Studie: Blockchain kann Finanzhandelslücke schließen

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Zwischen dem Angebot und der Nachfrage im globalen Finanzhandel besteht eine Lücke von 1,5 Billionen US-Dollar. Wie eine Studie von Bain & Company und dem World Economic Forum nun zeigt, soll Blockchain-Technologie dieses Defizit ausgleichen können.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Nico Barner

Die in Boston ansässige Unternehmensberatung Bain & Company hat gemeinsam mit dem World Economic Forum eine Studie durchgeführt, in der sie die Rolle der Blockchain im globalen Finanzhandel untersucht haben. Demnach soll die Blockchain-Technologie in der Lage sein, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar zu schließen.

Erleichterung der Finanzierung von KMU und Unternehmen in Schwellenländern

Nach Berechnungen der Asian Development Bank beläuft sich die globale Handelsfinanzierungslücke derzeit auf 1,5 Billionen US-Dollar. Schätzungen zufolge soll diese bis zum Jahr 2025 auf 2,4 Billionen US-Dollar wachsen. Grund für die Lücke sei der beschränkte Zugang zu Krediten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie für Unternehmen in Schwellenländern. Dadurch werden diese daran gehindert, ihre Geschäftstätigkeit auszuweiten.


Wie die Studie nun aufzeigt, soll die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) dafür sorgen können, eine zusätzliche Handelsfinanzierung in Höhe von einer Billion US-Dollar zu generieren. Über die Blockchain können Datensätze zwischen verschiedenen Finanzinstituten ausgetauscht werden. Damit sorgt sie für mehr Transparenz und verleiht somit den Kreditanträgen mehr Glaubwürdigkeit. Zudem soll die Technologie dazu beitragen, Gebühren zu senken, das Kreditrisiko zu verringern und Handelshemmnisse zu beseitigen.

Davon sollen vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen sowie Unternehmen in Schwellenländern profitieren. Diese leiden einerseits unter erhöhten Schwierigkeiten, einen Kredit zu erhalten, besitzen andererseits jedoch auch einen großen Spielraum für den Handel. So heißt es in der Studie:

„Die Umwandlung papiergestützter Dokumentation in elektronische Formate und die Anwendung intelligenter Werkzeuge und Technologien tragen dazu bei, Handelshemmnisse abzubauen und die Bearbeitungszeiten an den Grenzen zu verbessern, insbesondere für kleine Unternehmen und Unternehmen in Entwicklungsländern mit höherem Risiko.“

Auch asiatische Volkswirtschaften sollen von einem blockchainbasierten Handelsfinanzierungssystem in besonderem Maße profitieren. Sie machen nämlich 105 Milliarden US-Dollar und somit 7 Prozent der Handelsfinanzierungslücke aus. Zudem führen sie 75 Prozent der weltweiten papierbasierten Transaktionen innerhalb der Lieferketten aus.

Die chinesische Zentralbank hat eine blockchainbasierte Finanzhandelsplattform entwickelt, die sich bereits in der Testphase befindet. Der offizielle Rollout soll in naher Zukunft erfolgen.

BTC-ECHO hat in einer eigenen Studie das Blockchain Ökosystem in Deutschland untersucht.

BTC-ECHO


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