. Sollte er Recht behalten mit seiner Einschätzung, dass ein BTC mehr als ausreicht (wofür eigentlich?), dann müsste Bitcoin dort hin, wo die Nachricht herkommt: gen All.

Binance-CEO: XRP ist keine Security

Im Zweifel für den Angeklagten. So liest sich Changpeng Zhaos Statement in Hinblick auf den seit Längerem währenden Streit, ob es sich bei XRP um eine Security handelt oder nicht. Der Chef der weltgrößten Bitcoin-Börse verweist auf den Status des Rechtsstreits in der Sache. So lange kein Urteil gefällt ist, bleibt XRP im Angebot von Binance bestehen.

Ich denke, die Leute wissen, dass es eine Klage gegen XRP gibt, ob sie eine Security sind oder nicht. Unser Urteil ist, dass sie es nicht sind, und bis wir bewiesen haben, dass sie es sind, haben wir sie aufgelistet, und zum Glück haben wir tatsächlich andere Börsen dazu bewogen, XRP nicht zu delisten. Das ist eine gute Sache. Nur weil eine Klage anhängig ist, bedeutet das nicht, dass das Urteil bereits gefallen ist.

Ripple versucht derzeit nachzuweisen, dass XRP rechtlich nicht in den Status einer Security fällt. Diese Auffassung scheint auch Zhao zu teilen.

#DeleteCoinbase: Shitstorm gegen Bitcoin-Börse

Unter dem Hashtag #DeleteCoinbase machten Twitter-Nutzer in der vergangenen Woche ihrem Unmut über den Zusammenschluss von Coinbase und Neutrino Luft. Die User kritisierten zunächst die Überwachsungsmöglichkeiten, die Coinbase sich mit der Akquise des Analyseunternehmens Neutrino schafft. Doch damit nicht genug: Im Nachgang wurde bekannt, dass Teile der Führungsriege vormals beim sogenannten HackingTeam mitwirkten. Darunter der CEO, der CTO, als auch der CRO des Unternehmens. Das HackingTeam verkauft Überwachungssoftware an autoritäre Regime wie Saudi-Arabien und Äthiopien.

Bekanntermaßen sind aller guten Dinge drei und so wurde wieder etwas später bekannt, dass der KYC-Dienstleister der US-Börse personenbezogene Daten seiner Nutzer an Dritte verkaufte. Ein Datenschutzskandal der seines Gleichen sucht.

Im Zuge der Berichte posteten Twitter-Nutzer sodann ihre Reaktionen auf die Coinbase-Verstrickungen. So manchem schien die Grenze des Tolerablen erreicht:

Bitcoin macht euch überflüssig! #DeleteCoinbase

Das scheint indes gar nicht so einfach zu sein. Denn um seinen Account bei Coinbase schließen zu können, darf dieser keine BTC mehr enthalten. Das Abheben eines Restbetrags gestaltet sich mitunter allerdings schwierig. Denn häufig verbleibt mit sogenanntem Dust ein Kleinstbetrag an Krypto-Vermögen auf den Kontos, der nicht einmal ausreicht, um die Transaktionsgebühren zu bezahlen. Er muss also auf den Exchanges verbleiben – und verhindert so eine Schließung.

BTC zum Mond

Zum Abgang etwas leicht Verdauliches: Der Krypto-Trader „MagicPoopCanon“ – der Name lässt an der Seriosität des Users keinen Zweifel – hat eine Umfrage auf Twitter durchgeführt, bei der er seine Follower nach ihrer Bullishness in Bezug auf die Mutter aller Kryptowährungen befragte.

Nun gibt es Ergebnisse dieser (nicht repräsentativen) Umfrage:

Und die lassen sich sehen. Eine Mehrheit der Teilnehmenden ist sich siegessicher: Bitcoin könnte eines schönen Tages einen sechsstelligen Betrag wert sein. Die Kanone selbst ist ebenfalls der Auffassung, dass „Bitcoin irgendwann die 1.000.000-US-Dollar-Marke überschreiten könnte“.

Wir hätten nichts dagegen.

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