Südkorea: Kryptobörse Upbit von Behörden durchsucht – Bitcoin-Kurs sinkt

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Quelle: three police officers with bulletproof vests riot in uniform patrolling the streets of the city during the anti-terrorism controls via shutterstock

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Die größte Kryptobörse Upbit wurde von der Polizei und zehn Investigatoren untersucht. Die Börse steht unter dem Verdacht, ihre Zahlen gefälscht zu haben.

Was ist bloß mit Bitcoin los? Der Bitcoin-Kurs ist wieder mal am schwanken, viele warten sehnsüchtig nach der wohlverdienten Rally nach der seit Januar anhaltenden Korrekturphase. In diese Wartezeit kommt nun wieder einmal eine Nachricht aus Südkorea, die Unsicherheit erzeugt. Lokalen Medien zufolge fand dort eine Durchsuchung der Börse Upbit statt, die im Verdacht steht, ihre Zahlen gefälscht zu haben.


Die Zentrale von Upbit wurde demnach von 10 Ermittlern durchsucht. Demnach wurden in der Zentrale der Kryptobörse in Seoul sämtliche Rechner der Firma beschlagnahmt, um die Daten zu überprüfen. Der Verdacht ist, dass die Börse unter anderem vorgab, Kryptowährungen zu besitzen, die tatsächlich nicht vorhanden waren – und daraus Gewinne zu generieren.

Alles FUD? Upbit, Südkorea und der Bitcoin-Kurs

Die Negativschlagzeilen aus Südkorea korrelieren gewöhnlich mit einem Knick beim Bitcoin-Kurs. Erst im Januar kündigte die südkoreanische Regierung weitgreifende Regulierungsvorhaben an. Zudem führten sie ein System ein, um die Echtheit der Namen zu verifizieren. Währenddessen sank der Kurs bekanntlich um mehr als 50 Prozent innerhalb von zwei Monaten, um sich langsam wieder nach oben zu schlängeln. Ob FUD oder nicht – die Parallelen sind hier nicht von der Hand zu weisen.

Was sich jedoch nach wie vor auch weiterhin auf die (In-)Stabilität auswirkt, ist die Annäherung zwischen der transaktionellen und der spekulativen Nachfrage. Denn wie eine Studie der US-amerikanischen Federal Reserve Bank ergab, herrscht hier offenbar ein Ungleichgewicht. Während nach wie vor viele Menschen mit Bitcoin spekulieren, lässt die tatsächliche Verwendung als Zahlungsmittel momentan noch zu wünschen übrig. Laut der Studie ist demnach die Einführung der Bitcoin-Futures für die Korrektur mitverantwortlich. Sie soll allerdings auch dabei helfen, den Kurs etwas stabiler zu machen.

Der Bitcoin-Kurs steht momentan bei 7.380 Euro und einem 24-Stunden-Handelsvolumen von 6,7 Milliarden Euro. Während der monatliche Zuwachs momentan noch bei circa 30 Prozent liegt, ist er im Tagesverlauf um 6 Prozent gefallen, und in der Woche um knapp 9 Prozent. Die Szene erwartet nach wie vor das Durchbrechen der 10.000-US-Dollar-Marke (etwa 8.000 Euro), eine psychologisch wichtige Schranke.

BTC-ECHO

Edit am 15.05: Zahlenfehler verbessert.

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