Bitcoin: Studie der Warwick Business School sieht Parallelen zur Dotcom-Blase

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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In einer neuen Studie der Warwick Business School kommen Forscher zu dem Ergebnis, dass die Preise für Kryptowährungen nicht von ökonomischen Faktoren beeinflusst werden. Stattdessen seien sie nur von der Stimmung der Investoren abhängig. Zudem erkennen die Wissenschaftler Parallelen zur Dotcom-Blase Ende der 1990er-Jahre.

Bitcoin: Investmentblase, Spekulationsobjekt oder Währung? Dieser Frage stellte sich ein Forscherteam der Warwick Business School aus dem Vereinigten Königreich. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Kryptowährungen einer eigenen Dynamik folgen. Daraus schließen sie, dass sie für Investments auf lange Sicht sinnvoller sind als für kurzfristige Spekulation.


Laut der Studie, die BTC-ECHO vorliegt, haben die Forscher die Trading-Patterns der 14 größten Kryptowährungen untersucht. Als Grundlage für ihre Analysen nahmen sie den Zeitraum von April 2016 bis September 2017. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass es keine Korrelationen zu ökonomischen Indikatoren gebe, auf denen Investoren ihre Entscheidungen basieren würden.

Daniele Bianchi von der Warwick Business School kommt letztlich zu dem Schluss, dass die Preisentwicklung nur auf vergangenen Renditen, dem Hype und den Emotionen der Investoren, die den Preis beobachten, abhänge. Sie erkennt dahingehend, dass Bitcoin allenfalls als langfristiges Investment-Vehikel geeignet ist:

„Wenn man sich die hohe Volatilität von Bitcoin und den ersten 14 Kryptowährungen anschaut, bedeutet das, dass er nur schwer als verlässliche Spareinlage auf kurze Sicht, höchstens auf lange Sicht gesehen werden kann.“

Warwick Business School erkennt Parallelen zur Dotcom-Blase

Weiterhin erkennt die Forscherin Parallelen zur Dotcom-Blase vom Ende der 1990er. Sie geht davon aus, dass ein Großteil der Projekte (ICOs) scheitern, während nur eine Handvoll davon überleben wird. Hier gelte es für Investoren, sorgfältig abzuwägen und die „richtigen“ Investmentoptionen herauszusuchen – also die wenigen, die überleben werden.

Ferner kommt Bianchi zu dem Schluss, dass Kryptowährungen derzeit mehr mit Kapitalanlagen gemein hätten als ein Investment in traditionelle Währungen:

„Kryptowährungen haben mehr mit der Beteiligung in Unternehmen gemein als ein Investment in traditionelle Währungen. So kann man das Halten von Bitcoin letzten Endes eher als Investment in die Blockchain-Technologie als als reine Spekulation sehen.“

BTC-ECHO

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