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Südkorea: Versicherung für Kryptobörsen soll kommen

Quelle: shutterstock

Südkorea: Versicherung für Kryptobörsen soll kommen

Schon bald sollen sich südkoreanische Handelsbörsen gegen Hacker-Angriffe versichern lassen können. Die Versicherung „Hanwha Insurance“ gab bekannt, im Oktober entsprechende Verhandlungen mit verschiedenen Kryptobörsen beginnen zu wollen. Der südkoreanische Versicherer betritt somit Neuland in der Branche. Bisher gab es im Krypto-Sektor nur Versicherungen, die gegen den Verlust persönlicher Daten, wie etwa Wallet-Passwörtern, absichern.

Allein im Jahr 2018 wurden weltweit Kryptowährungen im Wert von etwa 1,73 Milliarden US-Dollar durch Cyber-Attacken gestohlen. Hiervon waren auch südkoreanische Börsen stark betroffen: Die weltweit sechstgrößte Kryptobörse Bithumb verlor im Juni über 30 Millionen US-Dollar durch einen Hack. Die Konten wurden eingefroren und erst Anfang August ermöglichte Bithumb wieder Ein- und Auszahlungen. Zwar möchte die Handelsbörse die betroffenen Nutzer entschädigen und weitere Sicherheitsupdates implementieren – die Verluste konnten jedoch nur mit der Hilfe anderer Börsen aufgefangen werden. Derartige Angriffe sind für Bithumb nichts Neues: Bereits Ende 2017 wurde die Börse gehackt, damals wurden Wallets im Wert von 82 Millionen US-Dollar entwendet. Zusätzlich musste Bithumb 46.000 Euro Strafe zahlen, weil die Daten der Nutzer offenbar nicht ausreichend geschützt waren.

Die Versicherung „Hanwha Insurance“ will nun Abhilfe schaffen, indem sie ein Produkt anbietet, bei dem Kryptobörsen ihre Digitalwährungen absichern können.

Noch im Juni waren Versicherer äußerst skeptisch bei Krypto-Versicherungen

Am 25. Juni äußerte sich ein offizieller Vertreter der koreanischen Versicherungsindustrie höchst negativ über die Branche:

„Zwar drängt die Korea Blockchain Association auf stärkere Kontrollen und mehr Sicherheit im Kryptosektor. Wenn jedoch die größte, koreanische Krypto-Handelsbörse so anfällig für Cyber-Attacken ist, können wir dem Sektor noch nicht trauen.“

Umso bemerkenswerter ist der jetzige Schritt der Hanwha-Versicherung. Ein Repräsentant der Versicherungsgruppe sagte hierzu Anfang September:

„Wir werden im nächsten Monat die Verhandlungen mit verschiedenen Handelsbörsen beginnen. Über die genaue Ausgestaltung des Produkts können wir jedoch erst Aussagen treffen, sobald wir wissen, wie hoch die Nachfrage ist. Doch selbst wenn sich direkt eine Vielzahl an Exchanges beteiligen möchte, bedarf es, wie bei der Versicherung von Unternehmen üblich, einer individuellen und genauen Anpassung des Produkts.“

BTC-ECHO

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