Südkorea: USA macht Druck, Kryptobörsen müssen sicherer werden

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: LAS VEGAS NEVADA, DECEMBER 14, 2015: Republican presidential candidate Donald Trump speaks at campaign event at Westgate Las Vegas Resort & Casino the day before the CNN Republican Presidential Debate via shutterstock

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Kryptobörsen sowie Banken in Südkorea haben derzeit mit den neuen Anti-Geldwäsche-Gesetzen und den Know-Your-Customer-Regeln zu kämpfen. Nach Sanktionen aus den USA will man künftig besser mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten, um die Sicherheitsinfrastruktur der Börsen zu verbessern.

Südkorea, Kryptowährungen, Exchanges, der Bitcoin-Kurs und Regulierung: Eine scheinbar unendliche Geschichte. Zur Erinnerung: Im September 2017 erreichten uns immer wieder Meldungen, dass Exchanges im ostasiatischen Land gehackt worden seien. Schnell kamen Gerüchte auf, dass Kim Jong Un und das unter ihm stehende Regime dahintersteckten. Ob der gefürchtete Diktator nun tatsächlich Bitcoins hortet, ist bisher jedoch nicht geklärt. Anschließend wurde es vor allem im regulatorischen Umfeld laut um Südkorea. So dachte die Regierung offen darüber nach, den Handel mit Kryptowährungen komplett zu verbieten.

Das Volk ließ sich darauf jedoch nicht ein und antwortete prompt mit einer Petition, die die Regierung unter Zugzwang stellte. So konnten die Initiatoren genügend Befürworter unter sich versammeln, um zu erreichen, dass sich die Regierung differenzierter mit dem Thema auseinandersetzt. Dieser Druck kam zuletzt – zumindest indirekt – auch aus den eigenen Reihen. So standen Regierungsbeamte unter dem Verdacht, Insider-Handel betrieben zu haben, indem sie mit den ihnen bekannten Informationen am Einbruch des Bitcoin-Kurses im Januar profitierten.

So kam es dann auch, dass die Regierung ein System zur Überprüfung der Identität von Bankkunden entwickelte. Demnach wurde es für südkoreanische Exchanges Pflicht, Informationen über Transaktionen mit der Regierung zu teilen. Die Behörden führten das System zum 20. Januar 2018 ein, seitdem ist anonymes Trading mit Kryptowährungen in Südkorea deutlich schwieriger geworden.

Zumindest theoretisch. Denn wie koreanische Medien nun berichten, tun sich die Banken momentan noch schwer damit, die Anti-Geldwäsche-Gesetze und die zugehörigen Know-Your-Customer-Vorschriften richtig einzuhalten. Grund dafür ist offenbar der Mangel an (ausgebildetem) Personal:

„Abgesehen von den Bemühungen [der Banken] warnte die koreanische Finanzaufsichtsbehörde davor, dass die Banken ihre internen Kontrollsysteme nicht genügend verbessert haben.“

Hand in Hand? USA und Südkorea gegen Geldwäsche

Um die Infrastruktur der Banken in Bezug auf die Sicherheit zu verbessern, beschloss man dahingehend offenbar, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten. Dazu unterhielt sich der Zuständige aus Südkorea mit der von Trump beauftragten Dienstaufsicht des Office of Terrorism and Financial Intelligence. Diese ist unter anderem dafür verantwortlich, dass Terroristen keine finanzielle Unterstützung erhalten. Darüber hinaus ist sie für Finanz-Kriminalität, wirtschaftliche Sanktionen gegenüber „Schurkenstaaten“ sowie dem Kampf gegen Massenvernichtungswaffen zuständig. In Bezug auf die Überwachung von Kryptowährungen in Südkorea sah Sigal Mandelker Verbesserungsbedarf:

„Die Sekretärin der US-amerikanischen Schatzkammer Sigal Mandelker hat mit Kim Yong-beom, dem Vizepräsident der FSC [koreanische Finanzaufsicht] diskutiert, wie man die Anti-Geldwäsche-Gesetze vor allem in Bezug auf Krypto-Assets verbessern kann. Außerdem ging es dabei um eine internationale Zusammenarbeit.“

Ferner wolle die zuständige Behörde aus den USA den südkoreanischen Banken noch genauer auf die Finger schauen. Vor allem solche, die in New York operieren, stünden unter Verdacht, die Anti-Geldwäsche-Gesetze nicht genügend einzuhalten. In diesem Zusammenhang hat die USA bereits eine Strafe von elf Millionen US-Dollar gegenüber der Nonghyup Bank verhängt. Man habe bereits einige Lücken im Sicherheitssystem gefunden und werde in Zukunft weitere Untersuchungen anstellen.

Um weitere Sanktionen künftig zu verhindern, arbeitet nun auch die Regierung in Südkorea mit Hochdruck daran, die Sicherheit der landeseigenen Banken zu verhindern.

Die Kryptobörsen ziehen zwischenzeitlich nach. So hat Bithumb im Zuge der Regulierungsbestrebungen bereits den Zugrif für elf Länder blockiert und Transaktionslimits gesetzt. Auch Upbit hat bereits das neue Sicherheitssystem eingeführt, während 23 weitere Exchanges vereinbart haben, den Bestimmungen der koreanischen Blockchain Industry Association zu folgen.

BTC-ECHO


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