UBS reicht neues Patent ein: IP-Schutz für Smart-Contract-Validierung

Das weltweit größte Finanzdienstleistungsunternehmen UBS versucht, sicherere Computersysteme zu schaffen.



In einer am vergangenen Donnerstag veröffentlichten Patentanmeldung des US-Patent- und Markenamtes erklärt UBS, wie es einen Distributed Ledger zur Validierung von Transaktionen verwenden kann. Dies soll durch eine dauerhafte Aufzeichnung aller in der Kette begangenen Handlungen erfolgen. Die Hauptvorteile eines Distributed Ledger gegenüber traditionellen Technologien sind je nach Anwendung seine Dezentralisierung und Unveränderbarkeit. Die Erfindung bezieht sich auf blockchain-basierte Validierung. Dazu gehört beispielsweise die blockchain-basierte Validierung des Trägers eines privaten Schlüssels, der zum Registrieren eines Datensatzes auf einer Blockchain verwendet wird.

Die UBS Patentanmeldung:

„Es sind eine Reihe von nicht blockchain-basierten Technologien in Bezug auf Konto- und Datensicherheit, Authentifizierung und Verifizierung vorhanden (z. B. Autorisierung / Zugang zu Finanz- oder anderen Konten, Überprüfung von Käufern von Kauftransaktionen, Überprüfung von Wertpapierinhabern, Dokumentenprüfung durch Notare usw.). Diese Technologien beruhen jedoch auf dem Vertrauen gegenüber der dritten Partei, die die Datenbank verwaltet.“

Die Anwendung sieht eine Verwendung von Smart Contracts vor, um automatisch zu registrieren, dass ein Datensatz zur Kette hinzugefügt wurde. Sobald der Datensatz hinzugefügt wurde, erhält der Benutzer automatisch eine Benachrichtigung, die von demselben Vertrag aus gesendet wird. UBS gab an, sie könnte den Smart Contract entweder auf dieselbe Blockchain aufsetzen, die die hinzugefügten Daten speichert, oder zwei getrennte Blockchains entwickeln: eine, um die Daten zu speichern, und eine, um die Smart-Contract-Monitoring-Daten aufzunehmen.

Das Unternehmen ist schon seit längerem an Blockchain-Anwendungen interessiert. UBS-Chef Sergio Ermotti glaubt, dass die Blockchain-Technologie „eine große Rolle bei der Veränderung und Neugestaltung unserer Branche im vergangenen Oktober gespielt hat“. Das Unternehmen hatte bereits Ende 2016 in Zusammenarbeit mit IBM eine auf der Blockchain basierende Transaktionsplattform entwickelt. Unter dem Namen Batavia wurde das Projekt Anfang Oktober 2017 durch den Beitritt von vier großen Banken erweitert.

BTC-ECHO

Über Alina Ley

Alina LeyAlina Ley ist seit März 2017 als Autorin bei BTC-ECHO tätig. Nach ihrem BWL-Studium (Bachelor) an der Universität Trier konnte sie berufliche Erfahrungen im Controlling und Business Development sammeln. Anschließend absolvierte sie ihr Masterstudium (Business Administration) in Köln. Im Rahmen ihrer Masterthesis („Erfolgsfaktoren von Kryptowährungen“) erlangte sie umfangreiche Kenntnisse auf dem Gebiet der Krytowährungen und Blockchain-Technologie. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten sowie der gesellschaftliche Nutzen.

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