Südkorea, Südkorea: USA macht Druck, Kryptobörsen müssen sicherer werden

Quelle: LAS VEGAS NEVADA, DECEMBER 14, 2015: Republican presidential candidate Donald Trump speaks at campaign event at Westgate Las Vegas Resort & Casino the day before the CNN Republican Presidential Debate via shutterstock

Südkorea: USA macht Druck, Kryptobörsen müssen sicherer werden

Kryptobörsen sowie Banken in Südkorea haben derzeit mit den neuen Anti-Geldwäsche-Gesetzen und den Know-Your-Customer-Regeln zu kämpfen. Nach Sanktionen aus den USA will man künftig besser mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten, um die Sicherheitsinfrastruktur der Börsen zu verbessern.

Südkorea, Kryptowährungen, Exchanges, der Bitcoin-Kurs und Regulierung: Eine scheinbar unendliche Geschichte. Zur Erinnerung: Im September 2017 erreichten uns immer wieder Meldungen, dass Exchanges im ostasiatischen Land gehackt worden seien. Schnell kamen Gerüchte auf, dass Kim Jong Un und das unter ihm stehende Regime dahintersteckten. Ob der gefürchtete Diktator nun tatsächlich Bitcoins hortet, ist bisher jedoch nicht geklärt. Anschließend wurde es vor allem im regulatorischen Umfeld laut um Südkorea. So dachte die Regierung offen darüber nach, den Handel mit Kryptowährungen komplett zu verbieten.

Das Volk ließ sich darauf jedoch nicht ein und antwortete prompt mit einer Petition, die die Regierung unter Zugzwang stellte. So konnten die Initiatoren genügend Befürworter unter sich versammeln, um zu erreichen, dass sich die Regierung differenzierter mit dem Thema auseinandersetzt. Dieser Druck kam zuletzt – zumindest indirekt – auch aus den eigenen Reihen. So standen Regierungsbeamte unter dem Verdacht, Insider-Handel betrieben zu haben, indem sie mit den ihnen bekannten Informationen am Einbruch des Bitcoin-Kurses im Januar profitierten.

So kam es dann auch, dass die Regierung ein System zur Überprüfung der Identität von Bankkunden entwickelte. Demnach wurde es für südkoreanische Exchanges Pflicht, Informationen über Transaktionen mit der Regierung zu teilen. Die Behörden führten das System zum 20. Januar 2018 ein, seitdem ist anonymes Trading mit Kryptowährungen in Südkorea deutlich schwieriger geworden.


Südkorea, Südkorea: USA macht Druck, Kryptobörsen müssen sicherer werden
[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Zumindest theoretisch. Denn wie koreanische Medien nun berichten, tun sich die Banken momentan noch schwer damit, die Anti-Geldwäsche-Gesetze und die zugehörigen Know-Your-Customer-Vorschriften richtig einzuhalten. Grund dafür ist offenbar der Mangel an (ausgebildetem) Personal:

„Abgesehen von den Bemühungen [der Banken] warnte die koreanische Finanzaufsichtsbehörde davor, dass die Banken ihre internen Kontrollsysteme nicht genügend verbessert haben.“

Hand in Hand? USA und Südkorea gegen Geldwäsche

Um die Infrastruktur der Banken in Bezug auf die Sicherheit zu verbessern, beschloss man dahingehend offenbar, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten. Dazu unterhielt sich der Zuständige aus Südkorea mit der von Trump beauftragten Dienstaufsicht des Office of Terrorism and Financial Intelligence. Diese ist unter anderem dafür verantwortlich, dass Terroristen keine finanzielle Unterstützung erhalten. Darüber hinaus ist sie für Finanz-Kriminalität, wirtschaftliche Sanktionen gegenüber „Schurkenstaaten“ sowie dem Kampf gegen Massenvernichtungswaffen zuständig. In Bezug auf die Überwachung von Kryptowährungen in Südkorea sah Sigal Mandelker Verbesserungsbedarf:

„Die Sekretärin der US-amerikanischen Schatzkammer Sigal Mandelker hat mit Kim Yong-beom, dem Vizepräsident der FSC [koreanische Finanzaufsicht] diskutiert, wie man die Anti-Geldwäsche-Gesetze vor allem in Bezug auf Krypto-Assets verbessern kann. Außerdem ging es dabei um eine internationale Zusammenarbeit.“

Ferner wolle die zuständige Behörde aus den USA den südkoreanischen Banken noch genauer auf die Finger schauen. Vor allem solche, die in New York operieren, stünden unter Verdacht, die Anti-Geldwäsche-Gesetze nicht genügend einzuhalten. In diesem Zusammenhang hat die USA bereits eine Strafe von elf Millionen US-Dollar gegenüber der Nonghyup Bank verhängt. Man habe bereits einige Lücken im Sicherheitssystem gefunden und werde in Zukunft weitere Untersuchungen anstellen.

Um weitere Sanktionen künftig zu verhindern, arbeitet nun auch die Regierung in Südkorea mit Hochdruck daran, die Sicherheit der landeseigenen Banken zu verhindern.

