Tendai Biti: Simbabwe sollte Bitcoin als Nationalwährung einführen

Max Kops

von Max Kops

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Young man from Africa, thinking

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Simbabwe ist ein Land, das bereits einige Finanzkrisen erlebt hat. Doch mit jeder Krise gibt es jemanden, der sie lösen kann. Tendai Biti sieht sich als letzte verantwortliche Person, möchte das Land jetzt jedoch mit einem radikalen Plan retten. Seine Idee: Bitcoins könnten die Probleme lösen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Die Wirtschaftskrise in Simbabwe wird nicht einfach zu lösen sein. Dem Land fehlen massiv finanzielle Mittel. Banken haben Probleme mit langen Warteschlangen von Menschen, die ihr Geld abheben möchten. Die meisten dieser Menschen gehen leider leer aus.

Firmen haben Probleme, Vorräte zu importieren und Lagerbestände aufrecht zu erhalten, Hausbesitzer können ihre Raten nur schwer entbehren. Letzteres könnte wieder dazu führen, dass einige Bewohner ihre Häuser verlieren.

Fakt ist: Die Wirtschaftskrise trifft die gesamte Bevölkerung.

Tendai Biti: Ist Bitcoin die Lösung für die Finanzkrise in Simbabwe?


Die Probleme sind nichts Neues für Simbabwe: Durch vergangene Wirtschaftskrisen ergaben sich schlechte Bedingungen für die Bevölkerung. Da man bereits seit mehr als einem Jahrzehnt unter Hyperinflationen leidet, kommt eine Ausweitung der Geldmenge nicht infrage.

Auch der Versuch, den Simbabwe-Dollar durch einen Basket von anderen Währungen zu ersetzen und damit die Wirtschaft zu stabilisieren, ist in der Vergangenheit immer gescheitert oder hat die Situation letztendlich sogar verschlechtert.

„Privatisierte Bitcoin-Nationalwährung“ für Simbabwe

Der Grund, warum Bitcoins für die Lösung der Wirtschaftskrise ins Spiel kommen, ist ihre Autonomie: Biti erhofft sich, dass man mit einer stärkeren Eigenverantwortung und einer nicht existenten staatlichen Regulierung vielerlei Problemen aus dem Weg gehen könne, wie er erklärt:

Wenn Simbabwe eine privatisierte Bitcoin-Nationalführung einführen würde und sich der Markt auf natürliche Weise auf eine Bitcoin-ähnliche Währung einstellt, während andere Währungen dieser Welt zeitgleich unter Geldmengenausweitungen leiden, könnten große Mengen nach Simbabwe fließen. Simbabwe würde sich von einem hilflosen Land zu einem internationalen Bankenzentrum mit einer stabilen Kryptowährung entwickeln.

Andererseits spricht Biti also auch von einer privatisierten Währung. Wichtig sei aber vor allem, dass man sie zur Nationalwährung erkläre, um im wirtschaftlichen Gesamtsystem die Grundlagen zu schaffen, dass die Währung flächendeckend akzeptiert wird.

 

Meinung des Autors (Max):

Es ist fraglich, ob es Simbabwe gelingt, eine Art Bitcoin zu schaffen und dabei – ohne auf der anderen Seite Vorteile zu bieten- gegenüber dem originalen Bitcoin große Akzeptanz findet. Schließlich könnten Investoren nach wie vor auf Bitcoins und andere etablierte Kryptowährungen zurückgreifen, um der Inflation von Fiatwährungen zu entfliehen, und müssen dabei nicht auf den „Bitcoin Made in Simbabwe“ zurückgreifen.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Nick Marinoff via newsbtc


 

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