Südkoreanische Krypto-Börse Zeniex schließt bereits nach 5 Monaten

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Südkoreanische Krypto-Börse Zeniex schließt bereits nach 5 Monaten

Erst im Mai dieses Jahres wurde die Krypto-Börse Zeniex eröffnet, um „eine gesunde Anlageumgebung für digitale Vermögenswerte zu schaffen“. Nun musste sie jedoch nach nur fünf Monaten ihre Tore wieder schließen. Grund seien Schwierigkeiten mit dem eigenen Token ZXG. Doch woran ist es konkret gescheitert?

Südkorea steht mit den Krypto-Börsen eigentlich auf gutem Fuß. Die ehemals strenge Regulierung lockerte sich im Verlauf dieses Jahres zusehends. Erst Anfang November hatte die Finanzaufsichtsbehörde grünes Licht für die Zusammenarbeit von Banken und Krypto-Börsen gegeben. Die Krypto-Börse Zeniex musste ihren Betrieb allerdings nach nur fünf Monaten wieder einstellen. Schuld seien Schwierigkeiten mit dem Token ZXG. Scheinbar gab es Probleme mit den Regulierungsbehörden.

Etwas Entscheidendes fehlte

Wie die Krypto-Börse in einer Pressemitteilung bekannt gab, wird sie ihren Betrieb zum 23. November einstellen. Darin weist sie noch einmal auf ihr ursprüngliches Ziel hin:

„Zeniex wurde am 8. Mai 2018 gegründet, um als Vision ‚eine gesunde Anlageumgebung für digitale Vermögenswerte zu schaffen‘ und unermüdliche Anstrengungen zu unternehmen, um Investoren den besten Service zu bieten.“

Diese Vision muss die Krypto-Börse nun an den Nagel hängen. Als Schließungsgrund nennt Zeniex Probleme des ZXG-Tokens:

„Mit den jüngsten Problemen in Bezug auf ZXG haben wir sowohl intern als auch extern große Überlegungen durchgeführt. Daher sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Weiterführung eines solchen Dienstes schwierig sein wird.”

Der Handel mit dem ZXG-Token wurde bereits am 9. November beendet. Token-Inhaber erhalten seit dem 12. November eine Entschädigung in Ether. Alle anderen Assets sind von den Nutzern vor Einstellung des Betriebes zurückzuziehen.

Zeniex hat als gemeinsames Unternehmen chinesischer und südkoreanischer Einheiten auch den ersten Kryptowährungsfonds Südkoreas aufgelegt, den ZXG Crypto Fund 1. Dieser war anscheinend auch die Ursache des Problems. Ende Oktober forderten der südkoreanische Finanzaufsichtsdienst (FSS) und die Financial Services Commission (FSC) die Anleger auf, bei virtuellen Währungsfonds vorsichtig zu sein. Die Absicherungen durch das Kapitalmarktgesetz könnten hier nicht greifen. Dennoch sind Krypto-Börsen dazu verpflichtet, ihre Krypto-Fonds bei der FSS registrieren zu lassen. Wie Business Korea berichtete, sei dies bei Zeniex nicht geschehen. Auch der Treuhänder der Vertriebsgesellschaft sowie die Verwaltungsgesellschaft haben keine Genehmigung der FSC erhalten. Und wenn Registrierung und Genehmigungen fehlen, folgt zwangsläufig: die Schließung.

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