Türkei: Lira im Sinkflug, Bitcoin-Interesse steigt

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Die türkische Lira befindet sich im Sturzflug. Entsprechend forderte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Bevölkerung auf, vorhandene Reserven in Euro und US-Dollar in die Landeswährung zu tauschen. Offenbar wenden sich viele Türken stattdessen Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu.

Schon mehrfach hat sich gezeigt, dass wirtschaftlich gebeutelte Länder ihre Hoffnung in Bitcoin & Co. setzen. Venezuela und der Iran sind zwei bekannte Beispiele. Anfang des Jahres gab es auch in der Türkei Überlegungen zu einer möglichen eigenen Kryptowährung, dem Turkcoin. Allerdings blieb es dabei bislang bei vagen Ideen. Die aktuelle Währungskrise ist nun in einem gesteigertes Krypto-Interesse in der türkischen Bevölkerung resultiert.

Kein Vertrauen in die Fiatwährung

Internationale Investoren sind beunruhigt. Präsident Recep Tayyip Erdoğan nimmt immer mehr Einfluss auf die Zentralbank, während es ihm nicht gelingt, die Staatsschulden zu tilgen. Zudem verschärft sich die angespannte Lage zwischen den USA und der Türkei immer weiter. Ein Ende des Wirtschaftsstreits ist nicht in Sicht. Entsprechend verhält sich der Kurs der türkischen Lira: Seit Beginn des Jahres hat die türkische Währung mehr als ein Drittel ihres Werts verloren. Während die türkische Lira somit am 10. August ihr historisches Tief erreichte, gelingt es Erdogan nicht, dem Volk seine Sorgen zu nehmen. Stattdessen forderte er die Bevölkerung dazu auf, Ersparnisse in Euro oder US-Dollar sowie vorhandenes Gold in Lira umzutauschen, um die landeseigene Währung zu stützen.

Viele türkische Anleger scheinen jedoch das Vertrauen in die landeseigene Fiatwährung verloren zu haben. So weisen die türkischen Kryptobörsen Paribu, BtcTurk und Koinim ein Volumenwachstum von mehr als 100 Prozent auf. Laut CoinDesk sprießen täglich weitere Kryptobörsen aus dem türkischen Boden. Erfahrene Kryptonutzer, die anonym bleiben wollen, berichteten dem Newsportal, dass sich vermehrt Verwandte und Familie an sie wenden würden, um zu erfahren, wie man Kryptowährungen erwirbt. Angesichts der aktuellen Schwäche der Lira fühlten sie sich mit Bitcoin & Co. sicherer.

Bislang stehen den türkischen Krypto-Enthusiasten keine rechtlichen Hindernisse gegenüber. Die Angst vor möglichen Sanktionen des Kryptohandels durch die türkische Regierung steigt allerdings proportional zum wachsenden Interesse an Bitcoin & Co.

BTC-ECHO

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