Studie untersucht Ransomware-Angriff in Großbritannien

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Laut einer Umfrage unter 250 Spezialisten für Informationstechnologie in Großbritannien, sollen zahlreiche Unternehmen im Land Bitcoins für den Fall einer Ransomware-Infektion lagern.

Datenschutz-Dienstleister Citrix hat eine Umfrage in Zusammenarbeit mit der PR-Agentur Censuswide hervorgebracht, wonach Ransomware zu immer mehr Bedenken im Vereinigten Königreich führt. Ransomware ist eine Schadsoftware, die Daten auf dem betroffenen Computer verschlüsselt, bis eine geforderte Geldsumme (meist in Form von Bitcoin) bezahlt wird – dann wird den Betroffenen der erforderliche Schlüssel mitgeteilt, was aber keine Garantie darstellt.


23% der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen für alle Fälle eine geringe Menge Bitcoins versteckt hat.

Kleinere Unternehmen, solche mit weniger als 1.000 Angestellten scheinen solche Maßnahmen eher zu bevorzugen. Ungefähr 36 % der Befragten mit 250 und 500 Mitarbeitern, und 57 % mit 501 und 1.000 Angestellten gaben an, Bitcoins speziell für den Fall eines möglichen Ransomware-Angriffs zurückgelegt zu haben.

Größere Unternehmen scheinen wiederum weniger bereit dazu zu sein Bitcoins für diesen Zweck zu horten. Hier sind es 18 % der Unternehmen die mehr als 2.000 Menschen angestellt haben, die eine ähnliche Herangehensweise zeigen. Doch immerhin gaben 35 % bei Cirtix und Censuswide an, dass sie gewillt sind ein Lösegeld für ihre Daten zu bezahlen.


Zwar ist die Stichprobengröße mit 250 Spezialisten aus Großbritannien nicht die größte, aber die Resultate zeigen, dass manche Firmen sich auf das Schlimmste vorbereiten.

In der Zwischenzeit tauchen Ransomware-Infektionen immer wieder in den Schlagzeilen auf. Zu Beginn dieser Woche gab es Berichte, dass die kanadische Universität University of Calgary eine Lösegeld-Summe von 20.000 kanadischen-$ bezahlte um seinen E-Mail-Server nach einem Ransomware-Vorfalls wieder zu befreien.

Meinung des Autors (Danny):

Bitcoin für den Fall der Fälle zurückzulegen mag überlegt und vorsichtig sein. Andersherum hilft es nur gegen die Symptome, nicht aber gegen die Ursache. Auch in Deutschland sind bereits Unternehmen Opfer von Rasomware-Attack geworden. Gerade Stadtverwaltungen mit einer vergleichsweise niedrigen IT-Sicherheitsstufe sahen sich schutzlos diesen Angriffen ausgeliefert. Wer Opfer solcher Angriffe wird sollte sich gut informieren, einige dieser Ransomware-Versionen konnten aufgrund ihrer Schwachstellen unschädlich gemacht werden, sodass ein Lösegeld nicht nötig ist. So wollte Satoshi Nakamoto sein digitales Gold sicher nicht sehen!

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Stan Higgins via coindesk.com


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