Südkorea: Antrag auf ICO-Legalisierung eingegangen

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Women hand open door knob or opening the door. via shutterstock

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Ein Regierungsmitglied reichte in Südkorea einen Antrag zu ICOs ein. Darin forderte der Regierungsvertreter grünes Licht für ICOs. Eine Legalisierung würde für klarere Verhältnisse im asiatischen Krypto-Standort sorgen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

In Südkorea geht es in Sachen Blockchain und Kryptowährungen weiter voran. Nachdem am 27. April der Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea auf der Ethereum-Blockchain festgehalten wurde, gibt es nun Bestrebungen im Bereich der ICOs. Demnach hat ein Mitglied der Regierung einen Gesetzesentwurf eingereicht, der die Legalisierung der umstrittenen Funding-Methode vorsieht.


Wie die Korea Times berichtet, wurde der Entwurf von Hong Eui-Rak von der Demokratischen Partei Koreas eingereicht und von zehn anderen unterstützt. Der Entwurf sei darauf ausgerichtet, ICOs unter der Aufsicht der Regierung zu legalisieren, so Hong auf einem ICO-Forum bei der Nationalversammlung. Das Hauptziel sei es laut Hong, die Unsicherheiten im Blockchain-Umfeld abzuschaffen.

Legalisierung soll sicheres Umfeld schaffen

Davon gab es in Südkorea in der Vergangenheit einige. Im Februar wurde bekannt, dass dort mit Kryptohandel Devisenbetrug im Wert von insgesamt 600 Millionen US-Dollar betrieben worden war. Offenbar hatten Regierungsvertreter ihre Vormachtstellung ausgenutzt, um sich selbst Vorteile zu schaffen.

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Man überlegte fortan, Kryptobörsen zu schließen und weitestgehend einzudämmen. Das ging direkt mit dem letzten großen Kurssturz im Januar einher. Das Volk wehrte sich jedoch gegen die Regulierungspläne. So unterzeichneten insgesamt über 200.000 Befürworter eine Petition. Diese forderte die Regierung dazu auf, Kryptowährungen nicht blind zu regulieren. Sie sollte den „glücklichen Traum“ des Volkes nicht zerstören. Da es das südkoreanische Gesetz so vorsieht, musste sich die Regierung dann mit der Petition befassen und etwas einlenken. Möglicherweise, um wenigstens etwas Kontrolle zurückzubekommen, entwickelte die Regierung dann ein System zur Überprüfung von Namen. Demnach war es für Südkoreaner nicht mehr möglich, anonym Kryptowährungen zu kaufen.

Doch seit Kurzem wird das Kryptoklima in Südkorea immer milder. Wie wir am 2. März berichteten, will die Bank of Korea mit Kryptowährungen und Blockchain künftig eine bargeldlose Gesellschaft schaffen. Dazu wäre die vorgeschlagene Legalisierung von ICOs der richtige Schritt.

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