Die Kryptobörsen ziehen zwischenzeitlich nach. So hat Bithumb im Zuge der Regulierungsbestrebungen bereits den Zugrif für elf Länder blockiert und Transaktionslimits gesetzt. Auch Upbit hat bereits das neue Sicherheitssystem eingeführt, während 23 weitere Exchanges vereinbart haben, den Bestimmungen der koreanischen Blockchain Industry Association zu folgen.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Südkorea, Südkorea: USA macht Druck, Kryptobörsen müssen sicherer werden
Blockchain-Strategie der Bundesregierung – Nichts als „heiße Luft“?
Politik

Ab 2020 gelten in Deutschland neue Regeln für die Verwahrung von Krypto-Assets. Allerdings gibt es noch einige offene Fragen, vor allem hinsichtlich der Verwaltung digital verbriefter Wertpapiere in Form von Security Token. In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Parlamentariers Frank Schäffler schafft die Bundesregierung Klarheit – wenn auch nur bedingt.

Südkorea, Südkorea: USA macht Druck, Kryptobörsen müssen sicherer werden
Regulierungs-ECHO: Auf gute Nachbarschaft – Österreich und Deutschland wappnen sich für das Krypto-Jahr 2020
Märkte

Deutschland und Österreich bringen sich für das Schlüsseljahr 2020 in Stellung, während dänischen Bankmitarbeitern der Riegel vor Kryptowährungen geschoben wurde und ein karibischer Stable Coin das Schwimmen im Krypto-Gewässer lernt. Zudem können sich Krypto-Verwahrer nun zwar bei der BaFin registrieren, aber wenn es nach der russischen Zentralbank-Chefin geht, auch genauso gut Tulpen in ihr Sortiment nehmen. Das Regulierungs-ECHO.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Südkorea, Südkorea: USA macht Druck, Kryptobörsen müssen sicherer werden
China: Test digitaler Staatswährung bis Jahresende
Regierungen

Das Wettrennen um die Einführung digitaler Staatswährungen geht in die nächste Runde. Kurz nachdem Frankreich den Test eines digitalen Euro angekündigt hatte, zieht China nun nach. In Shenzen und Suzhou sollen sieben Institute ausprobieren, wie und wofür eine digitale Staatswährung genutzt werden könnte.

Südkorea, Südkorea: USA macht Druck, Kryptobörsen müssen sicherer werden
Blockchain-Strategie der Bundesregierung – Nichts als „heiße Luft“?
Politik

Ab 2020 gelten in Deutschland neue Regeln für die Verwahrung von Krypto-Assets. Allerdings gibt es noch einige offene Fragen, vor allem hinsichtlich der Verwaltung digital verbriefter Wertpapiere in Form von Security Token. In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Parlamentariers Frank Schäffler schafft die Bundesregierung Klarheit – wenn auch nur bedingt.

Südkorea, Südkorea: USA macht Druck, Kryptobörsen müssen sicherer werden
Altcoin-Marktanalyse: Binance Coin gewinnt, Top 10 in bearishen Gefilden
Kursanalyse

Insgesamt ist das Bild bei den Altcoins diese Woche als überwiegend freundlich zu bewerten. Gerade einige Kryptowährungen aus der zweiten und dritten Reihe weisen teils ansehnliche Kursgewinne auf.

Südkorea, Südkorea: USA macht Druck, Kryptobörsen müssen sicherer werden
Proof of Stake soll Dash-Netzwerk Leben einhauchen
Altcoins

Dash hatte 2019 im Vergleich zu den Vorjahren mit einer schwachen Marktkapitalisierung zu kämpfen. Gründe dafür liegen laut Ryan Taylor in der Vergütungsstruktur des Netzwerks, das eine Verteilung der Blockrewards an Miner und Masternodes vorsieht. Daher hat der CEO nun eine Änderung des Konsensverfahrens in Erwägung gezogen. In Zukunft könnte statt eines Proof of Work ein Proof of Stake zum Einsatz kommen.

Angesagt

Ethereum: Istanbul nach Komplikationen live
Ethereum

Das Ethereum-Netzwerk hat die Hard Fork Istanbul erfolgreich abgeschlossen. Ein Großteil des Netzwerks hat auf die neue Blockchain umgesattelt – entgegen einiger Bedenken von Ethereum-Entwicklern. Der Ether-Kurs konnte von der Fork bislang jedoch nicht profitieren.

Meinungs-ECHO: Bitcoin-Kurs bei 250k – auch ohne Halving
Insights

Ein Schock für die DigiByte Community: Die Bitcoin-Börse Poloniex verbannt den Coin, nachdem der DigiByte-Gründer gegen Tron gestänkert hat. Der US-amerikanische Finanzminister Mnuchin ist Konzernwährungen wie Libra gegenüber prinzipiell offen – solange sie denn nach den Regeln tanzen. Unterdessen erklärt Tim Draper, dass sein Bullentum nicht auf Halvings basiert. Das Meinungs-ECHO.

Bitcoin und traditionelle Märkte – Bitcoin weiter Schlusslicht
Märkte

Die Korrelation Bitcoins mit den übrigen Märkten ist weiterhin gering. Das gilt auch für die Volatilität, die unter drei Prozent liegt. Leider liegt die mittlere Performance Bitcoins weiterhin unter -0,5 Prozent.

Regulierungs-ECHO: Auf gute Nachbarschaft – Österreich und Deutschland wappnen sich für das Krypto-Jahr 2020
Märkte

Deutschland und Österreich bringen sich für das Schlüsseljahr 2020 in Stellung, während dänischen Bankmitarbeitern der Riegel vor Kryptowährungen geschoben wurde und ein karibischer Stable Coin das Schwimmen im Krypto-Gewässer lernt. Zudem können sich Krypto-Verwahrer nun zwar bei der BaFin registrieren, aber wenn es nach der russischen Zentralbank-Chefin geht, auch genauso gut Tulpen in ihr Sortiment nehmen. Das Regulierungs-ECHO.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: