Swisscom und dloop bringen digitale Kunst auf die Blockchain

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Swisscom

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Swisscom und dloop bieten mit der NOOW-App Kunst auf der Blockchain an. Swisscom-Kunden können ab sofort das heimische Wohnzimmer als Galerie nutzen und seltene digitale Kunstwerke auf dem TV-Bildschirm präsentieren.

Neues aus dem Crypto Valley: In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom hat das Krypto-Start-up dloop eine App entwickelt, mit deren Hilfe Künstler ihre Rechte am Bild kontrollieren können. Sicherstellen soll dies ein Blockchain-Protokoll.


Zunächst will Swisscom 100 digitale Kunstwerke von 30 verschiedenen Künstlern ins Programm aufnehmen. Kunden des Entertainment-Abonnements Swisscom TV können sodann auf die kuratierte Kunstdatenbank zugreifen und zertifizierte Kopien der Arbeiten kaufen. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die Swisscom am 22. Mai veröffentlicht hat.

Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

Antwort geben soll das System auf Probleme, die mit der technischen Reproduzierbarkeit von Kunstwerken einhergehen. Insbesondere im Digitalen steht einem massenhaften Kopieren von Arbeiten kaum noch etwas im Weg. Kunst indes ist keine Massenware. Schließlich speist sich der Wert von Arbeiten unter anderem auch aus ihrer Seltenheit.

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Diese Seltenheit will dloop mit der NOOW-App garantieren. Denn auf Swisscom TV sind immer nur eine bestimmte Anzahl an Arbeiten verfügbar. Durch diese Verknappung soll der Wert der Arbeiten als Sammelobjekt wieder steigen. Walter Benjamin hätte seine Freude an der Blockchain gehabt.

„NOOW macht digitale Kunst zum Sammlerobjekt und schafft einen Wert“, fasst dloop-CEO Tom Rieder die Verheißungen des Systems zusammen.

Ferner plant Kuratorin Stefanie Marlene Wenger, die für die Auswahl der auf NOOW verfügbaren Arbeiten verantwortlich ist, bereits die nächsten Schritte:

Dabei geht es nicht nur um die Schaffung einer virtuellen Galerie, sondern im nächsten Schritt auch um kuratierte Ausstellungen auf der Plattform und eine enge Zusammenarbeit mit Galerien.

Käufer digitaler Arbeiten wissen indes immer, wie viele Kopien der Werke in Umlauf sind. Genau dies ist erstmals durch die Blockchain möglich.

Swisscom fördert Krypto-Start-ups

Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ist kein Zufall. Schließlich verfügt der Schweizer Telekommunikationsanbieter über ein eigenes Förderprogramm namens Kickbox. Aus dessen Dunstkreis stammt auch dloop. Auch in Sachen Blockchain-Förderung ist Swisscom kein unbeschriebenes Blatt. Bereits 2017 gründete das Unternehmen einen eigenen Blockchain-Ableger.

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