Start-up-Festival Bits and Pretzels: Ein bisschen Blockchain

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Auf der diesjährigen Bits and Pretzels, einer Veranstaltung für Start-ups, schlichen sich auch Blockchain-Anwendungen ein. Neben einigen Fach-Panels und Anspielungen witzelte auch Star-Redner Jan Böhmermann über sein persönliches Krypto-Investment. Hier gibt es ein paar Eindrücke, die wir auf dem Festival sammeln konnten.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Andre Winterberg

Zum dritten Mal fand vom 30.09. bis zum 01.10. die Bits and Pretzels am Rande des Oktoberfests in München statt. Zum ersten Mal waren auch wir von BTC-ECHO vor Ort, um das Geschehen unter die Lupe zu nehmen. Anders als auf den üblicherweise von uns besuchten Veranstaltungen stand hier nicht das Thema Blockchain im Vordergrund. Wer aufmerksam zuhörte, bestimmte Panels besuchte und mit den richtigen Leuten sprach, konnte dennoch einiges von der Veranstaltung mitnehmen.

Gerade im persönlichen Gespräch mit Veranstaltungsteilnehmern war festzustellen, wie breit das Krypto-Interesse in der deutschen Start-up-Szene bereits ist. Viele Besucher sind spätestens mit Beginn des Booms im November 2017 mit der Materie vertraut geworden, eine ganze Reihe hat selbst investiert. Einer der anwesenden Gründer hatte gar eine selbst konzipierte Hardware-Wallet dabei.

Blockchain-Technologie – an vielen Stellen ein Thema


Bei vielen Keynotes und Panels wurde der Begriff Blockchain zudem zumindest erwähnt. Oft fiel die Technologie im Dreiklang mit dem Internet der Dinge einerseits und Künstliche Intelligenz andererseits als digitale Zukunftstechnologien. In anderen Fällen halfen auch Zuschauerfragen den Vortragenden auf die Sprünge.

Im Panel der neuen Banken- und Fintech-„Unicorns“ N26 und Monzo wurden die Gründer der beiden Unternehmen auf eine mögliche Krypto-Funktionalität angesprochen. Konkurrent Revolut bietet schon seit Längerem eine in der Krypto-Szene umstrittene Kaufoption für Bitcoin, Ethereum, Ripple, Litecoin und Bitcoin Cash an.

Jonas Huckestein von Monzo antwortet mit einem „Oh, the Crypto-Question“. Er ist der Meinung, dass es aus Gründen der Nachhaltigkeit keine Krypto-Funktion bei Monzo geben sollte. Auch Maximilian Tayental von N26 bekennt sich nicht zu Kryptowährungen und erklärt, dass aktuell andere Funktionen von ihren Nutzern gefordert werden und daher digitale Währungen noch nicht auf ihrer Roadmap stehen. Die Antworten deuten jedoch zumindest an, dass beide sich häufiger mit dem Thema konfrontiert sehen.

Satiriker Jam Böhmermann nutzte das Thema, um ein paar Lacher abzusahnen. Auf sein bisher bestes Investment angesprochen erwähnt der Entertainer Bitcoin. So habe er für 18.000 Euro Bitcoin gekauft und in seine Mobile-Wallet transferiert. Als er nach wenigen Monaten feststellte, dass seine Bitcoin nun nur noch die Hälfte wert waren, rieb er sich verwundert die Augen. Er habe nicht gewusst, dass Kryptowährungen wie ein Tamagotchi funktionieren und ständige Pflege benötigen.

Die beiden Trends? Games und Pornos

Obwohl die Krypto-Thematik häufig nebenbei erwähnt wurde, gab es auch speziell darauf ausgelegte Slots. Bei der Panel-Diskussion „Emerging Trends in Crypto“ etwa diskutierte ConsenSys-CMO Amanda Gutterman mit BlockState-CEO Paul Claudius und Jim Jorgensen, Co-Founder von Consumer Coin. Dabei zeigt sich Guttermann überzeugt davon, dass langfristig immer mehr institutionelle Investoren in den Krypto-Markt eintreten werden. „Auch Unternehmen wollen digitale Assets halten“, ist sich Gutterman sicher.

Neben verschiedenen Blockchain-Anwendungen für Musikproduzenten oder Journalisten sieht sie vor allem zwei aktuelle Trends: Games und Pornos. Hoffentlich, so Gutterman, werden diese beiden Anwendungsfelder „Nocoiner in Coiner verwandeln“. Auch die Schwierigkeiten, die CryptoKitties der Ethereum-Blockchain bereitet hat, sieht sie nicht als Herausforderung.

Als Befürworterin von Ethereum lässt sich Amanda Gutterman den Vergleich von Bitcoin mit Ethereum natürlich nicht nehmen. So sei Ethereum eine ganze Blockchain, während der Bitcoin bloß eine einzelne Anwendung ist. Oder in ihren Worten: Wenn Ethereum das Internet ist, dann ist Bitcoin E-Mail.


BTC-ECHO

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