SpriteCoin: Wallet-Software erpresst Windows-User

SpriteCoin: Wallet-Software erpresst Windows-User

Kürzlich berichteten mehrere Sicherheitsfirmen von einer neuen und zugleich besonders heimtückischen Form der Schadsoftware, die sich als harmloses Verwaltungsprogramm für Kryptowährungen tarnt. Doch der SpriteCoin ist in Wahrheit gar kein Coin. Er blockiert die Windows-PCs, um deren Eigentümer um 120 US-Dollar zu erleichtern.

Cyberkriminelle gehen bei ihren Methoden gerne mit der Zeit. Und da neben Smartphones auch auf Desktop-Geräten zunehmend Software zur Verwaltung von Wallets genutzt wird, sprangen die Erpresser auf diesen Zug auf. Das zumindest vermuten die Sicherheitsforscher der kalifornischen Firma Fortinet, die vor ein paar Tagen als erste über diese neue Form der Schadsoftware berichtet haben.

Laut der Beschreibung des Clients handelt es sich bei dem Windows-Programm um eine Software zur Verwaltung des digitalen Guthabens des SpriteCoins. Doch im Laufe der Installation werden alle Dateien des betroffenen Computers verschlüsselt und sollen erst dann wieder freigeschaltet werden, wenn man sich mittels der Kryptowährung Monero freigekauft hat. 120 US-Dollar sollen den Cyberkriminellen mittels 0,3 Monero überwiesen werden. Der versprochene Schlüssel zur Behebung aller Barrieren bewirkt nach der Bezahlung nur noch Schlimmeres. Weitere Schadprogramme werden nach Eingang des Guthabens nachgeladen, der PC ist und bleibt unbenutzbar. Die Daten der befallenen Computer sind in jedem Fall verloren. Eine schnelle Methode zur Rettung des PCs ist bisher nicht bekannt. Die Geräte müssen neu installiert werden. Anschließend muss jeweils das aktuellste Backup, sofern überhaupt eines erstellt wurde, neu aufgespielt werden.

Fortinet glaubt an eine vergleichsweise schnelle Verbreitung des Programmes, weil den Nutzern im Falle der Installation ein digitales Guthaben versprochen wird. Manche Anwender werfen in Anbetracht eines finanziellen Vorteils ihre guten Vorsätze über Bord. Tony Giandomenico von FortiGuard Labs sagte den Kollegen von ZDNet, er glaube, dies diene wahrscheinlich vor allem als Beweis für neue erfolgsversprechende Verbreitungsmechanismen und weniger der Erpressung möglichst vieler Windows-Nutzer.

BTC-ECHO

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht Entschädigungen für Kunden
Gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht Entschädigungen für Kunden
Sicherheit

Die gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht, ihre Kunden zu entschädigen. Das Ungewöhnliche daran: Die geprellten Kunden werden in Kryptowährungen ausgezahlt. Was ist von einer solchen Geschäftspraxis zu halten?

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
Altcoins

Am 29. Mai dieses Jahres hat IOTA den Coordicide angekündet, dahinter verbirgt sich die Abschaltung des Koordinators, der IOTA-Transaktionen überwacht. Nun hat die IOTA Foundation eine Roadmap vorgestellt.

Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Tech

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak gab bei einer Podiumsdiskussion seine Zukunftspläne bekannt. Was ihn bewegt, nach Malta zu gehen und welche Unternehmensidee er unterstützen will.

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Angesagt

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Invest

Die Trading-Plattform Robinhood sammelt in einer Series-E-Funding-Runde 323 Millionen US-Dollar ein. Damit ist das Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Geld soll auch in den Ausbau der Krypto-Sparte fließen, diese ist jetzt bereits in 30 US-Bundesstaaten verfügbar.

Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Szene

Neues aus der Bitcoin-Gerüchteküche. Gegen Justin Sun soll aktuell ermittelt werden. Die Gerüchte kamen auf, als der Gründer und Vorsitzende der Kryptowährung TRON sein Krypto-Dinner mit Warren Buffet und „Größen“ aus dem Bitcoin-Ökosystem abgesagt hat.

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

BaFin genehmigt ersten Immobilien-Token
STO

Die BaFin genehmigt das erste deutsche Security Token Offering (STO) für blockchainbasiertes Immobilieninvestment und das zweite deutsche STO überhaupt. Damit gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Startschuss für digitale Wertpapiere im Real-Estate-Bereich. Ein neues Anlagevehikel?

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: