Tech-ECHO KW35 – Hard Forks, Storj und Roboter im Walmart

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Quelle: shutterstock

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Sowohl bei der kommenden Constantinople Hard Fork als auch bei der Bitcoin Cash Hard Fork gibt es starke Spannungen in den Communities. Firefox blockt zukünftig Kryptomining-Scripts, während Coinbase ihren Cold Storage in einem Faradaykäfig verfrachtet. Das Tech-ECHO.

Auf technischer Seite war die vergangene Woche stark von Hard Forks und Protokoll-Updates geprägt: Die Ethereum-Community diskutierte eifrig die kommende Constantinople Hard Fork. Ebenso war der angekündigte Split zwischen Bitcoin Cash/ABC und Bitcoin SV das dominante Thema in der Bitcoin-Cash-Community. Neben diesen Themen steht eine kritische Analyse des Mining-Herstellers Bitmain im Fokus des heutigen Tech-ECHOs. Außerdem werfen wir den Blick auf ein Incentive-Programm im Storj-Netzwerk und auf blockchaingesteuerte Roboter in Logistikzentren von Walmart.

Bitcoin: Neues zu Light Clients und ZAP

Zunächst zu Bitcoin. Dort ist vor allem erwähnenswert, dass das BIP158 nun Teil des Core-Codes ist. Beim BIP158 handelt es sich um ein Proposal, welches einen neuen, in BIP157 definierten Typ von Light Client realisieren soll. Bisherige Light Clients wurden auf Basis von BIP37 entwickelt, haben jedoch einige Sicherheitsprobleme. So sind sie recht anfällig für DoS-Attacken. Die Idee ist, die benötigte Bandbreite durch sogenannte deterministische Filter zu minimieren. BIP 158 definiert derartige Filter und ist ein zentraler Baustein, mit dem BIP137 realisiert werden kann.

Im Umkreis des Lightning Networks gibt es eine neue Version der ZAP-Wallet. Wichtigste Neuerungen sind die Einführung automatischer Updates und eine Vorbereitung der internen Architektur auf Dinge wie Neutrino, einem auf Privatsphäre fokussierten Bitcoin Client.

Ethereum und Bitcoin Cash: Zwei Hard Forks und der Bitcoin-Cash-Stresstest


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Die Constantinople Hard Fork ist ein Teil des Metropolis-Upgrades und soll im Oktober kommen. Doch nicht alles ist einfach: Wie geht es mit der Difficulty Bomb, die im Zusammenhang mit dem geplanten Wechsel von Proof of Work zu Proof of Stake steht, weiter? Wie soll der Incentive der Miner mit Hinblick auf Casper geregelt werden? Eine Analyse der Debatten um die kommende Hard Fork zeigt die Schwierigkeit, die unterschiedlichen Stakeholder im Ethereum-Netzwerk mitzunehmen.

Während bei Ethereum die Situation angespannt ist, bewegt sich Bitcoin Cash mit großen Schritten in Richtung Chain Split. Die für November angesetzte Bitcoin ABC Hard Fork wird von Craig Wright beziehungsweise nchain nicht unterstützt. Stattdessen plädiert nchain für einen neuen Client namens „Bitcoin SV“ („Satoshi Vision“). Ein Artikel versucht das unterschiedliche Vorgehen mit den unterschiedlichen Governances zu erklären.

Es gibt allerdings auch eine gute Nachricht aus dem Bitcoin-Cash-Netzwerk: Am Samstag, dem 1. September, fand der angekündigte Bitcoin-Cash-Stresstest statt. Dieser war für die Bitcoin-Cash-Community wichtig, wollte man doch so zeigen, dass man ohne Lightning Network oder andere Off-Chain-Lösungen deutlich besser als Bitcoin skalieren kann. Im Rahmen dieses Stresstests konnten an diesem Tag zwei Millionen Transaktionen verarbeitet werden. Damit überbot man die Anzahl an On-Chain-Transaktionen auf der Bitcoin-Blockchain deutlich und übertraf zudem das bisherige Maximum von XRP-Transaktionen (1,7 Millionen) vom Januar dieses Jahres.

Weitere News bei Altcoins: Incentive Program für Storj und Neues beim Loom Network

Bei den kleineren Coins hat sich auch etwas im technischen Umfeld getan: Storj, das dezentrale Cloudnetzwerk, hat ein Incentive Program gestartet. Mit dem Open-Source-Partner-Programm möchte Storj Projekte, die sich um Datenspeicherung in der Cloud kümmern, unterstützen. Außerdem hat das Development Team hinter Storj verlautbart, dass das erwartete V3-Netzwerk nun im Private-Alpha-Status ist. Ziel dieses Updates ist eine bessere Skalierbarkeit des Storj-Netzwerks.

Loom Network ist eine Kryptowährung, die für das digitale Trading Card Game Zombie Battleground bekannt ist. Das System erlaubt den Aufbau von skalierbaren, blockchainbasierten Spielen und sozialen Netzwerken. Jüngst hat das Development-Team verlauten lassen, dass das Loom Network nun mit drei Sidechains arbeitet. PlasmaChain ist der Ort, an dem die collectibles gespeichert werden und baut dabei auf Konzepten wie Plasma und dem ERC721-Standard auf. GamceChain ist eine Sidechain, in der alle Spielmechanismen gespeichert sind. Social Chain schließlich ist eine Chain, über die die Community mit einer dApp miteinander interagieren kann.

Neue Entwicklungen im Blockchain-Sektor: Blockchain-powered Roboter, Bitfis Wallet doch hackbar und noch einmal Bitmains IPO

Walmart baut eine Roboterarmee auf. Diesen Eindruck könnte man jedenfalls gewinnen, wenn man das jüngst akzeptierte Patent von Walmart liest. In diesem geht es um die Authentifizierung von Robotern. Walmart arbeitet damit daran, den Logistik-Markt zu automatisieren. Derartige Roboter stellen willkommene Honey Pots für Hacker dar, weshalb Walmart die Interaktion mit den Robotern über eine Blockchain absichern möchte.

Bitfi war des Öfteren in den News. Der Claim, eine unhackbare Wallet geschaffen zu haben, war offensichtlich zu gewagt: Innerhalb kurzer Zeit häuften sich die Meldungen über diverse erfolgreiche Wallet-Hacks. Inzwischen hat auch das Unternehmen rund um Kryptoguru John McAfee Sicherheitslücken eingeräumt und angekündigt, Sicherheitsexperten einzustellen.

Bitmains IPO ist in aller Munde. Kann der Börsengang das Unternehmen weiter an der Spitze der Mining-Industrie halten? Ein Artikel von Allen Guo, auf Englisch veröffentlicht auf samsonmow.com, äußert diesbezüglich Bedenken. Gemäß dem Artikel konnte das Unternehmen mehrere Jahre keine Innovation vorweisen – fatal für Chiphersteller. Unabhängig davon, wie man zu Bitmain steht, ist der Artikel eine interessante Einführung in die Mining-Industrie.

Illegales Kryptomining ist nach wie vor ein Problem. Das hat Firefox erkannt und möchte nun entsprechende Scripts blocken. Damit folgt Firefox dem Opera-Browser und dem Bestreben von Google, im Googles App Store entsprechende Scam-Software und -Plugins zu blocken. Wie erfolgreich diese Bestrebungen sind, wird sich zeigen müssen, schließlich schläft die Hackerszene nicht. Zunächst enthält der kommende Nightly Build von Firefox einen entsprechenden Script-Blocker welcher dann, sofern die Tests erfolgreich verlaufen, in Firefox Version 63 implementiert werden soll.

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