STO: Der digitale Börsengang für den Mittelstand

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STO: Der digitale Börsengang für den Mittelstand

Security Token Offerings (STOs) haben in den letzten Monaten sehr viel Aufmerksamkeit erhalten. Grund dafür ist das unglaubliche Potential, welches STOs im Bereich der Unternehmensfinanzierung haben. Wir erklären in diesem Gastbeitrag, wie sowohl GmbHs, welche eine wichtige Rolle im Mittelstand spielen, als auch private Investoren von Security Token profitieren können.

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Der Wandel von der klassischen Unternehmensfinanzierung durch die Ausgabe von Aktien hin zu STOs, bei denen digitale Coins ausgegeben werden, bringt viel Flexibilität und Geschwindigkeit in den Markt. Dies liegt zum Beispiel daran, dass digitale Token zu jeder Tages- und Nachtzeit gehandelt werden können. Transaktionen werden blitzschnell ausgeführt. Im Vergleich dazu dauert das Settlement von Aktien bei fast allen Brokern noch immer zwei Tage.

Hervorragende Konditionen für Unternehmen und Investoren

Bei Security Token ist theoretisch sogar ein direkter Handel ganz ohne Broker möglich. Dies eliminiert die Handelsgebühren nahezu vollständig und macht die Anlageform noch interessanter für Investoren. Der Anspruch auf Gewinnbeteiligung, der bei manchen Security Token besteht, wird ganz einfach automatisiert über einen Smart Contract geregelt. Ein Mitspracherecht besteht für Investoren mit dem Besitz von Security Token in der Regel nicht. Dies macht die Finanzierung attraktiv für GmbHs, welche häufig die Verfügungsgewalt vollständig innehaben wollen, um flexibler handeln zu können. Darüber hinaus können freiwillige Feedback- bzw. Abstimmungsmechanismen eingeführt werden, bei denen Unternehmen zwar keine Stimmrechte abgeben müssen, aber trotzdem von dem Feedback der Investoren profitieren.

Ein weiterer Vorteil eines digitalen Börsengangs ist der Wegfall von geografischen Barrieren. Unternehmen sind bei der Suche nach Investoren nicht mehr auf das eigene Land und eventuell einige Nachbarländer beschränkt. Es wird mithilfe von STOs sehr einfach, seine Investitionen aus Europa oder sogar der ganzen Welt für seine Unternehmung zu gewinnen.

Bei STOs handelt es sich um eine regulierte Form der Initial Coin Offerings (ICOs). Kürzlich haben ICOs jedoch das Vertrauen der Investoren verloren. Dies liegt daran, dass viele Projekte, die sich mit ICOs finanziert haben, leere Versprechungen gemacht haben und die Investoren am Ende Coins gekauft hatten, die wertlos waren. Das ist schade, denn dadurch wurde einer sehr sinnvollen Technologie die Vertrauensgrundlage entzogen. Hier klafft eine starke Lücke zwischen Anforderungen von Unternehmen und Investoren. Es fehlte Transparenz und Rechtssicherheit. Dieses Problem kann durch STOs behoben werden.

Wie Aktien – nur transparenter

Um die Sicherheit für den Investor zu erhöhen, enthalten STOs auch Aspekte von Initial Public Offerings (IPOs). Den Security Token werden reale Vermögenswerte hinterlegt. Bei dem Start-up edeXa aus Liechtenstein entsprechen zehn Security Token jeweils einer echten Aktie. Dies stärkt das Vertrauen der Investoren und liefert handfeste Vermögenswerte. Der Token-Herausgeber kann nun also erstmals auch für seine Handlungen verantwortlich gemacht werden.

Unternehmen, die ein STO durchführen, müssen daher in der Regel den Vorschriften der Finanzmarktaufsicht Folge leisten. Die Regelungen und Bestimmungen sind hierbei die gleichen, an die sich auch Unternehmen halten müssen, die einen herkömmlichen Börsengang durchführen.

Es bleibt also bei den gleichen Anforderungen, doch ein großer Vorteil sind die deutlich niedrigeren Kosten und der geringere Aufwand, welche bei der Erstellung der Token im Vergleich zu einem Börsengang anfallen. Dies macht ein STO sehr viel interessanter für Mittelständler oder Start-ups, die zu Beginn der Finanzierung nur über begrenzte finanzielle und personelle Kapazitäten verfügen. Hier steht ein Börsengang allein schon wegen der Millionenhonorare von Bankern und Beratern außer Frage.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, durch den direkten Token-Verkauf in unmittelbarem Kontakt mit den Investoren zu stehen. Dadurch erhalten Unternehmen mehr Feedback als bei einer einzigen, jährlichen Hauptversammlung.

Bei Token ist es zudem möglich, eine beliebige Anzahl oder sogar nur Teile eines Token zu besitzen. Dies macht einen Token sehr viel attraktiver für Investoren mit begrenztem Budget.

Erste Handelsplätze für Security Token entstehen

Aktuell sind noch kaum Exchanges verfügbar, an denen Security Token gehandelt werden können. Dies liegt unter anderem an der höheren Regulatorik im Vergleich zu Utility Token. Zwar ist dies derzeit noch ein kleines Hindernis, sollte jedoch in den kommenden Monaten aufgrund der zahlreichen Start-ups in dem Bereich entfallen. Es gibt bereits viele Handelsplätze, die sich auf der Zielgrade befinden und in den nächsten Wochen offiziell den Handel beginnen lassen wollen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass STOs die Flexibilität von ICOs mit der Sicherheit und Reguliertheit von IPOs verbinden. Das Potential haben auch Unternehmer bereits realisiert. Ein Beispiel, wie es aussehen sollte, zeigt der erste Security Token Sale aus Liechtenstein: Das Start-up edeXa wurde als Tochtergesellschaft von der erfolgreichen io-market AG gegründet, um Geschäftsprozesse mithilfe der Blockchain-Technologie effizienter und transparenter zu machen. Dafür erstellt das Unternehmen eine Business Blockchain.

Praxisbeispiel: edeXa finanziert sich über Security Token Sale

Teilnehmende Unternehmen können die edeXa Business Blockchain als eine Art sichere Datenbank nutzen und über individuelle Channels mit anderen Unternehmen oder Kunden Blockchain-Services und -Applikationen umsetzen oder anwenden. edeXa bietet den Partnerunternehmen zudem eigene Services an, die auf der Blockchain basieren. Um die individuellen Ansprüche der Unternehmen zufriedenzustellen, unterstützt das Liechtensteiner Unternehmen  seine Partner auch dabei, eigene Anwendungen zu schreiben. Um diese Vorhaben zu finanzieren, entschied sich der CEO Daniel Kohler dazu, einen STO durchzuführen. Ein positiver Aspekt der edeXa Token im Vergleich zu anderen Security Token ist, dass Token-Besitzer nach der Aufbauphase eine regelmäßige Rendite erhalten.

Mehrere Unternehmen in Europa folgen nun dem Beispiel von edeXa und starten Security Token Offerings. Die aktuellen Entwicklungen weisen auf eine sehr positive Zukunft für den Markt von STOs hin. Einige Experten sind der Meinung, dass Security Token Aktien in der Zukunft vollständig ersetzen könnten. Dies sind gute Nachrichten für Unternehmen, die auf der Suche nach Finanzierungen sind, genauso wie Investoren, die auf der Suche nach Alternativen zu dem Zinstief sind.

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