Tech-ECHO KW 39 – Von Bugfixes, Block Producern und zk-SNARKs
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Tech-ECHO KW 39 – Von Bugfixes, Block Producern und zk-SNARKs

Nicht nur Bitcoin, auch Litecoin und Monero mussten Bugfix-Releases veröffentlichen. Im EOS-Ökosystem wächst die Sorge um eine chinesische Monopolstellung bei den Block Producern. Außerdem hat Vitalik Buterin seine Vision von einer schnellen Ethereum-Blockchain dargelegt – mithilfe von ZCash. 

Ein wichtiges Announcement: Tech-ECHO wird in Zukunft etwas anders als in den letzten Ausgaben aufgebaut sein. Zum einen wird es alle zwei Wochen ein Tech-ECHO geben. Zum zweiten erhält das Tech-ECHO etwas mehr Struktur: Statt zu einem großen Rundumschlag auszuholen, werden ausgewählte Neuigkeiten etwas genauer ausgearbeitet und im Anschluss ein grober Überblick über weitere technische Neuigkeiten aus dem Krypto-Sektor geboten.

Als Fokusstories schauen wir auf die Bugs, Bugfixes und Updates der Kryptowährungen, auf die Block Producer im EOS-Netzwerk und auf Vitaliks Vision für Ethereum.

Bugs, Bugfixes und Updates bei Bitcoin, Bitcoin Cash, Monero und anderen Kryptowährungen

In der letzten Woche haben wir den Bitcoin-Bug CVE-2018-17144, der eine Bitcoin-Generation aus dem Nichts ermöglicht hätte, genauer besprochen. Sehr tech-affinen Lesern ohne Angst vor C++-Source-Codes sei der Wrap-Up von Jimmy Song ans Herz gelegt. Das Bitcoin-Core-Team hat jedenfalls einen Bugfix schnell veröffentlicht. Aber noch ist diese Episode in der Geschichte Bitcoins nicht vorbei: Aktuell sind lediglich 52 Prozent der Bitcoin-Nodes sicher.


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Bei Bitcoin Cash ist die Situation weniger dramatisch, da das Netzwerk nicht größtenteils mit einem Client arbeitet. Wie im oben verlinkten Artikel schon betont sind die Bitcoin-XT- und Bitcoin-Unlimited-Nodes von dem Bug nicht betroffen. Da Bitcoin-SV-Nodes weniger als einem Prozent des Bitcoin-Cash-Netzwerks ausmachen, bleibt die Frage, wie sicher die Bitcoin-ABC-Nodes sind. Diese machen 57 Prozent des Netzwerks aus. Aktuell haben 36 Prozent der Bitcoin-ABC-Nodes das Update abgeschlossen, was bedeutet, dass immerhin 63 Prozent vom Bitcoin-Cash-Netzwerk sicher sind.

Auch andere Kryptowährungen wie Litecoin oder Dogecoin sind von dem Bug betroffen. Bisher haben im Litecoin-Netzwerk nur 11,5 Prozent auf den aktuellen Client geupdatet. Es ist also noch viel zu tun.

Doch auch jenseits von CVE-2018-17144 kam es zu Bugs. Monero hatte einen Fehler, der ein wenig an Bitcoins Sicherheitslücke erinnert. Durch diesen hätten Hacker Kryptobörsen vorgaukeln können, mehr XMR als tatsächlich an dieselbe geschickt zu haben. Der als „Burning Bug“ bekannte Fehler wurde inzwischen im Monero-Client behoben. Ebenso musste Electroneum verschiedene Bugs beheben.

Doch es gibt sie noch: Updates, die keine dramatischen Sicherheitslücken stopfen. Die bekannte Bitcoin-Wallet BTC.com unterstützt nun BIP70, ein Bitcoin Improvement Proposal, welches den Zahlungsprozess sicherer macht und für eine bessere Nutzererfahrung sorgt. Schließlich hat Ripple den XRP-Client rippled geupdatet. Durch das DepositPreAuth Amendment können Ripple-Server bestimmte Adressen standardmäßig als Sendeadressen zulassen.

