Studie: Federal Reserve benötigt Kontrolle über Bitcoin

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Geldaustausch

Quelle: epSos .de (Forex Money for Exchange in Currency Bank) via flickr.com (CC)

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Nach einem neuen Bericht eines Wissenschaftlers der Suffolk University, sollten der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank Mandate zugewiesen werden, die es ihnen ermöglicht Bedrohungen zu überwachen, die Bitcoin und andere digitale Währungen gegenüber dem breiten Finanzwesen darstellen könnten. 

Der Bericht mit dem Namen “$=€=Bitcoin?” Untersucht die potenziellen Gefahren die von dem Bitcoin ohne regierungstechnische Deckung ausgeht und analysiert welche Umstände entstehen könnten, welche die Nationale und Internationale Ökonomie bedrohen könnten.


Das Blatt folgt einem Statement von Janet Yellen, Vorsitzende der Federal Reserve, welches besagt, dass die US Zentralbank keine Authorität über die Regulation digitaler Währungen besitzt. Weiterhin hat die Europäische Zentralbank letztes Jahr einen Bericht veröffentlicht, der zeigt, dass die Bank die Entwicklungen verfolgt, aber weitestgehend die Technologie dabei auslässt.

Im Allgemeinen geht man in dem Bericht weiter davon aus, dass eine Kontrolle notwendig ist, da die allgemeine Bevölkerung sich nicht darüber im Klaren sei, wo die Grenzen einer Zentralbank liegen würden. Dies könnte bedeuten, dass die Zentralbank eine Verantwortlichkeit für einen systematischen Crash tragen könnte, sollte einer der beiden, oder beide Märkte betroffen sein.

In dem Bericht steht:

“Selbst wenn die Zentralbank kein Mandat besäße um virtuelle Währungen zu regulieren, ein Fehler bei der Nutzung einer weitreichend gebräuchlichen virtuellen Währung könnte das Vertrauen in die Zentralbank gefährden, was nachhaltig ihre Fähigkeit beeinflussen könnte, die traditionellen Geld- und Zahlungssysteme zu verwalten.”

Der Autor geht davon aus, dass die dezentrale Natur des Bitcoin ein Eingreifen der Regierung implizieren würde, sollte sich ein “schlechtes Verhalten” auf dem Markt manifestieren.

“Das Ergebnis ist wahrscheinlich ein Anstieg an ex-post Interventionen, und man wäre gut beraten wenn diese Interventionspläne gut durchdacht sind und nicht einen chaotischen Einzelplan, der in den Wirren der Krise entwickelt wird”, setzte er fort.

Allgemein gefasst appelliert der Autor an die Regierungen in Zeiten digitaler Währungen, bevor diese als Zahlungsmittel und als weit genutztes Mittel zur Speicherung von Werten dienen.

Der ganze Bericht erklärt des Weiteren die Definition des Geldes und gibt dabei detaillierte Übersichten zu der Geschichte des Bitcoin, des US-Dollars und des Euro. Außerdem zeigt er die Unterschiede in der Verantwortung der Institutionen wie Federal Reserve und EZB.

Neue Schattenbanken

Für seinen Bericht argumentiert der Autor, dass mögliche Bitcoin Krisen am besten analog zu jenen gesehen werden, die in dem Schattenbank-System aufgetreten sind. Dies ist ein Netzwerk aus Finanzvermittlern die außerhalb der Bankbilanzen arbeiten und Dienste an traditionell-kommerzielle Banken anbieten.

Der Autor gibt an, dass dies sich bewahrheiten soll, obwohl im Bitcoin Ökosystem durch die Blockchain traditionelle Finanzvermittler ersetzt werden.

Eine weitere Anmerkung, so behauptet der Autor, gilt der Abwesenheit Vermittlers sollte Bitcoin einer Krise gegenüber stehen. Dies Könnte Spekulanten dazu antreiben den Preis zu drücken. Ein niedrigerer Preis, so setzt sie fort, würde dazu führen, dass die Währung weniger attraktiv ist. Somit würde ein Schaden entstehen der nicht nur auf die alternative Ökonomie begrenzt ist.

“Wenn die gescheiterte virtuelle Währung zuvor weitreichend für alltägliche Geschäfte genutzt wurde, so könnte der daraus resultierende Krise im Zahlungssystem den normalen Fluss von Mitteln insofern beeinflussen, dass das breite ökonomische Wachstum gebremst werden würde”, so der Bericht.

Außerdem behauptet der Bericht, dass das Scheitern eines weit-genutzten virtuellen Währungssystems die vorhandene Geldmenge verringern könnte und somit das ökonomische Wachstum weiter verlangsamt.

Hybrides System

Sollten digitale Währungen mehr angenommen werden, so der Bericht, könnten finanzielle Institutionen durch extreme Fluktuationen des Preises der digitalen Währung negativ beeinflusst werden.

In diesem Szenario behandelt der Bericht die Situation, dass finanzielle Institutionen nichtmehr die Mittel haben um den benötigten Verpflichtungen nachzukommen.

“In der Panik würden dann finanzielle Institutionen nicht mehr in der Lage sein virtuelle Währungen gegen die Fiat Währungen auszutauschen, die benötigt werden um Schulden mit Fiat Währungen nachzukommen” so der Bericht. “Stattdessen müssten finanzielle Institutionen andere Anlagen verkaufen, oder leihen, um die nötige Menge an Fiat Geld aufzuwenden, die benötigt wird um den Schulden mit Fiat Geld nachzukommen.”

Diese Situation könnte dadurch verschlimmert werden, das Institutionen versuchen Anlagen zu verkaufen welche ihre Belastung verringern und ihre Verluste stoppen sollen, welche aber auf der anderen Seite ihre Fähigkeit begrenzen weitere Mittel zu leihen.

Doch laut dem Papier können Bitcoin Tauschgeschäfte, so wie jene die von der CTFC-zertifizierten TeraExchange, dazu genutzt werden um finanzielle Institutionen digitalen Währungen auszusetzen, ohne dass es nötig ist die Anlage zu besitzen.

Zwischenbanklicher Austausch

Sollte die Blockchain als Mittel für Institutionen durchstarten um Verbindlichkeiten abzuwickeln, so der Autor, dann würde die Sicherheit für die Wertpapierpensionsgeschäfte betroffen sein, was wiederum die Fähigkeit einschränkt kurzfristige Mittel zu sichern.

Wiederum spekuliert der Bericht über die Auswirkungen dieser Effekte auf die größere Ökonomie.

“Wenn eine große systematische Krise das Ergebnis wäre, würde das zwischenbankliche Leihen durch ein fehlendes Vertrauen in die finanziellen Institutionen und ihren Sicherheiten vollkommen zum Stillstand kommen – und wenn das zwischenbankliche Leihen aufhört, wird der Zufluss von Krediten in die Wirtschaft ebenfalls aufhören”, so der Bericht.

Sollten finanzielle Institutionen einer solchen Krise gegenüberstehen, bräuchten sie im Gegenzug Hilfe in Form von flüssigen Mitteln, welche höchstwahrscheinlich und ironischerweise, durch eine Intervention der Regierung stattfinden wird.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Pete Rizzo via coindesk.com

Image Source:  epSos .de (Forex Money for Exchange in Currency Bank) via flickr.com (CC)

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