Thailand: 27-Jähriger soll Bitcoin für 24 Millionen US-Dollar unterschlagen haben

Thailand: 27-Jähriger soll Bitcoin für 24 Millionen US-Dollar unterschlagen haben
Kryptokompass

Thailand. Die Polizei hat kürzlich einen 27-jährigen Mann verhaftet, der offenbar Bitcoin im Wert von 24 Millionen US-Dollar unterschlagen hat. Mit dem Geld sollten eigentlich Unternehmensanteile erworben werden, was aber nie geschah.

Wie die Bangkok Post berichtet, wurde kürzlich im Bezirk Chatuchak in Bangkok der 27-jährige Jiratpisit „Boom“ Jaravijit verhaftet. Jaravijit besuchte gerade die Filmaufnahmen in einem nahe gelegenen Kinozentrum, als er verhaftet wurde. Ihm und sechs weiteren Verdächtigen wird vorgeworfen, Gelder von Investoren unterschlagen zu haben. Unter den Verdächtigen befinden sich auch sein älterer Bruder und seine Schwester. Der finnische Investor Aarni Otava Saarimaa hatte ihn im Vormonat wegen der Unterschlagung seines Vermögens im Wert von 24 Millionen US-Dollar angezeigt. Die Behörden werfen Jaravijit zudem Geldwäsche vor, was er verneint.

dragon coinDie Kriminellen aus Thailand haben den Anlegern versprochen, in ihrem Namen Anteile mehrerer Unternehmen zu erwerben, die angeblich in den Dragon Coin investiert haben. Die Investoren haben außerdem keine Dividende erhalten. Zudem wurden sie zu keiner Hauptversammlung der Anteilseigner eingeladen. Die Einlage wurde von den Kriminellen in Bitcoin umgetauscht. Vermutlich, um die Spur des Geldes zu verwischen und die Ermittlungen der Behörden zu erschweren. Nach Angaben einer Sondereinheit der Polizei namens Crime Suppression Division (CSD) haben zudem die fraglichen Unternehmen niemals Gelder in den Dragon Coin (DRG) mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln investiert. Auf die Rückfragen der Anleger sollen die Verdächtigen stets ausweichend geantwortet haben. Laut CSD wurden die Bitcoin-Wallets der Kriminellen nach und nach in die thailändische Landeswährung umgetauscht, um die Baht später auf die eigenen Bankkonten transferieren zu können.

Thailand ebnet den Weg für Kryptowährungen

In Thailand stehen beim Thema Bitcoin & Co. derzeit die Ampeln auf Grün, die Zentralbank macht für die Banken den Weg für eine legale Nutzung von Kryptowährungen frei. Verkäufer von Kryptowährungen müssen sich aber laut der neuen Regulierung unbedingt bei den thailändischen Behörden registrieren. Bei Zuwiderhandlung drohen strafrechtliche Konsequenzen.

BTC-ECHO

Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen, die glücklicherweise ohne die Kontrolle von Zentralbanken funktionieren. Sehr gerne möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass Bitcoin & Co. nicht nur für reine Spekulanten von Interesse sind, sondern auch für die Frau und den Mann von nebenan.

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