EOS in den Händen Chinas? Wie sich Block Producer gegenseitig Votes zuschustern

EOS’ Block Producer sorgten zu Beginn des EOS-Mainnet für Probleme. Nun scheint es eine neue Episode der Serie „EOS und die Block Producer“ zu geben: Laut einer chinesischen Quelle scheinen sich verschiedene Block Producer gegenseitig zu wählen und damit den demokratischen Gedanken hinter einem Delegated Proof of Stake zu untergraben. Außerdem soll Huobi andere Block Producer im Tausch für einen Teil der erwirtschafteten Rewards wählen. Ein EOS-Token-Holder mit dem Twitter-Account „Handle Maple Leaf“ hat den Fall gut aufbereitet.

Für viele innerhalb der EOS-Community besteht deshalb Grund zur Sorge, dass sich die Block Producer gegenseitig ihre Position sichern. Mehr als die Hälfte der Block Producer sitzt aktuell in China. Wenn man im Hinterkopf behält, dass CCID, ein chinesisches Blockchainranking, EOS zum besten blockchainbasierten System krönte, kommt die Sorge auf, ob diese chinesischen Block Producer das gesamte System korrumpieren könnten.

Ethereum: Mit zk-SNARKs zu 500 TPS?

Jeder weiß: Ethereum hat ein Skalierungsproblem. An verschiedenen Fronten wie Sharding oder Plasma versucht Ethereum das Problem zu lösen. Vitalik Buterin sieht in den zk-SNARKs einen Lösungsansatz. Die Zero Knowledge Proofs sind integraler Bestandteil von ZCash, sind jedoch mit dem Byzanthium-Update nun auch Teil von Ethereum. In einem Post im Ethresearch-Forum legt Vitalik dar, wie die Zero Knowledge Proofs zu einer On-Chain-Skalierung nützlich sind. Mithilfe derer soll die Validierung vieler Transaktionen auf einmal möglich sein, sodass ohne Second Layer und ohne Vergrößerung der Blockgröße 500 Transaktionen pro Sekunde verarbeitet werden können.

Die Äußerung war nicht das einzige Positive, was Vitalik Buterin über ZCash sagte. In einer Twitter-Debatte über einen hypothetischen „Chain-Merge“, also ein Zusammenführen zweier Blockchains, sagte er, dass ein Merge zwischen Ethereum und ZChash interessant wäre:

Weitere Tech-News

Bitcoin ist nicht für seine Anonymität bekannt, ein Manko, welches verschiedene Projekte beheben wollen, die Wasabi-Wallet verspricht anonyme Zahlungen dank einer verbesserten Version von Coinjoin und dem Tor-Netzwerk. Jüngst hat zkSNACKs eine neue Version der Wallet veröffentlicht.

Neben DASH Text hat die Kryptowährung die Entwicklung von Long Living Masternode Quorums oder kurz LLMQs bekannt gegeben, einem wichtigen Schritt in Richtung DASH Evolution.

„Do it yourself“ denkt sich Ethereum Classic und setzt darauf, anstrebenden Entwicklern die richtigen Tools zur Hand zu geben. Das Standard-Development-Kit Emerald soll dApp-Entwicklern die Arbeit erleichtern.

MasterCard hat in den letzten Wochen mehrfach blockchainrelevante Patente eingereicht. In einem neuen Patent beschreiben sie nun ein System, mit dem Transaktionen gespeichert werden. Die Blockchain sorgt dabei nicht nur für eine gewisse Unveränderlichkeit, sondern ist auch leichter auditierbar als bestehende Systeme.

Auf MyCrypto können Nutzer Transaktionen im Vorfeld planen. Vitalik ist von einem derartigen Feature begeistert und nannte solche Entwicklungen „sehr wertvoll“.

Bancor zeigt, dass man bezüglich EOS und Ethereum nicht „entweder oder“ denken muss und startete BancorX – eine Brücke zu EOS. Bancor ist damit auch auf EOS beheimatet.

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